23.11. Matze Rossi (Duo) & Max Goedecke & Band

matzerossi_2016_1_200Matze Rossi gibt es schon seit einer halben Ewigkeit. 

 

Zuerst als Frontmann der Kultpunkband Tagtraum und ab 2004 endlich als Solokünstler.

 

Und seither ist Matze Rossi ohne Zweifel einer der umtriebigsten deutschen Singer-/Songwriter. Mehrere hundert Konzerte in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Spanien, England, Kosovo und Kalifornien sprechen für sich selbst. Egal ob solo oder mit Full-Band überzeugt er die Menschen im Publikum mit unprätentiöser Kredibilität, berührenden Texten über das Leben und lustigen Anekdoten. Bei seinen Konzerten findet sich immer wieder dieser magische Moment, wenn es zwischen Musiker und Publikum keine Barrieren mehr gibt. Es wird geschwitzt, gesungen, geweint, gelacht und wenn das Licht angeht haben alle das schöne Gefühl, etwas Gutes mitnehmen zu dürfen. 


Die Tage werden kürzer und die Luft kälter, was kann es schöneres geben als gute Musik in schönem Ambiente zu genießen?

Matze Rossi verabschiedet das Jahr 2017 mit einer Tour die den passenden Namen „Musik ist der wärmste Mantel“ trägt und feiert gleichzeitig eine Premiere:


Die erste Duo-Tour! 


Mit seinem lieben Freund und Multiinstrumentalist Martin Stumpf bringt er alte und neue Stücke in bezauberndem Gewand auf die Bühne. So bekommt die bewährte Akustikgitarre und die unverwechselbare Stimme die beste Gesellschaft von schönen E-Gitarren Sounds, wird umspielt von feinen Klavierklängen und lässt sich tragen von einem charmanten Kontrabass.

Diese Konzerte werden ein unvergessliches Erlebnis für alle Anwesenden.


15.11. Magic Wands & The Cherees

magicwandsrealmspress5_200Teenie Chris, zuhause in Nashville, ist sofort verzaubert, als er Dexys Stimme im Sommer 2007 zum ersten Mal auf Myspace hört. Ihre Stimme so süß, die Entfernung so groß – nach monatelangem Briefwechsel und Telefonaten packt Chris die Sehnsucht, er fährt zu Dexy nach L.A. und sie werden Rockstars. 
Das könnte der Plot einer Disney-Serie sein, ist aber die Band-Biographie von Magic Wands, eines verliebten und ultracoolen Teenagerpärchens mit Gespür für magische Hooks und verträumte Melodien.

2012 erschien ihr Debüt-Album „Aloha Moon“, ihr Song „Black Magic“ rotierte aus den Blogs in die Clubs und von da aus in das Gehör ihrer Hipster-Kollegen The XX und den Crystal Fighters, die beschlossen den Songs „Warrior“ und „Black Magic“ ein Make-Over zu verpassen. Danach teilten sie die Bühne mit The Horrors, The Black Keys, The Kills and The Jesus and Mary Chain.

2016 erschien ihr zweites Album „Jupiter“. Brooklyn Vegan beschrieb das Album als „Mixing elements of gothy postpunk and ethereal psych (with no shortage of hooks), their sound might best be described as witchy.“

In Erwartung auf ihr drittes Album „Realms“ bringen Magic Wands ihren dreampop sound am 15. November mit ins Druckluft.


10.11. Compania Bataclan

compania_bataclan_200Das Programm der COMPANIA präsentiert einen Stil-Mix mit eigenen Texten und begeistert unter anderem mit anatolischen Grooves. An den europäischen Osten erinnert der Klezmer-Freilachs, eine bekannte jiddische Weise von Jtschak Katsenelson. Neben der musikalischen Vielfalt überrascht die COMPANIA auf der Bühne auch mit politischer Satire.

COMPANIA BATACLAN ist eine 6-köpfige Band aus dem Ruhrgebiet. Musikalischer Abwechslungsreichtum verbindet sich mit politischem Anspruch. Texte aus eigener Feder werden mit verschiedenen Stilen unterlegt. Heraus kommt ein spannender Soundclash; ob Balkan, Klezmer, Rock, ReggaeSka sowie orientalische Nuancen – COMPANIA BATACLAN tanzt auf vielen musikalischen "Hochzeiten" und passt in keine Schublade – frei nach dem Motto der amerikanischen Anarchistin Emma Goldman "Wenn ich nicht tanzen kann, ist es nicht meine Revolution."

Der Name COMPANIA BATACLAN erinnert an eine Gruppe libertärer Menschen im Umfeld einer Bar in Madrid namens Bataclan, die den Plan fassten, ein Attentat auf den spanischen Diktator und Vorgänger Francos, Primo de Rivera, zu verüben. Durch Denunziantentum wurde der Plan jedoch vereitelt, die Beteiligten festgenommen und hingerichtet. Mit diesem historischen Rückgriff und Namen will die Band an jene mutigen Menschen erinnern, die in der aktuellen Geschichtsschreibung (fast) keinen Platz gefunden haben.

COMPANIA BATACLAN trat neben vielen eigenen Konzerten u.a. auch als musikalische Begleiterin mit Markscheider Kunst, La Papa Verde, Irie Revoltés, La Minor, Kocani Orkestar,  Antwerp Gypsy Ska Orkestra, Musik for the Kitchen, Grup Yorum, RedSka, Heavy Gummi und unseren Schwesterbands aus der Türkei und Frankreich: Bandista und Ma Valise auf.

COMPANIA BATACLAN begreift sich als Kollektiv, handelt autonom und organisiert ihre Geschicke gänzlich selbst.

 

 

Nach dem Konzert legt das Radio El Zapote-Soundsystem auf:

Musik aus fast aller Menschen Länder von Ragga, Reggae, kurdischem Techno, Rembetiko, Balkan, revolutionären türkischen Tunes und und und.

 

Ein Konzert-und After-Show-Tanzvergnügen der anderen Art.


08.11. Living Body

living_body_200„Living Body sind keineswegs angepasst. Songwriter-Indierock gepaart mit sanftem Postrock. ‘Post-Brexitcore’ nennt die Band es, was zum zeitweise recht bedrohlichen Unterton passt. Aufgrund dieser wechselnden Modi, aber auch der Gesangübernahme von Jeff T Smith und Katie Harkin, ein sehr Facettenreiches Album. Harkins Gesang, Smiths Harmonien, gefolgt von einer Gitarrenwand und dem Post-Rock-Finale.

 

So mag es Smith als Kopf der Band, doch eigentlich wackeln mittlerweile ebenso die Köpfe von Katie Harkin (Sky Larkin), Tom Evans (Vessels), Alice Rowan und Sarah Statham auf dem Rücksitz. Smith zog von Chicago nach Leeds, lernte seine weiteren Bandmitglieder kennen und wie die Geschichten sich häufig schreiben, entwickelte sich ihr Debütalbum doch irgendwie als Gruppenprojekt.

 

Man mag die aktuelle politische Situation in Großbritannien, aber auch dem Rest der Welt zugrunde legen. Keine Vertretung der Demokratie, der Wahrheit, dem Wohle Aller ist mehr Sicher. Living Body geben sich also eine Stimme und lassen sich noch weniger in eine Genreecke drängen. Dass dieses manchmal pessimistisch und hoffnungslos klingt, kann man mit Blick auf ihre Land und das der gleichsprachigen Vettern im Westen doch mehr als gut verstehen.“ (about songs)


04.11. Fiesta Morose

fiesta_morose_200Die Band um Golden Kanine-Sänger und Gitarrist Andreas Olrog hat Ende Februar 2017 ihr Debütalbum Dancing Days veröffentlicht. Das Repertoire von Fiesta Morose reicht von der Blues-Ballade („Was Blue“), über von Tom Petty inspirierten Hartland-Rock samt verzerrten Wah-Wah-Gitarren („Silver Lightning“) bis hin zum ausufernden Rumpel-Rock von „The Race“. Ein langsam beginnender Song, der zum Ende hin ins Heavy-Gefilde ausbricht. Ein perfekter Konzert-Opener, der das Publikum sofort in seinen Bann zieht. Immer wieder schieben sich aber auch schöne, an Wilco erinnernde Americana-Parts in die Fiesta Morose-Kompositionen. So funktionierte ruhiger Stoff wie „Brothers“ oder das verspult-melancholische „Break“ live ebenso gut wie die rocklastigen Stücke des Quartetts. Was für Andreas Olrog als Sidekick von Golden Kanine begann, entwickelt sich zukünftig vielleicht als Mittelpunkt seiner Musikkarriere. Auf jeden Fall sollte man Fiesta Morose im Auge behalten.


02.11. Prezident|Kamikazes|Drunkn Masters

prez_kamis_pressefoto02_200Das mit dem Meistunteschätzten war einmal: Längst ist der umtriebige wie abgründige Wuppertaler Ausnahmerapper eine Instanz im hiesigen Rapgeschehen. Das kommerzielle Debüt „Kunst ist eine besitzergreifende Geliebte“ gilt seit Erscheinen als Klassiker und wurde kürzlich in einer Expertenumfrage unter der Schirmherrschaft von rappers.in zu einem der 10 besten Deutschrapalben aller Zeiten gewählt. Und das letzte reguläre Album „Limbus“ wurde nicht nur wie gewohnt in der Kritik, sondern erstmalig auch in den Charts zum Erfolg, ohne dass dafür der Minimalismus des Soundbildes oder die Komplexität der Texte heruntergefahren wurde.


Ebenfalls prächtig gelaufen und eine Gaudi gewesen ist die Tour zu „Limbus“ im Frühjahr 2016. Nun werden mit knapp anderthalb Sonnenjahren Verspätung nochmal die Städte und Regionen versorgt, die beim ersten Mal übergangen worden sind. Kann man als Fortsetzung sehen, muss man aber nicht. Ist ja nicht so, als wären die Kamikazes in der Zwischenzeit nicht fleissig gewesen und hätten erst mit Degenhardt abgekrahtert und dann nochmal den OF O.S.T. exportiert. Und als hätte Präsi mit einem Backkatalog aus vier regulären Alben und einem knappen Dutzend EPs und Mixtapes nicht jederzeit genug Material, um Shows zu spielen. Und zuletzt ist es auch nicht so, als wäre da nicht neues Material in der Mache, das durchaus schon mal live angezockt werden könnte.


26.10. Disfear, Pyramido & Kriegszittern

disfear_bandfoto_200DISFEAR sind endlich mal wieder auf Tour! Mit ihrem herrlich metallischen Crustcore, knallharten Riffs und treibenden Punkbeats, immer wieder eine nette Melodie und voller Inbrunst gegröhlte Gang Shouts, darüber Tomas „Tompa“ Lindbergs galliges Wüten – so kommen Disfear hoffnungslos unmodern und voller Wucht immer wieder auf den Punkt und bedienen die feine Schnittstelle, die zwischen Punk, Hardcore und (Death) Metal aufklafft. Atempausen gibt es hier ebenso wenig wie Gnade. Egal ob Metalhead, Punk oder Crustie – DISFEAR wissen zu gefallen und bringen diverse Spielarten extremer Musik spielerisch unter einen Hut. Und was das Beste ist: DISFEAR lassen bei aller Räudigkeit erkennen, dass sie ernstzunehmende Musiker sind und legen Wert auf einen ordentlichen Sound. Die „Defenders Of The D-Beat“ sind zurück!


Doch dem nicht genug – DISFEAR werden ihre schwedischen Kumpels von PYRAMIDO im Gepäck haben, die mindestens genauso viel Dampf machen, allerdings wesentlich langsamer, denn PYRAMIDO spielen lava-artigen Doom/Sludgecore, der alles zermalmt, was sich in den Weg stellt. Dröhnend, bedrohlich und fuzzig kommt es aus den Boxen und zieht den/die HörerIn in den Schlund des Verderbens.


Als lokale Supportband stoßen noch KRIEGSZITTERN aus Mülheim an der Ruhr hinzu und sind eine wahre Freunde für Leute, die auf alten UK-Crust oder die frühen Ergüsse von BOLT THROWER stehen. Crustiger Death Metal ist hier die Devise. Und die ist auch gut so!


Es wird ein spannender Abend!


20.10. Aufbau West & Meine Zeit

pressefotoaufbauwest1_200Musikdeutschland 2017 will nicht weh tun, will nicht aufständisch sein und will vor allem bloß keine Haltung beziehen. Wäre ja auch viel zu heikel – hinterher stößt sich noch jemand daran und die eigenen Verkäufe gingen wohlmöglich zurück. Lieber immerzu kopfnickend abwinken.“ (Gedachtes Zitat von: eigentlich jedem)

Hallo erst mal. Wir sind die Gruppe AUFBAU WEST.

Vielleicht kennst Du uns schon – vielleicht auch nicht. Wir liefen mal ein bisschen im Radio, hatten ein prominentes Feature mit riesiger Tour im Anschluss und durften ein wenig durch Asien reisen. Neuerdings sind wir auch die Band, die mal ein konspiratives Musikvideo auf der PeGiDa-Demo gedreht hat.

Außerdem brauchen wir immer viel zu lange für neue Platten und sind schlechte Geschäftsleute. Meist singen wir ganz gern über Befindlichkeiten oder motzen rum. Jetzt haben wir neue Musik gemacht.

Herausgekommen ist dabei eine EP mit dem Titel „Die Märchen der Gebrüder Grimmig“. Wir durchleben darauf verschiedenste Gemütszustände zwischen wahnsinniger Wut, Verletzbarkeit, offenbaren psychische Abgründe und sind zum ersten Mal so richtig kitschig verliebt. Als wäre das nicht schon paradox genug, hat niemand geringeres als Pop-Produzent Jens Schneider (u.a. Joris, Elif) die Songs eingefangen und festgehalten.

Das kann man gut finden. Das kann man auch ziemlich doof finden. Wir wollen alles, nur nicht harmlos sein.


19.10. OHHMS

ohhms_303OHHMS, aus Canterbury/England, bieten den Hörern eine ganz neue Auslegung eines Genres an. Man erkennt klar die Grundpfeiler des Progressive Metal. Dennoch schaffen sie es, ganz neue, unerwartete Elemente in diese Musik zu integrieren, ohne dabei peinlich zu wirken oder den Eindruck aufkommen zu lassen, nicht zu wissen, was sie da tun. Wer nicht zu konservativ ist und zulassen kann, Neues in einem bisher relativ starren Zweig des Metals zu erleben, wird am 19.10. im Druckluft  sicher seinen Spaß haben.


18.10. Coals & Tired Eyes Kingdom

ka170610mg_dsc_3660_klein_200Seit einigen Jahren zeigen immer wieder verschiedenste polnische Acts, warum es ein grandioser Fehler wäre, die Musikszene Polens zu unterschätzen. Coals stellt mit ihrer neuen Single „S.I.T.C“ eindrucksvoll unter Beweis, dass polnische Musik aktuell auf dem Vormarsch ist. Das Duo um Katarzyna Kowalczyk und Łukasz Rozmysłowski erzeugt mit nur minimalistischen Arrangements unendlich scheinende Klangebenen, melancholische Melodien und mitreißende Stücke. Bereits mit ihrer Debüt EP „Homework“ von 2014 haben Coals sich einen Namen in der europäischen Musikszene erarbeitet und bedeutende Festivals wie das polnische Opener und OFF gespielt. Sogar das amerikanische Insider Radio „KEXP“ hat bereits 2015 begeistert Songs von Coals gespielt und sogar zwei Livesessions aufgenommen. Die neue Single „S.I.T.C.“ ist der nun schon dritte Vorbote des im Herbst erscheinenden Debüt Albums von Coals und zeigt erneut auf, was die Stärken des Duos sind: stimmungsvolle Stücke mit treibenden Rhythmen und lebendigen Melodien, welche im Zusammenspiel die besondere Mischung aus Anspannung und Gelassenheit ergeben. „S.I.T.C“ wirkt stets fragil, der hämmernde Bass verleiht dem Stück allerdings gleichzeitig einen dominanten Charakter. Auf dem schmalen Grat dazwischen wandeln träumerisch die Stimmen von Katarzyna und Łukasz.


13.10. Captain´s Diary & Band, Boris Gott und North Alone

captains_diary_200Es ist das Jahr 1999, als der Oberhausener CAPTAIN`S DIARY (mit bürgerlichem Namen Sebastian Müller) im zarten Alter von 17 Jahren anfängt, aus seinem Herumgeklimper auf der akustischen Gitarre die ersten eigenen Song-Ideen zu entwickeln. Zwischendurch laufen die brandneuen Releases von Jimmy Eat World (Clarity), Get Up Kids (Something To Write Home About), NOFX (Heavy Petting Zoo), Satanic Surfers (Hero Of Our Time) und Propagandhi (Less Talk More Rock) als Mixtapes rauf und runter, bis sie irgendwann leiern.

 

Da ist sie also: Die Punk-Inspiration, die schon damals da war und bis heute in jedem einzelnen Lied spürbar ist.

 

Die ersten beiden Alben veröffentlicht der Captain mit englischen Texten und DIY in den Jahren 2003 und 2007.

 

Auf seinem dritten Album macht sich CAPTAIN’s DIARY dann nackt. Mit „Niemals jedem recht“ wechselt Sebastian Müller vom Englischen in die deutsche Muttersprache und vermittelt seine Gefühle völlig ungefiltert, die sich in dieser Umbruchphase so angestaut haben. Das was da schlummert, will nicht mehr über Umwege verarbeitet und umgewandelt werden. Es will direkt raus! Vom Herzen aufs Papier durch Gitarre und Stimme in die Ohren. „Noch immer nicht d'accord mit dem System. Widerstand kann auch leise sein.“

 

Diesem Prinzip der unverstellten Verbalisierung und Instrumentierung seiner Gedanken- und Gefühlswelt bleibt er auch mit seinem vierten Longplayer „Als Munition die Illusion“ (2014) treu.

 

Auf „Zeitraffergeschichten“, CAPTAIN`S DIARYs fünftem Album, finden sich Ideen aus allen Situationen des Alltags. Mittlerweile arbeitet Sebastian Müller seit einigen Jahren hauptberuflich als Klassenlehrer mit Kindern und Jugendlichen an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Neben der Musik seine zweite Herzensangelegenheit. So fließen Melodien, die während des Musikunterrichts entstehen, ebenso in den Kreativprozess mit ein wie das Ergebnis aus Konversationen und gesellschaftlichen Missständen.

 

Der Captain verarbeitet und schreibt auf, was ihn beschäftigt. Knapp 20 Jahre bastelt er bereits an Harmonien und Texten. Egal ob Keller, Club, Wohnzimmer, Küche, Festivalbühne oder Studio. Melancholie, Punkspirit und DIY-Vibe begleiten den Captain seit über 500 Konzerten überall mit hin. In den Schulferien auf selbst gebuchter Tour durch die Republik und das europäische Ausland oder auf größeren Bühnen mit Sick Of It All, Nagel, Jupiter Jones, Atlas Losing Grip, Spaceman Spiff oder Matula. Die Musik von CAPTAIN`S DIARY steht fest verankert auf dem Boden und nimmt dich an die Hand, um jeden Stolperstein gekonnt und mit gerichteter Krone auf dem Kopf zu umschiffen.


11.10. We Came From Wolves & Like A Mess

we_came_from_wolves_200Seit ihrer Gründung im Jahre 2011 spielten WE CAME FROM WOLVES über sechs Touren in Großbritannien, sowie zwei weitere durch ganz Europa – inklusive einer 30-Tage-Konzertreihe im Rahmen des O2 Academy Circuit und einer Auswahl an den besten Underground Venues im Vereinigten Königreich.


Unter Anderem supporteten und tourten sie mit Rockkoryphäen wie AND SO I WATCH YOU FROM AFAR, FRIGHTENED RABBIT, THE XCERTS sowie THE LAFONTAINES und spielten in einigen der größten Veranstaltungsorte Schottlands, wie zum Beispiel Oran Mor, Perth Concert Hall, The Garage Glasgow, einem ausverkauften O2 ABC2 und drei ausverkaufte Konzerte im King Tut’s.

 

WE CAME FROM WOLVES‘ Debut EP „Cope“ erreichte derartige Aufmerksamkeit, dass gleich drei ihrer Singles zahlreiche Airplays in renommierten Radiostationen, wie zum Beispiel bei BBC Radio One, erhielten.


Ihre zweite EP, „Paradise Place“, erhielt große Unterstützung aus der Musikindustrie, u. A. von Rock Sound, BBC Radio 1’s Vic Galloway, XFM’s Jim Gellatly und The Skinny. Nach zahlreichen Festivalshows, auch außerhalb Großbritanniens, folgte 2014 ihr Fernsehdebut auf STV.

 

Im selben Jahr finalisierten die vier Schotten gemeinsam mit Bruce Rintoul (FATHERSON/TWIN ATLANTIC) die Aufnahmen für ihr Debutalbum, welches 2015 veröffentlicht wurde und durchwegs positive Kritiken von der Spitze der Musikindustrie (u. A. von Rocksound, Kerrang!, Team Rock oder BBC Scotland) erhielt. Als Krönung dieses erfolgreichen Jahres durften die jungen Musiker den Scottish Alternative Music Award für „Best Rock“ entgegen nehmen.


Neben Touren durch die schottischen Highlands, einer Headlinetour quer durch Großbritannien und einer Live Session bei BBC Scotland, wartete im Sommer 2016 ein vollgepackter Festivalkalender mit Auftritten u. A. bei der Xpo North, der Perth Music Expo, dem Belladrum und dem Bute and Shetfest.


Die Pläne für 2017 beinhalten neben dem Release einer EP und einer Deutschlandtour auch die Fertigstellung des langersehnten zweiten Studioalbums!


06.10. FIL - Triumph des Chillens +++fällt leider aus!+++

fil2miriahaseney_267Wir werden alle sterben. Wenn wir Glück haben bei einem Terroranschlag oder durch einen uns auf den Kopf fallenden Safe. Wenn wir Pech haben langsam qualvoll würdelos und ohne Freunde. Oder nur mit Freunden, die dann genauso jämmerlich vor sich hinsterben und darum gar kein Mitleid mit uns haben können. Im Grunde genommen sterben wir jetzt schon. Das ganze Leben ist ein einziger elend langsamer Tod. Dagegen kann man nichts machen, also was soll’s. Wozu sich sorgen. Warum ´ne fucking Eigentumswohnung kaufen? Die Würmer, die dich bald im Grab fressen, lachen jetzt schon über deine Eigentumswohnung. Wozu vorsorgen, ansparen, eichhörnchenhaft horten, das letzte Hemd hat keine Taschen, vorsorgen ist was für Flaschen. Chillt mal lieber. Chilling, dieses hundswitzige Wort, das uns die Jugendlichen freundlicherweise hinterlassen haben, bringt es auf den Punkt. Chilling. Früher gabs mal Peter Chilling. Auch schon tot, siehste. 

 

In "Triumph des Chillens ", der neuen Show des gnadenlos gereiften Fils werden euch die Sorgen zu Pulver zerrieben. Es ist die relaxteste Show des Universums, fast schon kaum noch Deutsch. Laid back sagt der Überseeler dazu. Mit seiner Überseele. Wenigstens müssen die Amis auch sterben. 

Knochentrockenen Reggea (schreibt sich das so? Sieht aus wie was von Ikea. Vielleicht sollt ich mal " Reggea" googlen, bevor ich den Pressetext hier rausschicke, aber soll ich euch mal was sagen? Mach ich nicht. Bin zu gechillt dafür.) - Jetzt hab ich vergessen wie der Satz angefangen hat. Mann, kommt halt einfach in die Show, wer Fil (ich bin das übrigens selber, muss meine Pressetexte alleine schreiben in diesem Faschostaat) kennt, weiß eh: wird gechillt. Chillen with the Fillen. Wer mich nicht kennt, kommt eh nicht, weil ihr so seid. Wegen Facebook und den Algorhytmen des Teufels kennt ihr alle nur noch, was ihr kennt und sonst nix. Wenn ich nicht so gechillt wär, würde mich das aufregen. Ich mein, ich biete euch hier ne echt gute Show an, was derbe Durchdachtes zum Lachen gemachtes, für ein überdachtes Theater, Vater. Und ihr? Kommt nicht zu mir. Ist nicht euer Bier. Ich geb euch Note vier. Triumph des Chillens, ihr Arschlöcher, der Titel ist schon so witzig und den kriegt ihr sogar umsonst.

 

«Und noch etwas kommt in FIL zusammen: Professionalität und Dilettantismus. Das Resultat ist kultiviertes Chaos. (…) Und das ist lustig? Ich schwöre, das ist es.» (Titanic)

 

«Er ist echt gut, obwohl er lustig ist.» (Hamburger Morgenpost)


05.10. Stabil Elite & Ivory Clay

stabilelite20012016_1stephanmachac_200In den letzten Jahren haben Lucas Croon, Nikolai Szymanski und Martin Sonnensberger einen Kosmos von getriebenen Bassläufen, tanzbaren Rhythmen und schimmernden E-Gitarren kreiert. Mit doppeldeutigen, repetititven Lyrics, analogen Sythezisern und eiskalt klackernden Computern lassen STABIL ELITE den Krautrock und die Neue Deutsche Welle aufleben. Mit ihrem Debut-Album „Douze Pouze“ hat Stabil Elite 2012 eine Welle neuer Begeisterung für elektronische Popmusik aus Deutschland ausgelöst und aufgrund der musikalischen und textlichen Vehemenz ihrer Stück und ihres Stils viel positive Kritik erfahren. In der Presse wurde so vor allem der neue Sound Düsseldorfs im Hinblick auf die Tradition der hier entstandenen elektronischen Musik hervorgehoben: Musik nach Kraftwerk, Neu! Oder DAF – ernst, synthetisch, kühl, elegant, aber mit funkelnder pop-existenzialistischer Geste und Bewusstsein für das Jetzt. „Douze Pouze“ war „Platte der Woche“ in der FAZ, „Album des Monats“ im Musikexpress. Dazu gab es Beiträge im Radio (u.a. 1Live, Radio 1) und TV (Arte, ZDF Kultur). Durch die Einladung des Goethe-Instituts folgten ab 2013 Konzert-Reisen nach Palästina und Israel, nach China, nach Mexico, sowie 2014 dann nach Südostasien mit Konzerten in Vietnam, Kambodscha und auf den Philippinen.

 

Das neueste Doppel-Album "Spumante" bündelt diese Erfahrungen und bringt unter Rückbezug auf Reisen und kulturelle sowie sprachliche Besonderheiten, Film, Schauspiel, Literatur, Kunst und Technik einen vielschichtigen, reflektierten und mitreißenden Sound hervor.


04.10. The Sinking Teeth, Forever Unclean & Nepomuk

the_sinking_teeth_200The Sinking Teeth - Aus dem musikalischen Schmelztiegel Australiens stammend kommen die drei erstmals nach Europa, haben ihre aktuelle Platte im Gepäck und beweisen einmal mehr, dass leidenschaftlicher, authentischer und roher Punkrock im fernen Kontinent gerade eine Hochphase hat. Für Fans von: Hot Water Music, Queens Of The Stone Age, The Smith Street Band.

Forever Unclean - Ebenfalls als Trio unterwegs und seit Jahren fleißig in der dänischen wie europäischen DIY Szene unterwegs. Zackiger Punkrock wie man es aus den skandinavischen Ländern gewohnt ist trifft auf glasklaren hohen Gesang.

Lehrerkinder sind die schlimmsten. Alles wissen sie besser, alles müssen sie verbessern. Sie können die Dinge nicht so lassen wie sie sind. NEPOMUK sind da anders, sie sind einfach sie selbst. Sie haben lange gebraucht bis sie ihre Rolle gefunden haben. Beim Skaten in Attendorn haben sie sich irgendwann kennen gelernt. Befeuert von Punkrockbands wie NOFX oder HOT WATER MUSIC wollten sie eine Band haben, die ordentlich nach vorne geht. Mit den Jahren entdeckten sie, dass auch Folk und Country eine subversive Kraft haben können, wenn man diese Musik nur richtig spielt. Doch wie geht das, wenn man keine dogmatischen Protestlieder vom Zaun brechen möchte? Roman, Marc, Tim und Micha setzen auf wohl temperierte Klangfarben, die den Aufbruch und die Freiheit loben. Hier ist nicht die schlecht sitzende Schnürlederhose die den speckigen Bierbauch im Zaum halten soll der Boss.

 

Diese vier Jungs haben ihre musikalische Wahl im Kleinen wie im Großen getroffen. Sie paaren surreale Poesie mit würdevollen Gesten – und die musikalische Wall Of Sound groovt dazu im Takt. Als ernsthafte Songwriter haben diese vier Freunde in den letzten Wanderjahren Methoden ausprobiert, Wege eingeschlagen und Anregungen angenommen.

 

NEPOMUK sind das Gegenteil vom Einbahnstraßen-Weltschmerz, denn ihr Schicksal ist nicht zu stark vom Blues verfärbt worden. Am Ende steht ihre unverwechselbare Musik – und diese ist keine Raubkopie. Sie verstecken Bluegrass im Punkrock und wenn es folkig wird, dann immer in der richtigen Outlaw- und Americana-Temperatur. Den Weg zu sich selbst zu finden ist ganz schwer, denn nicht immer ist die Ehrlichkeit ein verträglicher Freund, den man jeden verdammten Morgen im Spiegelbild begrüßen möchte. Aber zu allen großen Dingen gehört hier und da eine Schürfwunde dazu – ganz besonders wenn man in einer Band spielt. Denn mit kleinen und großen Narben am Körper sieht das endgültige Leben nicht nur verwegener aus. Es ist dann das Idealbild vom eigenen Ich. In diesem Fall heißt es NEPOMUK.


29.09. Snareset, Hal Johnson & All Aboard!

snareset_promo_200Faust in der Luft, Schweiß, der von der Decke tropft und mehr Bier in den Haaren, als im Becher. SNARESET aus Greven bringen den Mittelfinger mit Kusshand zurück ins Jugendzentrum. Mit Songs, die nach Skateboard-Narben klingen, nach langen Nächten mit den besten Freunden und den Hochzeiten des Melodycores kalifornischer Prägung, ohne allerdings dabei die letzten zwanzig Jahre der Punk- und Hardcoregeschichte zu ignorieren. Mit Texten, die gekonnt zwischen der eigenen Befindlichkeit und dem großen politischen Ganzen pendeln und dabei mehr Haltung haben, als so manche Politpunkband. Wenn die Dinge schon beschissen laufen, kann man genauso gut gemeinsam dagegen ansingen. Deshalb heißt es jedes Wochenende wieder raus aus dem Alltag, rauf auf die Bühne und dann mit schiefem Grinsen Musik für Herz und Hirn aus dem Bauch mit Anlauf.

„Lets celebrate, and drink, and die!“ - wenn man in einer westfälischen Kleinstadt wie Reckenfeld aufwächst, und keine Lust auf Schützenfest und Stammtisch hat, muss man sich seine Jugend selber gestalten. Partys, Freundschaften sowie der Hang zum Verrückten - All das fanden Felix, Max, Dave und Michel im Punkrock.  Nachdem man bereits seit 2007 zusammen Erfahrungen in Bands wie Snareset, Under Hoods und Five Slaps Down sammelte, gründet sich HAL JOHNSON im Dezember 2015. Das Ziel war sofort klar: Das verschlafene Nest in der Nähe von Münster so oft wie möglich verlassen, um Shows in ganz Europa zu spielen, mit Songs die auch Stunden nach dem Auftritt noch im garantiert nassgeschwitzten Kopf hängen bleiben. Gefühlvoller Gesang begleitet von cleanen Gitarren trifft auf mitreißende Hooklines, bei denen alle vier Bandmitglieder begleitet von mehrstimmigen Gitarrenwänden ihren Frust von der Seele singen.

 

All Aboard! aus Mönchengladbach spielen hymnischen Punkrock mit rauen Vocals und sehr hohem Hitfaktor. Am besten schnell die Kehlen mit literweise Whiskey befeuchtet und mitgesungen!


28.09. Jan Plewka & Marco Schmedtje

svensindt1plewka_200Jan Plewka ist einer der facettenreichsten deutschen Musiker und Sänger. Mit seiner Band „Selig“ gehört er seit Mitte der 90er Jahre zum Besten und Erfolgreichsten, was die deutschsprachige Musikszene zu bieten hat. Mit BETWEEN the BARS hält er nun Rückschau, gemeinsam mit Marco Schmedtje, seinem Freund und langjährigen musikalischen Weggefährten, der ihn kongenial an der Gitarre begleitet.

 

So lassen sich Plewka und Schmedtje musikalisch quer durch die Jahrzehnte treiben. Sie spielen Lieder von Ton Steine Scherben und Rio Reiser, eigene Stücke aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Zinoba und Simon & Garfunkel – Songs aus ihrer Sound of Silence – Produktion, Lieder von Jan Plewkas Solo-Album und von Schöne Geister, dem ersten Album von Marco Schmedtje.

 

Zwei Stimmen und eine Gitarre - und das Publikum bestimmt, was gespielt wird. Das sind die Zutaten für diesen rein akustischen, sehr feinen und intimen Abend. Plewka und Schmedtje spielen voller Seele und Leidenschaft. Es wird gesungen und getrunken werden an diesem Abend - gelacht, geweint, geflirtet und vielleicht auch geküsst.


22.09. The Deadnotes, anorak & Frozen Acid

the_deadnotes_klein_200Everything will always work out. Always.

Seit Gründung 2011 ist viel passiert. Schritt für Schritt entwickeln sich THE DEADNOTES zu einer der aktivsten, präsentesten und aufregendsten europäischen Bands der aktuellen Stunde. Mit über 300 Shows in weit über 20 Ländern haben die gerade so 20 Jahre alten Jungs wohl mehr Tage auf der Autobahn als in Uni und Schule zusammen verbracht.

Nach einer 2015 veröffentlichten Split 10‘‘ erschien am 7. Oktober 2016 das lang erwartete Debütalbum „I’ll kiss all fears out of your face“ als internationales Co-Release via KROD Records, Laserlife Records, Sugarferry Records, Smithsfoodgroup DIY. Die Platte trifft mit einem perfekten Mix aus Indie, Punk und Emo genau den aktuellen Zeitgeist. Große Hymnen und schlaues Songwriting, gepaart mit einer gehörigen Prise Eigenständigkeit lässt an Bands wie The Front Bottoms, The Smith Street Band oder Muncie Girls erinnern. Shows und Touren mit Selbigen und eine stetig wachsende Fangemeinde bestätigen dies.

Wo keine Wege sind werden diese eben geschaffen. So spielt die Band noch nicht einmal volljährig die ersten UK Shows, schleppt Backline durch überfüllte Züge, steckt mit dem Auto im russischen Niemandsland fest und lässt sich weder von geklauten Pässen, korrupten Grenzbeamten oder 25 Stunden Nachtfahrten aufhalten. Die Band lebt für diesen einen Moment, diese Stunde am Abend dem Publikum den eigenen Frust über Liebe, Alltag, Zukunftsangst und Depression ins Gesicht zu schreien und danach müde aber glücklich gemeinsam am Tresen zu liegen.


21.09. Martin Kelly & JP Hoe

8r4b4460_klein_200Als Teenager in Coatbridge in Schottland entwickelte Martin eine Besessenheit für Led Zeppelin. Das war der Anfang einer Liebesbeziehung zur Musik, die ihn dann irgendwann 2009 nach Deutschland brachte. Dort wurde seine Band, Martin & James, von Universal unter Vertrag genommen, mit denen sie zwei Alben veröffentlichten.

Die Autobahn wurde ein zweites Zuhause für Martin & James, indem sie kreuz und quer durch Deutschland und darüber hinaus tourten und dabei unter anderem Künstler wie Bryan Adams, Taylor Swift, Paul Weller und Amy MacDonald supporteten.

Da das feine Songschreiberhandwerk ein herausragendes Merkmal der beiden Martin & James Alben war, fand Martin sich bald als sehr gefragter Co-Writer wieder und schrieb Songs zusammen mit dem belgischen Superstar Milow und dem DJ/Produzent LCAW. Der LCAW-Song „Painted Sky“, auf dem Martin auch die Lead Vocals beisteuerte, wurde auf Spotify mehr als sechs Millionen mal gestreamed.

Martins Fähigkeiten als Gitarrist machten ihn auch als Musiker gefragt. Und so unterstütze er solche deutschen Bekanntheiten wie Thees Uhlmann und Annett Louisan. Neuerdings widmete er sich auch der Filmmusik und so schrieb er die Musik zum Film „ Amelie rennt“, der auch auf der Berlinale 2017 gezeigt wurde.

Im August kommt nun endlich sein erstes Solo-Album heraus - die „Fine Love“-EP, veröffentlicht über Grand Hotel van Cleef. Die EP ist eine Mischung aus privaten Aufnahmen und Studio- Sessions und entfernt sich dabei vom Major-Label Glanz wieder hin zu einem Sound und einem Ansatz, der an die traditionellsten Alben erinnert, wie die von Neil Young, mit dem er auch aufgewachsen ist.

Zur EP werden im September erste Live-Termine gespielt und ein komplettes Album wird auch folgen. Und so wie immer bei Martin sind natürlich auch noch eine Menge anderer Projekte in der Pipeline.


13.09. Lions Lions & Casually Dressed

lions_lions_200Erst vor kurzem hat die US-Rock Band Lions Lions ihr neues Album „Monument“ veröffentlicht, nun soll das neue Werk auch hierzulande live vorgestellt werden. Dafür kommt der Fünfer aus Boston im Herbst für insgesamt fünf Shows nach Deutschland – präsentiert vom Count Your Bruises Magazine.

 

„A band you need to know“

 

2008 gegründet veröffentlichten Lions Lions im selben Jahr ihre erste EP und im darauf folgenden Jahr das Debütalbum „From What We Believe“. Mit „Monument“ hat die Band im April dieses Jahres ihr neues Album auf den Markt gebracht. Von Alternative Press wurden Lions Lions in die Liste der „100 bands you need to know“ aufgenommen. Ihr Song „Radiator“ wurde außerdem im XboX Spiel „Crazy Taxi“ gefeatured. (count your bruises)

 

Wer Bands wie A Loss For Words, Four Year Strong oder Silverstein mag, wird mit den fünf Jungs aus Boston nichts verkehrt machen!


08.09. The Atrium, Statesmen & Eight Years Without

the_atrium_2_200The Atrium - Großer Sound für große Momente. Einfach und doch komplex. Eine 4-Mann Band aus Duisburg, deren Stil sich am besten als „Hymnischen Pop/ Rock“ beschreiben lässt. Nach einer längeren Pause, in welcher sich die Band die Zeit nahm ihren Erstling zu produzieren, starten Sie erstmals nach 2 Jahren Produktion und Feinschliff in 2015 mit ihrem Live-Debüt. Es folgten über 30 Auftritte sowohl in Clubs als auch auf den angesagten Festival quer durch Deutschland. Dazu zählten unter anderem Bochum Total, das Traumzeitfestival und Essen Original, auf welchen Sie tausende von Zuhörer in ihren Bann zogen. Bereits aus ihrer musikalischen Vorgeschichte waren sie trainiert, ein riesiges Publikum mitzureißen, was Sie bereits vor Jahren als Support für Silbermond und Gary Moore bewiesen haben. Nach dem Release des "Electified EP" (2015) und zwei Musikvideo-Premieren erscheint Ende Februar 2016 The Atrium's Debüt-Longplayer - das 10-Track Album "Up North". Mit einer steilen Vorlage aus 2015 werden die Ziele nun erneut noch höher gesteckt. The Atrium will auf noch mehr Bühnen, noch mehr Menschen begeistern. Ihre Live Shows verwandeln Sie für das Publikum zu einem unvergesslichen Erlebnis, was Ihnen garantiert, dass jeder noch ein zweites oder drittes Mal ihre Show besucht.


06.09. Die Selektion & Performance

3ds2017_291„Nach sechs Jahren hat Die Selektion Ende Mai ihr zweites Album "Deine Stimme Ist Der Ursprung Jeglicher Gewalt" veröffentlicht. Darauf präsentiert die Band aus Stuttgart und Luzern heftige EBM-Sounds und eindringliche Melodien.

 

Messerscharfe synthetische Rhythmen peitschen aus den Lautsprechern, tiefe Bässe bahnen sich ihren Weg durch Mark und Bein. Trompeten-Klänge und ebenso militärisch wie gefühlvoll vorgetragenen Vocals von Luca Gillian komplettieren die düstere Stimmung in der Musik von Die Selektion. Mit ihrem 2011 veröffentlichten Debütalbum zitiert die Gruppe aus Stuttgart und Luzern den New Wave der 80er Jahre und präsentiert in der Tradition von Künstlern wie DAF oder Chris & Cosey heftige EBM-Sounds („Electronic Body Music“), die durch das Trompetenspiel von Hannes Rief ein ganz eigenes Markenzeichen besitzen.

 

Der Erfolg für Die Selektion lässt nach Erscheinen ihres Debüts nicht lange auf sich warten: Kurz vor dem Abitur hat die Band bereits mehr als 100 Konzerte in 14 verschiedenen Ländern gespielt – die meisten davon trotz deutschsprachiger Texte im Ausland. Nachdem Gründungsmitglied Max Rieger (Die Nerven, All Diese Gewalt) Die Selektion im Jahr 2012 auf Grund seiner vielen anderen Projekte verlässt, stößt der Schweizer Musiker Samuel Savenberg hinzu. Rieger ist bis dahin maßgeblich für die Produktion verantwortlich, ein Part, der nun von Savenberg übernommen wird.

 

Das neue Album von Die Selektion trägt den Titel „Deine Stimme Ist Der Ursprung Jeglicher Gewalt“ und ist am 30. Mai 2017 bei [aufnahme + wiedergabe] erschienen. Neben einem großartigen Feature mit Drangsal präsentiert Die Selektion auf ihrem Album schlagkräftige Songs wie „Kalter Atem“ oder „Dein Herz Wiegt Tausend Scherben“, welche mit einem charakteristischen Sound einmal mehr die Bedeutung des Trios für Musik aus dem deutschsprachigen Untergrund unterstreichen.“ (DIFFUS)


31.08. Turbostaat & Lygo

turbostaat01_andreashornoff_klein_200Zwei Jahre nach dem letzten Album „Stadt der Angst“ und 16 Jahre nach der Gründung von Turbostaat ist am 29.01.2016 mit „Abalonia“ das sechste Album der Husumer Band erschienen. Wie alle großen Pläne begann auch diese Platte mit einer losen Ahnung. Es war ungefähr im Januar 2014, als die gesellschaftliche und politische Entwicklung in der Bundesrepublik dem Turbostaat-Gitarristen und Songschreiber Marten Ebsen noch ein bisschen mehr Sorgen bereitete als in den Jahren zuvor. Pegida gab es noch nicht, aber auf dem Mittelmeer kenterten die Boote und auch sonst deutete vieles auf die aktuelle Lage in diesem Land hin. Jedenfalls beschäftigten Ebsen eine Vielzahl scheinbar singulärer Ereignisse, die sich schließlich zu einem Strang verdichteten. Marten sprach also mit seinen Turbostaat-Kollegen Jan (Gesang), Rollo Santos (Gitarre), Tobert (Bass) sowie Peter (Schlagzeug), und gemeinsam entwickelten sie das Bedürfnis, den zunehmenden Fremdenhass, sonstige gesellschaftliche Fehlentwicklungen und die Verwerfungen des Kapitalismus als Gesamtbild zu beschreiben. So entstand die Idee für die fiktive Geschichte von der Frau Semona, die ihr gewohntes Umfeld hinter sich lässt und sich auf die Suche nach Abalonia begibt. Ein imaginärer Schicksalsort irgendwo zwischen „Game Of Thrones“ und Homers „Odyssee“ und Kerouacs „On The Road“. Turbostaat entwerfen mit „Abalonia“ also eine Art tief im Husumer Watt verwurzeltes, düster lackiertes Punkrock-„Born To Run“. Nun haben die fünf natürlich bereits in der Vergangenheit das klassische Punk Genre gesprengt. Laufzeiten über fünf Minuten sind bei ihnen keine Seltenheit. Die Konsequenz aber, mit der auf „Abalonia“ Erzählung und Musik zusammenfinden, ist für die Band eine Premiere. Aufgenommen wurde „Abalonia“ schließlich nach anderthalbjähriger Vorbereitung in nur fünf Tagen an historischer Stelle: Der Turbostaat-Stammproduzent Moses Schneider buchte das Berliner Hansa Studio, wo Pult-Legende Peter Schmidt mischte, der Geist von David Bowie mitschwang und auch schon Depeche Mode ihre Musik aufnahmen.


25.08. Sun Glitters

sunglitters_hi_res_press1_204Victor Ferreira, besser bekannt als SUN GLITTERS kommt mit seinem neuen Album „It Will Be Forever“ um die Ecke. Er hat sich, innerhalb der Electro-Szene schnell einen Namen gemacht. In nur zwei Jahren schaffte er es bedeutende Festivals und Clubs zu spielen und wurde unter anderem von Dazed & Confused, BBC, Resident Advisor, Earmilk, XLR8R, Pitchfork, The Guardian gefeatured.


16.08. Golden Dawn Arkestra

arkgroupfinal01_klein_200Niemand weiß genau, woher das Golden Dawn Arkestra eigentlich kommt. Manche sagen, sie kämen von einem kleinen Planeten der Cygnus-Konstellation Lichtjahre entfernt von unserer Galaxie. Wie sie es geschafft haben zu uns auf die Erde zu kommen, steht ebenfalls in den Sternen. Offensichtlich ist, dass es ihnen auf ihrem Heimatplaneten einfach zu langweilig wurde, denn auch dort hat monotone Musik einen großen Teil des Musikmarktes erobert und so machte sich die verschworene Truppe mit ihren Hörnern, Percussions, dem Vibraphon, Bassclarinetten, Posaunen, Trompeten und Saxophonen auf die Reise nach neuen Horizonten. Begleitet von Tänzern des intergalaktischen Königreich Yores waren sie schon auf vielen Planeten und kommen nun zu uns auf Mutter Erde.


11.08. Olga´s Rock Aftershowparty mit: Die Bullen

diebullenpromocchristian_bendel_200Die Bullen sind zum Dienst angetreten um alle unsympathischen Facetten der Polizei deutlich aufzuzeigen. Sie sind angetreten um den jungen und zurückgebliebenen Leuten von heute mit ehrlicher Werbung zu zeigen wie cool die Polizei halt drauf ist. Werbung für anonyme Machtausübung, eine spießige Verbeamtung und Kompensation für charakterliche Mängel. Und womit? Mit der angesagtesten Musik, die das ZDF sich vorstellen kann. Deutschpunk! HipHop! Electro!(?)Atzen-Partyrock! Wie cool ist das denn? Einfach bad ass! Einfach zum mitlaufen. Yolo!


Die Beamten, die sich, in geradezu märtyrerhafter Weise dieser Aufgabe angenommen haben sind früher bei Sondereinheiten wie z.B. Suburban Scumbag’s, Power, Nutcase, Tackleberry, Sushi Boy, And then they run oder Affenmesserkampf aktiv gewesen bzw. immer noch aktiv. Sogenannte „Punk“ Bands, die den Beamten die Szene-Credibility einbrachte die sie nun hervorragend für rechtstaatliche Zwecke nutzen können! (Wie z.B. der Meinungsfreiheit und der Freiheit der Kunst)


2014 kam die Debutscheibe auf Gunner Records heraus. Nicht nur des Namens wegen, sondern auch wegen der renommierten Qualität. Ein Label mit hohem gesellschaftlichen Ansehen und einem 1A-Führungszeugnis. Im Vorfeld streamt die Band/Truppe bereits einige Songs auf ihrer Bandcamp-Seite. Darunter natürlich ihre Hymne „die Bullen komm‘“(Eine Heldensaga), „Outlaw-In-law“(ROCK(!!!) für Fans, die sich mit so ’nem Quatsch wie Motoren und PS auskennen) und der einminütige Punk-Räumpanzer „Nur die Coolsten...“(...gehen zur BFE). Diese und die restlichen Lieder der 13-Tracks umfassenden Platte werden höchstwahrscheinlich der Soundtrack derjenigen ironieunbegabten Polizisten, die sich selbst gern mit Hooligans verwechseln. Und hoffentlich für all diejenigen, denen das Lachen über die Polizei noch nicht ganz im Halse stecken geblieben ist. Auch wenn es nur noch das Lachen über die eigene Fassungslosigkeit ist.


04.08. CHIXDIGGIT + NIMRODS + EL FISCH + ELVIS PRESLEY HOUND DOGS

19665135_1505599592794547_8088919850770518724_n_200Nach 2014 kommen die Kanadier von Chixdiggit in diesem Jahr wieder zurück ins Druckluft! Auf Ihrem im letzten Jahr erschienenen Fat Wreck Chords-Release „2012“ ist Oberhausen, bzw. mit „Nimrodland“ das Hauptquartier der Nimrods, nun auch musikalisch für die Ewigkeit dokumentiert. Der super catchige Pop-Punk Sound ist unverkennbar. Hinzu kommt die einzigartige Ausstrahlung von Sänger KJ, der mit dem Publikum spielt und die Gäste regelmäßig in seinen Bann zieht. Neben Berlin und Hamburg, ist der Auftritt einer von nur 3 Deutschland Konzerten im Rahmen Ihrer Tour. Eins ist sicher, die Jungs aus Calgary werden auch bei dieser Show wieder dafür sorgen, dass das Tanzbein im Publikum geschwungen wird.

Bekannt ist „Fisch“ den meisten sicherlich eher als Frontmann und Sänger der Lokalmatadore. Seit vielen Jahr ist er aber auch solo unterwegs und gibt als „El Fisch“ auf seiner Gitarre einen bunten Mix aus eigen interpretierten Elvis Songs, Punk, Rock’n’Roll zum Besten. Wer ihn bisher noch nicht Live gesehen hat, sollte sich dieses Spektakel unbedingt ansehen.

Zu den Nimrods muss man wohl nicht mehr viel sagen. In diesem Jahr stehen sie seit nunmehr schon 20 Jahren auf der Bühne und die Band ist Ihrem Stil über den kompletten Zeitraum treu geblieben. Weiterhin steht das „Nimrod Law“ über allem und es werden nur drei Akkorde genutzt. Bedingt durch diese Tatsache ist auch der „1-String Bass“ von Supergiant Leader Nimrod mittlerweile legendär und dies allein ist schon einen Konzert-Besuch wert. Lederjacken, Sonnenbrillen, Wunderkerzen, los geht’s: „1-2-3-4…. „

Im Gegensatz zu den anderen Bands sind die Elvis Presley Hound Dogs an diesem Abend noch ein ziemlicher Newcomer. Auch wenn einige Bandmitglieder schon mit anderen Bands live auf der Bühne standen, gab es die Band bisher noch nicht oft live zu sehen. Geboten wird schneller, poppiger Skatepunk von den Oberhausenern.


28.07. Kiwi Elektro Quartett

kiwi_elektro_quartett_1_200Das Kiwi Elektro Quartett ist ein Trio der obersten Güteklasse. Nahezu perfekt in Mathe und Optik. Wirklich toll! Und dabei immer freundlich, die Jungs. Schizophrenie und Größenwahnsinn gehören hier noch zum guten Ton. Dabei sind die zwei bis sechs Musiker auf dem Teppich geblieben. Bescheidenheit ist ihnen genauso wichtig wie gute Ernährung und Internet. Hipper Sound – kein Medium Swing. Skrupellos, intelligent, aufmerksam.


28.07. Egotronic & Alles.Scheisze

egotronic_bochinski_20173_klein_200Egotronic veröffentlichen ihr achtes Studioalbum und gehen damit auf „Keine Argumente!“ Tour. Knapp 10 Jahre nach Release des von Hedonismus durchdrungenen Longplayers „Lustprinzip“ wird den Fans heute -die Verschärfung der politischen Lage reflektierend- statt eines fröhlich anmutenden „Raven gegen Deutschland“, ein von Zorn getragenes „Deutschland, Arschloch, Fick Dich“ entgegen gebrüllt. Robuster Punk mit Drums, Bass, Synths und Gitarre, fernab von prolliger Attitüde, angereichert mit elektronischen LoFi-Sounds wie in alten Tagen. Dennoch klingt das Ganze amtlich und nicht nach Proberaum. Ein Egotronic-Konzert strotzt vor unversöhnlichen Wutreden und bissigen, zynischen Bestandsaufnahmen. Egotronic 2017 - eine rasante Live-Show - mit lautem Knall und zornig wie nie zuvor.


19.07. Kevin Devine & Jonah Matranga

kevin_devine_200Kevin Devine ist ein meisterhafter Geschichtenerzähler und durchtränkte „Instigator“ - von dem beißenden Power-Pop Hits „Both Ways“ und „No Why“, bis hin zu dem kantigen und Nirvana-esquen „Guard You Gates“ und dem wunderschönen gezupften “No One Says You Have To” - immer wieder mit verschachtelten Details und meist unbequemen Wahrheiten. Die Bedeutungen sind persönlich, doch die Thematiken universell. Eine Fähigkeit, die nicht viele besitzen und sowohl seine Alben als auch seine Konzerte zu einem charmanten und besonderen Erlebnis machen: denn selbst wenn Devine über die Welt im Ganzen schreibt, hält er sich zunächst immer einen Spiegel vor das eigene Gesicht.

Diese Sensibilität findet man in Songs wie „Freddie Gray Blues“, einem Portrait der grauenvollen Ereignissen um den Tod von Freddie Gray, der 2015 durch brutalste Polizeigewalt in Baltimore ums Leben gekommen ist. Über eindringlichen, Akustikgitarren-Blues zollt Devine dem ums Leben gekommenen Freddie Gray Tribut, bevor er kurz darauf tief in seine eigene Vergangenheit eintaucht, um sein Privileg und seine gesellschaftliche Stellung als Sohn, Enkelkind und Neffe eines NYPD Officers mit den Ereignissen in Einklang zu bringen. „Ich glaube nicht, dass eine Person in meiner Position so einen Song glaubwürdig vortragen kann, ohne zu erklären, wieso dieses Thema einen selbst betrifft,“ erzählt Devine.

Man findet sie auch in der aktuellen Single "No History“: eine Serie aus persönlichen Eindrücken, die sich auf die Anschläge des 11. Septembers 2001 zentrieren. Der Song wird noch bedeutsamer, wenn man ihn auf die anstehende Wahl des Präsident oder das aktuelle, globale Klima bezieht - eine Warnung an uns alle, dass ein einzelner Moment in unserem Leben verheerende Auswirkungen haben kann.

Devines Vergangenheit trifft im Karriere-definierenden “I Was Alive Back Then” auf sein heutiges Ich – eine wunderschöne Dualität, die seine Kunst in den Mittelpunkt rückt: im Leben ist nicht alles immer nur Gefahr und Perfektion. Ein Land wird von Krieg und sozialer Ungerechtigkeit auseinander genommen, doch daneben steht die Freude daran, sein eigenes Kind das erste Mal in den Armen zu halten. Die Extreme sind wahrscheinlich einfacher zu definieren, doch das eigentliche Leben spielt sich dazwischen ab, genau in der Mitte.

„So schreibe ich meine Alben,“ erzählt Kevin Devine. „Man will immer über den Real Shit schreiben. Ich versuche zu vermitteln, was es heißt ich zu sein - obwohl ich das selbst nicht immer weiß - und anderen Leuten dabei zu helfen, was es heißt, sie selbst zu sein.“


21.06. Friends Of Gas & Leonid Hell +++fällt leider aus!+++

fog_susannebeck_web_klein_200Friends Of Gas aus München bewegen sich mit monotonen, noisigen Gitarrenläufen und fragmentarischem Text zwischen fester Struktur und Improvisation, zwischen Post-Punk, Noise und den kalten 80ern. Sie wissen um die Materialität von Klang, eröffnen uns Musik als physisch erfahrbaren Raum, entfachen darin eine sonische Wucht. Aus jeder Pore der Band sprießt eine körperliche Bedingungslosigkeit, die von manchen als bedrohlich empfunden werden könnte. Eine Verletzbarkeit, die manchen Angst machen dürfte. Eine Risikobereitschaft, die manche gar nicht kennen. Diese Band ist Gewalt und Schönheit in Ekstase. Das Zentralmassiv: Die pointierten Lyrics und die gewaltige Stimme von Nina Walser!


09.06. Garrett Klahn (of Texas Is The Reason)

garrett_klahn_klein_200Mit seiner Neunziger Emo/Indie Band Texas Is The Reason hat Garrett Klahn eine ganze Generation an Musikern und Musikbegeisterten beeinflusst, das großartige "Do You Know Who You Are" aus dem Jahr 1996 ist ein Meilenstein und die Band gehört neben American Football, Mineral oder The Get Up Kids noch immer zu den Großen des Neunziger Emo. Nun ist Garrett wieder solo unterwegs und wird nur mit einer Akustikgitarre und seiner Stimme eigene und neue Songs, sowie einige Texas Is The Reason Songs zum Besten geben.


03.06. Betrayers Of Babylon & The Chimprellas

betrayers_of_babylon__bandfoto_200Mit purer Energie, unglaublicher Spielfreude, Optimismus und einer Schippe Ironie zaubern die Betrayers of Babylon den Sonnenschein herbei. Ob über Dinge, denen wohl noch nie ein Lied gewidmet wurde, über Alltägliches, Absurdes und fast schon Philosophisches – die Texte haben immer eine Message, die sich nicht nur auf „Peace & Love“ beschränkt. Reggae mit einer Extraportion Power: tanzbar, sympathisch und lebhaft – die Betrayers of Babylon liefern den Soundtrack gegen die Melancholie hierzulande!

 

Die Chimprellas Utan Pans aus dem Ruhrgebiet setzen sich seit nun bereits zehn Jahren passiv für den Schutz aller Simiae (affenartigen Lebensformen) ein. Auf musikalische Weise lenkt die Acht-Mensch-Kapelle dabei die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf tragische Fälle, wie die Tötung des Orang-Utans Nieas in Duisburg im August 2015. Leichthändig und brachial, zart wie die Innenseite einer Bananenschale und rot wie der Arsch eines Pavians im Frühling spielt sich die Kapelle durch verschiedenste abgedroschene Genres. Sie macht dabei vor Sprüngen von Reggae zu Metal, von Hip-Hop zu Punk und weiter zur nächsten Liane nicht halt.


01.06. The Burning Hell

257711_191255640924661_515994_o_klein_200The Burning Hell ist das Alter Ego des kanadischen Songwriters Mathias Kom. Um ihn herum scharte sich seit 2007 eine zunächst lose, handverlesene Gruppe von Musikern, mittlerweile, seit ihrem 2013er Album „People“ (BB*ISLAND/Cargo) hat sich daraus eine feste Band geformt.

Kom sprechsingt (oder ist das schon Rap?) in schönstem Bariton, und gibt damit klar den Rhythmus der Songs vor. Musikalisch ist das eine Art Folk-Pop-Indie-Rock, in klassischer Rockbesetzung, inklusive Leadgitarrist. Ein charakteristisches Extra beim Sound von The Burning Hell ist Ariel Sharratt’s Klarinette.

Das INTRO Magazin hat es mal als „Rumpel-Indie-Stadionrock und Schokokuss- Armageddon“ beschrieben, und meint weiter: „Früher nannte das die Regierung Schröder noch Antifolk. In jedem Fall hat man es hier mit einer fantasievollen Haus-Party zu tun, die vom Geist der beteiligten Künstler (..) sehr gut lebt.“ Die Texte, wundersam-poetisch und humorig, sind voll scharfsinniger Beobachtungen, „a lesson in wit and nuance“ urteilt das englische UNCUT Magazin. Und die Kollegen von Q nennen Kom einen People’s Poet, mit einer Weltsicht, die uns wissen lässt, dass gelegentlich auch die Guten gewinnen. Ein charakteristisches Extra gibt’s auch bei den Texten: immer wieder auftauchende Pop(star)referenzen – ob diesmal Jean Beaudrillard mit Public Enemy rappt, Elvis Presley Hand in Hand mit Michael Jackson im Moonwalk-Modus dem Ende zustrebt, oder ein nahezu vergessenes one-hit-wonder wie Men Without Hats als Katalysator jugendlicher Pop-Initiation herhält.

War ihr letztes Bandalbum „People“ noch verschiedenen Typen gewidmet, vom „Industrialist“ über den „Travel Writer“ bis zum „Amateur Rapper“, steht auf „Public Library“ jeder der wortreichen Songs für eine Literatursparte. Ordnung muss sein. Die Songs als Shortstories auszugeben bringt Kom’s ausnehmende Qualität als wortgewandten Geschichtenerzähler mal wirklich auf den Punkt. Da gibt’s einen Krimi, eine Musikerbiographie. Eine Liebesroman darf nicht fehlen, aber auch Science Fiction nicht...


24.05. Keele support: Käptn Panda

keele3_200Keele – wer ist das? Hamburger Postpunk: Ernsthaftigkeit ohne Krampf, Fragen ohne Besserwisserei, Haltung ohne Moralin.

Das Dorf hat, wie es scheint, oft wundersam inspirierende Wirkung auf die Kreativität Heranwachsender, wie uns nicht nur Rocko Schamoni seit Jahren glaubhaft versichert. In einer norddeutschen flachen Pampa nicht allzu weit von Hamburg entfernt verbrachten Fabian, Patrick, Frederik, Alexander und Malte – oder wie sich untereinander liebevoll nennen: Fabi, Paddy, Fredi, A(a)li und Malte (nicht Malti!) – als Freunde ihre Kindheit und Jugend. Erst auf dem Bolzplatz, später zwischen Bolzplatz, Cola-Korn und ihrem ersten Proberaum, war letzterer doch die einzige Alternative zur Scheunendisko.

 

Musik machen die fünf Freunde schon seit einigen Jahren. Anfang 2016 wird aus dem Quintett vorübergehend ein Quartett: als Alex nach Kanada geht und seinen Freunden Fotos von seiner ersten Station in Toronto, der Keele Street, schickt, gibt er der Band ganz ungeplant ihren Namen. Noch 2016 nehmen Keele ihr erstes Studio-Album auf, „Gut und dir“, das am 28. April 2017 auf Rookie Records erscheint. Ein ganz bemerkenswertes, ausgereiftes Debüt, hört man doch, dass die fünf nicht erst seit gestern zusammen Musik machen.

 

Musikalisch geprägt als myspace-Generation vom Sound der US-Hardcore/Punk/Emo-Szene, entdecken Keele später ihr Faible für deutsche Bands wie Tomte, Kettcar, Escapado, Captain Planet, Muff Potter oder Herrenmagazin, die sie bis heute inspirieren. Irgendwo zwischen Alternative und Punk arbeiten Keele an ihren Songs, wenn sie sich fürs Wochenende irgendwo auf dem Land vergraben. Noch nie entstand ein Titel in einem klassischen Proberaum-Jam. Irgendwie Denker. Tüftler. Köpfe. Landeier. Darauf einen Cola-Korn.


22.05. Das Baby ist optional

das_baby_ist_optional_200_01Das Baby ist optional - Das ist die neue regelmäßige Lesebühne im Druckluft. Hier präsentieren alle zwei Monate vier der berühmtesten Poetry Slammer_innen ihre neuesten Texte und anders Fabriziertes.

Die Stammbesetzung besteht dabei aus den beiden NRW-Meister_innen Jason Bartsch und Henrike Klehr, sowie dem steirischen Meister Yannick Steinkellner und dem Heinrich-Heine-Literaturpreisträger Johannes Floehr. Im Mai haben sie sich als Stargast Marvin Suckut eingeladen. Und das feministische Statement gilt: Das Baby ist optional.


19.05. The Red Paintings

it_is_as_it_was_promo_pic_200Was bekäme man, wenn man Patrick Wolf, 30 Seconds To Mars, Nine Inch Nails und Bonaparte in einen Proberaum stecken würde? Ganz einfach, eine der im Moment interessantesten Bands, THE RED PAINTINGS und ihre Musik nennen sie Orchestral Art Rock. The Red Paintings sind keine Band, sie sind ein Gesamtkunstwerk. In den letzten Jahren tourten sie ausgiebig mit ihrem 2013er Debut „The Revolution Is Never Coming“ um den Globus. Dabei spielten sie auch massig Supportshows, bei denen sie die Hauptband regelrecht gegen die Wand spielten. Im März 2016 hatte das Warten auf neue Songs ein Ende. The Red Paintings veröffentlichten den Nachfolger zu ihrem gefeierten Debut.


16.05. Krawehl & außer ich

krawehl_band1_klein_200Nach 6 Jahren ohne Release veröffentlichen Krawehl ihr Debütalbum am 05.05.2017 bei Lala-Schallplatten und Crystalmeth & Heartattack. Auf dem s/t Album liefern die vier Ostwestfalen Melodien mit Kante. Mal laut und energisch, mal zurückhaltend um Luft zu holen. Mit Hochdruck werden hier Hoffnung, Verzweiflung und vertontes Zähneknirschen in 11 Liedern verpackt.


Krawehl fanden sich Ende 2009 zusammen. Nach der ersten EP im Frühjahr 2010, einer Split 7“ im Jahr 2011 und einigen Konzerten/Touren, folgte eine eher ruhige Zeit. Der Alltag hatte das damalige Trio eingeholt und wenig Raum für häufige Konzerte sowie neue Releases gelassen. Aber wer braucht schon Alltag? Mittlerweile zum Quartett gewachsen, haben sich Krawehl entschlossen dem Ganzen wieder mehr Zeit einzuräumen und 2016 ihr Debütalbum aufgenommen. 2017 wird also ein spannendes Jahr für die Vier: Das neue Release und der Wille zu gepackten Koffern sind da beste Voraussetzungen.


11.05. The Guilt

theguilt_001_216THE GUILT haben ihre eigene musikalische Kategorie erfunden: Lazerpunk! Extrem treibende Beats, schneidende Gitarrensounds und Sängerin Emma, die eine Sportakrobatik auf der Bühne präsentiert, so dass man schon beim zuschauen Muskelkater bekommt. Tanzbare Songs der härteren Sorte mit aggressiven, digitalen Beats und mitreißender Bühnenperformance.

Emma (vocals) und Tobias (guitars & beats), gründeten das Duo THE GUILT im Dezember 2012 in Helsingborg/Schweden, mit der Absicht, sehr laute, einfache Musik zu spielen – Überall und zu jeder Zeit! Seit dem reisten The Guilt durch Europa und spielten in staubigen Hütten, großen und kleinen Clubs, bei Kunstausstellungen und Festivals...

 

Digitales Schlagzeug, eine Show die nicht selten zu blutigen Knie führt, fetter Gitarrensound, ein furchtbarer Sinn für Humor und ein Publikum das mitgerissen wird, machen THE GUILT zu einer Besonderheit zwischen all den Bands, die oftmals fehlende Power mit Wänden aus Gitarrenverstärkern und riesigem Schlagzeug ausgleichen wollen. Zu dem füllen The Guilt die Bühne durchgehend mit waghalsiger Action. Ein Song wie „Dance to the Revolution“ ist durchaus als klares Statement zu verstehen: Es reicht nicht nur laute Musik zu spielen: Arme hochreißen, schreien und tanzen sind ein Muss! Nennen wir es Aerobic-Lazerpunk.


09.05. Jan Off

janoff_11gr_klein_200Jan Offs Kurzgeschichten und Romane sind weder für Kinder noch für Erwachsene geeignet. Seine Erzählungen handeln von in Eckkneipen sitzenden Menschen, die den Anforderungen des Alltags bereits entsagt haben, von Punkrock und Halbleichen. Jan Off gehört zu den Urgesteinen der Underground-Literaturszene dieser Republik und ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, 2001 wurde er sogar Deutscher Poetry-Slam Meister bevor er besagter Szene den Rücken kehrte. In seinem Programm gibt er den ungeschminkten Alltagswahnsinn zum Besten, gepaart mit liebevollem Spott und Ironie.

Das Fachpublikum und andere Strauchdiebe sind sich sicher: Jan Off ist der Quentin Tarantino zeitgenössischer Pulp-Literatur. Die Storylines seiner preisgekrönten Kurzgeschichten und Romane, die Genre-Großmeister wie Charles Bukowski, Jörg Fauser oder Norman Mailer zu Epigonen degradieren (Angabe ohne Gewähr), sind dabei ähnlich bunt wie die traditionell farbbeutelverzierte Fassade des SPD-Parteibüros in St. Pauli. Wortgewaltig und mit erzählerischer Finesse erweckt Jan Off Charaktere abseitiger Milieus zum Leben, deren Meldeadresse die Gosse ist: In seinen Geschichten stehen Trinkhallenphilosophen, psychotische Punks, straßenschlachterprobte Jungautonome und klebstoffschnüffelnde Kleinkriminelle ähnlich selbstverständlich im Mittelpunkt wie der Zahnarztsohn aus Blankenese beim Kreisschubsen auf Billstedter Schulhöfen.

DIE HELLIGKEIT DER LETZTEN TAGE (Roman)

Was, wenn sich herumspricht, dass der Menschheit nur noch ein paar Tage auf dem Planeten Erde verbleiben? Gute Gefühle sind urplötzlich Mangelware. Stattdessen bestimmen Gesetzlosigkeit und Gewalt das Dasein. Und natürlich die Suche nach dem letzten großen Kick oder zumindest nach etwas, das das Warten aufs Jüngste Gericht erträglich gestalten könnte. Und so stellt sich, während religiöse Eiferer, krankhafte Ordnungsfanatiker und andere Irre mehr denn je danach trachten, dir dein Seelenheil zu rauben, vor allem eine Frage: Welches Rauschmittel kostet wie viel und womit willst du bezahlen, wenn Geld keine Bedeutung mehr besitzt?

»Jan Off, hat mal jemand geschrieben, sei der ›Bulldozer der deutschen Underground-Literatur‹ – das hat natürlich gestimmt und das ist auch immer noch wahr. Wortmächtig wälzt er sich durch seine Geschichten, die meist das Leben schrieb.« (Junge Welt)

»Die Stärke dieser Literatur liegt in der genauen, überspitzen Milieustudie, die nicht von außen gemacht wird, sondern mitten aus dem verkaterten Sud herausgerotzt wird.« (Visions)

»Jan Off ist ein Wort-Rowdy: weniger empfindlicher Popliterat und Feingeist als der Rabauke, dessen Verbalschläge kurz und hart und mit voller Wucht kommen.« (Intro)


06.05. Gartencaféeröffnung

schrottgrenze_klein_200Tanz in den Mai kann jeder…die Druckluft Gartencaféeröffnung gibt es dieses Jahr am 06.05.! Wie immer ist der Eintritt frei und ihr könnt euch auf Schrottgrenze und ihr neues Album „Glitzer Auf Beton“ freuen. Nach dem Konzert könnt ihr gleich einfach, bei Indiepop, -rock & -tronic von DJ Thorrissey, weitertanzen.

Das Motto des Abends gibt auch gleich die Band Schrottgrenze vor:

 

Wir fallen runter
Wie Glitzer Auf Beton
Und malen die Stadt so bunt
Wie wir eben sind

 

LIEB DOCH EINFACH WEN DU WILLST

 

Schrottgrenze haben schon immer ihre eigenen Geschichten erzählt. Über Menschen und Gefühle und Hamburg, über 15 Jahre und sieben Alben, in den melancholischsten Ohrwürmern und den poppigsten Hymnen des Indierock. Nach ein paar Jahren Pause sammelten 2015 zwei Compilations die größten und die rarsten davon. Und jetzt erzählen sie mit Glitzer auf Beton ganz neue, die mindestens so lächelleicht ins Ohr gehen wie die alten und Köpfe, Finger und Zehenspitzen noch ein bisschen schwungvoller wippen lassen. Zwölf neue Stücke Gitarrenpop voller ungeduldiger Rhythmen und Umarmungsmelodien, wilder Stürme und jeder Menge Sonne, wie man sie von Schrottgrenze kennt und lieb hat. Nur dass es jetzt noch mehr glitzert als früher.


04.05. Vimes, Bergfilm & Lia Lia

vimes_presspicture4_credit_frederikewetzels_200Nach den ersten Vorschusslorbeeren war es für die Kölner Band VIMES kein leichtes Unterfangen, das Level und die Erwartungen der ersten Releases und internationalen Auftritte beim Eurosonic, Great Escape oder SXSW aufrechtzuerhalten. Doch Azhar Syed und Julian Stetter schlossen sich einfach mit Produzent Jochen Naaf im Studio ein und blendeten alles um sie herum aus. Nach Monaten der Tüftelei erschien Anfang 2016 schließlich ihr Debütalbum „Nights In Limbo“. Und siehe da: Es funktioniert! VIMES haben ein Werk geschaffen, welches eingängig und gleichzeitig experimentell ist, ohne den Hörer fragend im Raum stehen zu lassen. Die perfekte Grundlage für weitere große Schritte in Richtung Zukunft. Nach der großen Tour Anfang 2016 folgt nun die Fortsetzung zum Reprise Release.

 

Seit 2013 spielen Bergfilm aus Köln ihre eigene Version des Elektro-Pop – und mit ihrem Debütalbum Constants (Haldern Pop Recordings) verschaffen Sie uns Einblick in Ihre ton gewordene Musik. Die Band verzichtet bewusst auf Samples und Loops und schafft mit dynamischem Schlagzeug, knarzenden Bässen, 80er-inspirierten Synthie-Flächen, Stakkato-Gitarrenmelodien und einer über allem schwebenden, eingängigen Stimme tanzbare, melancholische Songs. Mitsamt Produzent Elias Foerster (Still Parade, Sea Moya) haben sie ein sehr persönliches Album über freudige erste Begegnungen, zermürbende Konflikte und schmerzhafte Beziehungsenden auf alten Bandmaschinen aufgenommen, und eine organische, abwechslungsreiche Atmosphäre geschaffen, die in dunklen Farben strahlt.


25.04. Repetitor

repetitor___ph_d.rajic__9_200Repetitor sind die Garagenrock/Postpunk-Überflieger aus Belgrad. Und Repetitor ist der beste Beweis dafür, wie sich die hochenergetische Musikkultur des Balkans mit den Säulenheiligen westlichen Alt-Rocks (Mudhoney, Fugazi, Sonic Youth, Pixies, early Nirvana, Black Sabbath und Suicide) vereinen lässt: mit zwei Alben und drei Europa-Touren seit 2008 hat sich das Power-Trio als eine der wildesten und energetischsten Bands des Balkans etabliert. John Robb sagte (auf Louder than War), Repetitor seien eine der besten Live-Bands, die er in der letzten Zeit gesehen hat - und wer sich an den bass-heavy Wall-of-Sound seiner Band The Membranes erinnert, wird verstehen, welche Furchen Repetitor dazu geschlagen haben müssen...


21.04. Ratttengold & Lügen

ratttengold_200Also, Ratttengold? Ratttengold sind ziemlich genau genommen Oma Hans, Angeschissen, Dackelblut, Kommando Sonne-Nmlich und Blumen am Arsch der Hölle. Also, die Rachut Bands...Also, allen voran Jens Rachut und Andreas Ness die o.g. Bands gegründet und jeweils kurz vorm Gipfel des Massentauglichen wieder aufgelöst haben. Eingepackt hat man sich dann noch Armin Nagel der u.a., bei Oma Hans trommelte und Wieland Krämer, den Dackelblut Bassisten.

 

Punk (was für ein Wort!?) ohne Deutschtümelei, ohne stumpfes Losgebretter. Ein „leichter“ Wipers-Einfluß an der Gitarre. Wer will, der hört Leatherface oder die Hot Snakes heraus - mit denen man scheinbar verschwägert sind. Die Texte machen mindestens 180 von den 220 Volt aus, die benötigt werden um all die anderen Platten der sog. Rachut Bands abspielen zu können. Weil: Jens Rachut schreibt die Texte! Und das vielleicht obskur – letztendlich aber ziemlich auf den Punkt gebracht (egal auf welchen), ohne den Chefkoch raushängen zu lassen. Ungläubiges Kopfschütteln wird schnell erstarren um erst mal trocken zu schlucken. Und zack, da hat es einen kalt erwischt. Da haut Dir wieder einiges um die Ohren: Nicht nur lustiges sondern auch bitteres, böses, zweifelndes. Illusionen kommen da erst gar nicht in Sicht. Und wenn doch, dann aber richtig!


(Namen von Bands die versuchen diesen Stil zu kopieren, nennen wir hier nicht. Ihr kennt sie alle, sie sind bekannt...)

 

Die Ratttengold Geschichte geht dann aber so:


Die Ausgräber

Ausgraben sollte mehr als ein Hobby sein. Man ist viel in Übungsräumen und es befriedigt die Neugier - dieses lebenswichtige Grundgefühl damit die eigene Matsche nicht taubstumm oder sogar bewegungsunfähig macht.

Vorne sieht man mehr und im Rückspiegel lauern Gefahren die einen nur verunsichern.
Lebenswünsche erfüllt man sich wenn man genug entdeckt hat. So auch bei der Ausgrabungsfirma „RATTTENGOLD“. Seit 29 Jahren sind sie am buddeln und gruben immer wieder kleine aber seltene Kostbarkeiten aus dem Erdreich. Jetzt werden sie diese Fundstücke auf einer Wanderausstellung präsentieren.

Die Grabgüter heißen OMA HANS, ANGESCHISSEN, KOMMANDO SONNE-NMILCH, DACKELBLUT und BLUMEN AM ARSCH DER HÖLLE!

Die Ausgräber werden persönlich vor Ort sein und ihre Träume und Tänze sortieren.

Es sind:
Andreas Ness-Gitarrenspaten
Armin Nagel- Schlagzeugbagger
Wieland Krämer-Basshacke
Jens Rachut-Gesangsschaufel

Um das Mal auf dem Punkt zu bringen – Ratttengold (richtig, mit 3 „t“) spielt von allen o.g. Bands die Hits und erfüllt sich damit den wirklichen Wunsch, es einmal getan zu haben.


20.04. Mobina Galore & Joe Vickers

mobina_galore_200Das aus Winnipeg stammende Punk-Rock-Kraftwerk Mobina Galore veröffentlicht am 07. April 2017 sein explosives neues Album „Feeling Disconnected“ auf Gunner Records / Broken Silence in Deutschland und New Damage Records in den USA und Kanada. Auf dem neuen Album hat das kanadische Duo, bestehend aus Gitarristin & Sängerin Jenna Priestner und Schlagzeugerin Marcia Hanson, die perfekte Balance aus Aggressivität und eingängigen Hooks gefunden, eine neue Eigenschaft, die auch auf ihrer ersten Single „Going Out Alone“ zu hören ist.


„Wir freuen uns sehr „Going Out Alone“ als erste Single zu veröffentlichen, da er sich perfekt in das Thema des Albums einbindet, das passender Weise davon handelt, sich isoliert zu fühlen. Es ist eine Art Coming-Of-Age Story, die von unserer Reise durch das Leben handelt, auf der man sich immer wieder nach dem Gefühl geliebt und akzeptiert zu werden sehnt - ein Gefühl, das wir alle im Laufe des Lebens auf die eine oder andere Art schon erfahren haben. Wir haben sehr hart daran gearbeitet, dass Feeling Disconnected uns musikalisch und soundtechnisch als Band am besten repräsentiert - auf dem Album sind neben dem Gesang nur Gitarren und Schlagzeug zu hören - und ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen.“ - Jenna Priestner


„Feeling Disconnected“ ist eine Art loses Konzeptalbum. Die Songs auf dem Album beschäftigen sich alle mit dem Thema Trennung: seine Familie und Freunde nicht bei sich zu haben und weit entfernt von ihnen zu sein, weil man unaufhörlich auf Tour ist; abgeschnitten von seiner Heimat zu sein und sich als All-Female Band in einer von Männern dominierenden Szene isoliert zu fühlen. Mobina Galore haben schon immer außerhalb des Status Quo gearbeitet, doch dieses Mal nutzen sie diese Abgeschiedenheit zu ihrem Vorteil und präsentieren auf „Feeling Disconnected“ eine Sammlung von Outsider-Hymnen, die einfach nicht ignoriert werden können.


Stellenausschreibung Freiwilligendienst

Seit 1979 bietet der Verein Druckluft e.V. im Jugend- und Kulturzentrum Druckluft jungen und nicht mehr ganz sooo jungen Menschen neben verschiedenen kulturellen Angeboten, insbesondere auch die nötigen (Frei)Räume, sowie Technik, Beratung, finanzielle Unterstützung und einen kreativen Austausch, damit eigene Projekte und Ideen – von Gruppentreffen über kulturelle und politische Veranstaltungen bis zu handwerklichen Tätigkeiten - umgesetzt werden können.

 

Druckluft bietet Möglichkeiten, die NutzerInnen schaffen die Inhalte - so eigenverantwortlich wie möglich. Auch wenn es darum geht, sich an Diskussionen und Entscheidungsprozessen innerhalb des Hauses zu beteiligen. Deswegen ist der Charakter des Hauses vielfältig statt einfältig, eher bunt als grau. Das Konzept geht auf, weil sich die Inhalte ständig wandeln und immer neu sind.

 

Um diesen Freiraum zu erhalten brauchen wir ab dem 01.08. oder 09.2017 Deine Unterstützung:

 

Wir suchen eine/n

BundesFreiwilligenDienst-ler/in

(in Teilzeit 30 Std / Woche)

für unseren Jugendbereich.


Der Jugendbereich ist im alten Herzen des Drucklufts angesiedelt und bietet im und um das Druckluft herum für Jugendliche und junge Heranwachsende unterschiedliche Angebote, wie Workshops, Tauschbörsen, Kneipe/Café, Themenabende, Projekte und vieles mehr.

 

Bewerber/innen-Profil:

 

- Interesse an (und Erfahrungen mit) der Arbeit mit Menschen, sowie kulturellen und politischen Inhalten (theoretisch und praktisch).

 

- Erfahrungen und/oder Lernbereitschaft hinsichtlich der Organisation von Veranstaltungen (Konzeptionierung, Planung, Absprachen) und Arbeitsabläufen im Allgemeinen.

 

- Sicherer Umgang mit MS Office, Social Media und der Deutschen Sprache (weitere Sprachkenntnisse sind von Vorteil).

 

- Offenheit, Ehrlichkeit, Empathie  

 

- Zuverlässigkeit, Eigenständigkeit, Flexibilität

 

- Kommunikations-, Konflikt- und Kritikfähigkeit

 

- ein entsprechend offenes, sympathisches und kommunikatives Auftreten.

 

 

Feste Arbeitstage wären Montag, Dienstag (morgens bis mittags), Mittwoch und Donnerstag (nachmittags bis abends).


Sofern Dich diese kreative und spannende Aufgabe reizt,

schicke uns Deine vollständigen Bewerbungsunterlagen an

 

Druckluft e.V.

- Jugendbereich -

Am Förderturm 27

46049 Oberhausen.

 

Gerne nehmen wir, zur Vermeidung von Papierverschwendung, die Bewerbung per Mail an. Diese bitte an jugend[at]drucklufthaus.de senden.

 

Die Bewerbungsfrist (HAT SICH VERLÄNGERT und) endet am 20.06.2017.

 

Informationen zu den Rahmenbedingungen im Bundesfreiwilligendienst findest Du auf   freiwilligesjahr-nrw.ijgd.de !

 

 

Wir suchen für den Jugendbereich

zudem jederzeit auch Jahrespraktikanten

oder (angehende) Studierende,

die ihr Vorpraktikum bzw. Praxissemester

bei uns machen wollen.

Bei Interesse meldet euch unter

jugend[at]drucklufthaus.de

 

 


18.04. Candelilla & Villages

candelilla2016_matthiaskestel1_200CAMPING, das 3. Studioalbum der Gruppe CANDELILLA. Aufgenommen und abgemischt von Hannes Plattmeier und Tobias Levin, der auch produzierte, und geschrieben über 2 Jahre auf dem weiten Weg zwischen München und Hamburg. Und doch scheint es, als wäre diese Platte immer schon genau so da gewesen. Als hätten diese 10 Songs in all ihrer schillernden und wutentbrannten Schönheit nur darauf gewartet, dass jemand sie abholt, aufschreibt und auf die Record-Taste drückt.


CANDELILLA, immer schon mehr interdisziplinäres Kollektiv als bloße Rockband, erdacht in einem München, das man irgendwo zwischen dem Paris der Situationisten, dem Washington DC eines Ian Svenonius und dem New York City Valerie Solanas verorten kann. Performance, Poesie, Politik, und Liebe als Haltung. Und vor allem diese nicht zu bändigende Wut und unglaubliche tightness, die sie schon seit langem zu einer der intensivsten Live Bands des Landes macht. Ihr letztes Album, aufgenommen in Chicago mit Produzentenlegende Steve Albini, hatte diese Energie schon eindrucksvoll auf Platte gebracht. 4 Jahre später jedoch gehen CANDELILLA noch einen Schritt weiter. CAMPING ist keine Pop-Platte geworden, sie forscht viel eher nach den Möglichkeiten von Pop innerhalb des Kosmos CANDELILLA. Geht an Grenzen, tastet sie ab und observiert sie, ohne diese aber je zu überschreiten. CAMPING zeigt eine Band, die sich ihrer selbst so gewiss ist, dass sie sich neu erfinden kann, ohne auch nur eine Spur des Alten zurücklassen zu müssen.

 

Eine Gitarre wie ein Schrei, dann ein tröstender Klavierakkord, der eine Kadenz einleitet die über 2 Minuten Erwartungen weckt, aber nicht einlösen wird. So beginnt CAMPING mit dem euphorischen Instrumentalstück „Augen“, ganz als hätten sich Joy Division das Klavier von Talk Talk`s Colour of Spring geborgt. Die Gitarre hat sich in einem Feedback-Loop gefangen, während die Akkorde sich scheinbar endlos weiterbewegen. Das Ziel ist erst erreicht, wenn sich alles in dem ersten Wort der Platte gipfelt: Überprüfen. Man zuckt kurz zusammen. Die Stadt, durch die ich laufe, wird ganz still und ich beginne meine Schritte an die Musik anzugleichen. Wenn Mira Mann manisch 33 Muskeln, 27 Sehen wiederholt, spüre ich jede einzelne davon.

 

Augen, Hand, Sehnen, Muskeln. Es ist ganz zu Anfang schon alles eingeführt, was sich durch die weitere Platte ziehen wird: Körper werden seziert und immer wieder mit anatomischer Strenge in ihre Einzelteile zerlegt. Erst das Stück „Ruhig draußen“ benennt zum ersten Mal einen Körper in Einheit, ja wartet sogar mit der Bekenntnis auf: ich mag deinen Körper. Nur um gleich zu relativieren: Er hat eine schöne Oberfläche. Der Körper wirkt auch hier wieder eher wie ein Forschungsobjekt, als eines der Begierde, oder wie es in dem Text heißt: Du sendest News die mich interessieren. Ich beobachte dich einen ganzen Tag. Die Körper auf CAMPING atmen, spucken, tasten, kotzen. Aber sie bleiben Bodies without properties. Körper ohne Eigenschaften. Meine Augen leuchten, sie erzählen nichts.

 

Und dann der Titel: CAMPING. Auf den ersten Blick scheint er irritierend. Was will er bedeuten, wohin will er uns führen? Ich kann den Begriff zunächst nur als Anklage begreifen. Ich denke an Susan Sontags berühmten Text „notes on camp“, in dem sie das Wort „camping“ abfällig als jene Form der Tätigkeit versteht, die die vorsätzliche Produktion von „camp“ zum Ziel hat. Eine bewusste Einführung einer Haltung, die in Hinblick auf den Inhalt neutral ist und sich dem bloßen Stil hingibt. Oder wie Sontag schreibt: Der Sieg des „Stils“ über den „Inhalt“. Ganz wie einer der ungewöhnlichsten Songs auf diesem Album in seiner kristallinen Schönheit dem besungenen Paar am Pool mehr einen way of life zuschreibt, als Leben an sich zuerkennt: Sie liegen an einem Pool. Die Welt steht still.

 

Und ist CAMPING nicht auch die deutscheste aller Urlaubsarten? Der Traum vom mobilen Zuhause, der von der idealisierten Vorstellung einer Flucht aus dem Alltag lebt. Und macht CAMPING diese Flucht nicht eigentlich unmöglich, weil der Schritt von zu Hause wegzufahren in Wahrheit nie gewagt, nein, nicht einmal gewollt wird? Eine rein oberflächliche Auseinandersetzung mit dem Neuen, immer nur einen (Rück)Schritt entfernt vom wohligen Zuhause? Unbedingt unterwegs sein wollen, bloß um sich am Ende: keinen Zentimeter (zu) bewegen.

 

Aber könnte man den Begriff nicht auch positiv besetzen? Man müsste das Konzept von CAMPING wohl etwas allgemeiner fassen. Denn im Grunde bedeutet es doch auch: überall zu Hause zu sein. Sein Zuhause immer mit sich zu tragen. Das Gegenteil des all inklusive Gefängnisses, das wir Leben nennen. Das unbedingte Beharren darauf, dass Heimat transportabel zu sein hat und an keinen Boden dieser Erde gekoppelt sein kann.

 

Und so campen CANDELILLA im letzten Song dieses überragenden Albums auch in der Wüste, in einer unkontrollierbaren Landschaft, die nachgibt unter jedem Schritt. Die sich verändert und zusammen zieht, wie ein auf Sand gebautes Zuhause.

 

Es gibt etwas das unkontrollierbar für mich ist, dahin gehe ich. Etwas das unkontrollierbar für mich ist, ich nenne es Wüste. Und vielleicht sind am Ende all meine Fragezeichen, die eigentliche Intention dieser außergewöhnlichen Band. Ganz so wie all diese Akkordfolgen sich partout nicht auflösen und all diese Wörter partout in keinem Satz gefangen sein wollen: Eine Irritation, ein Spiel, eine Ahnung: tomorrow i will love a new face of you.


12.04. Sauropod & Valley

sauropod.7webcopyright.jan.tore.eriksen_200„Bahnt sich da zwischen Grunge, Punk, Indie und Garagerock die nächste Newcomer-Sensation an?“ Visions Magazin

 

Bei aller Bescheidenheit und dem Wissen um die Vielzahl vielversprechender, junger Bands: Wir glauben daran! In ihrer Vielseitigkeit, der explosiven Energie und der unbändigen Spielfreude sticht das norwegische Trio heraus.

 

Sauropod hatten für ihr Debüt “Roaring at the Storm“ einige Vorschusslorbeeren aus UK geerntet: Ob Clash Magazine, The Line Of Best Fit oder Drowned in the Sound. Aus dem Stand ist sich auch die hiesige Indie-Presse einig:

 

Die Produktion von Hasse Rosbach (Turbonegro, Team Me) begeistert. Rosbach hat es verstanden, die aggressive Intensität und gleichzeitige Pop-Sensibilität der Band zu einem bodenständigen und eingängigen Sound zu vereinen.

 

"In Norwegen wächst tatsächlich Großes heran." Beatblogger

 

„Los, Subways, anhören und dann sofort auflösen!“ musikexpress

 

„Herrlich unkonventionell und mitreißend.“ MINT

 

„Das Trio nutzt enorme Ressourcen und Freiräume, um sich auszutoben und widersprüchliche Entwürfe progressiv zu gestalten.“ Underdog Fanzine

 

Roaring at the Storm erschien am 16. September 2016 via popup-records. Dieses Jahr startet die europaweite Tournee.


07.04. Slowy&12Vince

slowy12vince_200SLOWY&12VINCE melden sich zurück mit einem neuen Release. 3 Jahre nach dem Untergrundklassiker Ultima Radio steht nun das neue Werk UNDERCOVER BLUES in den Startlöchern. Rapper Slowy schlägt diesmal neben dem weiterhin präsenten Battlerap öfter auch nachdenklichere Töne an und somit die Brücke zu seinem ersten Album Floweffekt, das ebenfalls schon mit persönlicheren Texten sowie jeder Menge Storytelling zu überzeugen wusste. Die Beats von DJ und Produzent 12VINCE sind wie von bisherigen Releases gewohnt dreckiger, samplebasierter Rap-Sound mit einer gehörigen Portion Jazz und Funk, liebevoll ergänzt durch gecuttete Zitate gemeinsam geschätzter Dritter.


06.04. Patrick Richardt + Band & Chaplin

patrick_richardt_by_philiplethen_200Nach dem erfolgreichen Debüt Album „So, wie nach Kriegen“ erscheint am 03.03.2017 endlich das lang ersehnte zweite Patrick Richardt Album. Mit „Soll die Zeit doch vergehen“ veröffentlicht der junge Songwriter die wohl persönlichste Platte des Frühjahrs – und damit sind irgendwie mehr wir, die Zuhörer – als der Interpret selbst gemeint.

 

Patrick Richardt legt die Hebel auf den Tisch, durchpflügt die mittleren Nähen und lässt erneut Songperlen aus den Strudeln des Kielwassers sprudeln.

 

Nach mitreißenden Auftritten auf eigener Clubtour quer durch’s Land, sowie Support Auftritten u.a. für die Sportfreunde Stiller, Thees Uhlmann und Kettcar warten nun erneut, durch und durch ehrliche Lieder vom Nichtswissenkönnen im „Alles-Ahnen-Vermögen“ darauf in die schwankende Welt geschrien zu werden.

 

„Soll die Zeit doch vergehen“ ist der Soundtrack in einen sich verschleppenden Frühling voller Momente farbenreichen Zwielichts, aus denen wir als Du hervortreten.
Mal Krefelder Wild West, mal Hamburger Anarcho im “Quetschkommodenton“.
Manchmal romantische Aversion aber immer original, echt und ein Echolot in den Welten die uns darin einholen.

 

Der 28-jährige Songwriter Patrick Richardt legt zusammen mit seinem Produzenten und Gitarristen Benjamin Kronski endgültig die Scheu vor eingängigem Pop ab, bleibt seinen eigenen Gesetzen dabei mit Leichtigkeit treu und präsentiert eine treibende Platte zum Umarmen, während sie Dich gleichzeitig ausschüttelt. Es sind Lieder wie die erste Singleauskopplung „I.D.E.A.L.“, „Wie Weit“, „ Hand auf’s Herz“ oder das große Finale mit Pauken & Trompeten - „ Alte Dame, weite Welt“.

 

Wie ein Elbkutter mit eingelassenem Südseepool, wie ein knarzender Seelenverkäufer über den Einsame untergeharkt als Paare mit inbrünstiger Zuversicht schlendern.

 

„Soll die Zeit doch vergehen“ ist widersprüchlich einleuchtend. Ein Album wie ein alter Freund.


Ein fast schmerzhaft ehrliches Werk, wie ein Hörbuch, aufgeblättert von einer Stimme an die man sich anlehnen kann.


30.03. Gewalt

gewalt_200"Konzerte der neuen Berliner Band Gewalt sind eine Allegorie mit einem sehr einfachen Thema: Der Mensch, seine ewige Suche nach Gott und dem Tod als einziger Sicherheit.

 

Gewalt produzieren einen Sound, der propagiert, dass die Existenz der Essenz vorausgeht, die Grundbedingungen der menschlichen Existenz absurd sind, der Mensch frei in der Schaffung seiner eigenen Werte ist und ein Mensch seinen Überzeugungen Taten folgen lassen muss, für die er die Verantwortung übernimmt.

 

Die dunkle, tiefgründige Musik verteidigt das Leichte, Einfache. Leichtigkeit und Einfachheit sind nicht dasselbe wie Oberflächlichkeit. Wenn man Gewalt zum zweiten Mal sieht, beginnen die Konturen hervorzutreten und man entdeckt, welch Kunstwerk aus einem Guss die Musik ist. Die Bedeutung tritt hervor. Der Mensch wird ‚modern‘.

 

Die Qualität der Musik besteht darin, dass Gewalt von der Situation des zweifelnden, modern reflektierenden Menschen her in eine Welt der klaren transzendenten Bezüge dringt, diese Welt empfindet, begreift, aus ihren eigenen Bedingungen heraus darstellt und sie gleichzeitig auf ein aktuelles Existenzbewußtsein hin auflöst.

 

Gegenüber seiner früheren eklektizistischen Verwendung musikalisch - erzählerischer Techniken tritt Patrick Wagner nun als reifer und bedeutender Musiker hervor, der die völlige Kontrolle über seine Mittel besitzt. Selbst wenn er nicht immer erfolgreich in seinen Bemühungen ist, testet er kontinuierlich das Potenzial der Kunstform Rockmusik aus.

 

In seinem Kern stellt ein Konzert der Gruppe eine intellektuelle, aber auch emotional anregende Herausforderung, die schwierigste – und lohnendste – für den Konzertbesucher bislang in diesem Jahr. (Theo Fürstenau, 1962)“


23.03. Leoniden & I Salute

leoniden_robinhinsch10_200Leoniden, namentlich die Brüder Lennart und Felix Eicke, Jakob Amre, Djamin Izadi und JP Neuman, spielen gekonnt filigranes Indierock-Getänzel, schaffen einen sehnsüchtigen Hybriden aus Ausbruch und schwelgerischen Umdrehungen. Ihre Songs sind Blockbuster, eignen sich perfekt für den Soundtrack eines Godzilla-Films Ende der 90er. Nur dass ihr Monster mehr durch die urbanen Clubs wütet als sich durch Häuserschluchten zu fressen. Leoniden, das ist vor allem Musik, die Spaß macht, unbeschwert ist, kein Morgen kennt, sich in der Nacht genügt. Oder sagen wir: eine Einladung, für ein paar Songs alles andere zu vergessen und sich in diesem kollektiven Dancefloor-Wir zu verlieren? Das selbstbetitelte Debütalbum der Band erschien am 24. Februar über das bandeigene Plattenlabel „Two Peace Signs“.


20.03. Das Baby ist optional

das_baby_ist_optional_200Das Baby ist optional - Das ist die neue regelmäßige Lesebühne im Druckluft. Hier präsentieren alle zwei Monate vier der berühmtesten Poetry Slammer_innen ihre neuesten Texte und anders Fabriziertes. Die Stammbesetzung besteht dabei aus den beiden NRW-Meister_innen Jason Bartsch und Henrike Klehr, sowie dem steirischen Meister Yannick Steinkellner und dem Heinrich-Heine-Literaturpreisträger Johannes Floehr. Im März haben sie sich als Stargast den vermutlich berühmtesten Slammer Baden-Württembergs eingeladen, direkt aus der Sauna: Hanz. Und das feministische Statement gilt: Das Baby ist optional.


Heute: Staatspunkrott, Grizzly & Wegbier

band_photo__staatspunkrott2_200Melodischer Punkrock mit Hardcore? Früher nannte man das Melodycore und der kam aus Schweden oder den USA, aber eher selten aus Deutschland. Erst recht nicht mit deutschen Texten. Genau hier haben sich die Würzburger STAATSPUNKROTT über die letzten Jahre ihre eigene Nische geschaffen. Dabei zog und zieht es sie immer wieder raus auf die Straße, so dass man sie neben zahlreichen Einzelshows und Tourneen (z.B. mit Sondaschule, Montreal u.v.m.) bereits auf namhaften Festivals wie dem Mair1, Punk im Pott oder auch Rock am Ring sehen konnte. Inzwischen können sie auf mehr als 300 Shows zurückblicken, die sie allesamt selbst und ohne Hilfe einer Agentur gebucht haben. Dabei spielten sie nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern machten auch Abstecher nach Spanien und Anfang des Jahres einen Kurztrip nach England für drei Shows. „In der Heimat des Punkrock zu spielen, war ein lang gehegter Traum von uns“, erklärt Sänger Jänz Jensen. Nachdem STAATSPUNKROTT im deutschen Underground eine feste Größe sind und problemlos einschlägige Szenefestivals headlinen, ist der richtige Zeitpunkt für den Schritt vor ein größeres Publikum gekommen.

 

Vor „Nordost“ hatte sich die Band in einer komplett neuen Konstellation zusammen gefunden und alle waren gespannt, ob sie nahtlos an den Vorgänger „Phoenix Effekt“ (2011) anknüpfen konnten. Zu diesem Zeitpunkt fassten sie auch den Entschluss, „Nordost“ selbst zu produzieren. Unterstützt wurden sie dabei von alten Bekannten. „Für das Schlagzeug waren wir in den Virtuose Vibes Studios, in denen Peter viele Alben seiner Vorgängerband aufgenommen hatte. Die Gitarren und den Bass haben wir komplett in Eigenregie aufgenommen.“ Speziell in dieser Zeit ist die Band zusammengewachsen und vor allem bot diese Arbeitsweise die Freiheit, so lange an jedem Song zu feilen, bis alle damit zufrieden waren. Für die Gesangsaufnahmen suchten sie mit Sascha Höhm den Jadeturm in Leipzig auf. „Ein Wahnsinnstyp, mit dem wir schon am Vorgänger ‘Phoenix Effekt‘ gearbeitet haben! Er versteht es, dir beim Einsingen ein einzigartig gutes Gefühl zu geben und Gesangsmelodien den letzten Schliff zu verpassen, ohne die Ideen der Band umzuwerfen.“

 

Für den Mix und das Mastering arbeiteten STAATSPUNKROTT mit Olman Viper (u.a. Jupiter Jones, Montreal, ZSK oder Caliban) in den Hertzwerk/Nullzweistudios in Hamburg. „Er kommt musikalisch aus der gleichen Ecke wie wir und hat die Vision der Platte blind verstanden.“ Olman Viper im Gegenzug über die Band und das Album: „Eine spannende Band! STAATSPUNKROTT haben es geschafft, wirklich gute und ansprechende Texte facettenreich musikalisch zu verpacken. Punkrock mit einer sehr überzeugenden Stimmung! Es hat sehr viel Spaß gemacht, an diesem Album beteiligt gewesen zu sein!“

 

STAATSPUNKROTT war es wichtig, sich im Schreibprozess kein Korsett anzulegen, sondern alle Ideen zuzulassen und genauer zu beleuchten. „Schönerweise hat sich nach und nach ein übergeordnetes Thema gefunden. ‘Nordost‘ ist die logische Fortsetzung von ‘Phoenix Effekt‘: ‘Nordost‘ handelt von der Sinnsuche, was auch der Kompass auf dem Cover symbolisiert. Es geht darum, einen eigenen Weg zu finden. Dabei nimmt man zwangsläufig sämtliche Facetten mit, von den positiven Momenten (‘Nordost‘, ‘Atem‘, ‘Meer aus Licht‘), in denen man sich absolut frei fühlt bis hin zu düsteren Augenblicken (‘Flucht ohne Refugium‘, ‘Ohne Schlaf‘, ‘Generation S‘, ‘Hier stirbt deine Jugend‘), in denen man von Zweifeln fast aufgefressen wird.

 

Am 03.03.17 erscheint das neue Album „Choral vom Ende“ über People Like You Records/Sony Music und wird musikalisch an „Nordost“ anknüpfen.


16.03. Mother´s Cake & Storksky

3620889_klein_200„Das rumort gewaltig im Untergrund“, schreibt das Reeperbahn Festival über Mother’s Cake. Und Recht haben sie. Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 haben die beiden Studioalben Creation‘s Finest (2012/feat. Ikey Owens, Ex-Keyboarder von The Mars Volta, Jack White) und Love The Filth (2015) schon eine Menge Staub aufgewirbelt. Als "psychedelisch, progressiv, düster und absolut tanzbar und funky" beschreibt das Eclipsed Magazin den Sound des Trios, Classic Rock kreierte kurzerhand das Genre „(Retro)-Crossover" und SLAM schrieb von „oberster musikalischer Güteklasse“.

 

2014 erschien das Live-Album Off The Beaten Track, das perfekt die rohe, pure Energie ihrer Shows einfängt, die auch schon etliche Rock-Größen aufhorchen ließ. Bands wie die Omar Rodriguez Lopez Group, Deftones, Iggy Pop and the Stooges, Limp Bizkit, Wolfmother, Anathema, Pentagram, DeWolff, uvm. lassen Mother’s Cake genau wegen dieser Energie ihre Shows quer durch Europa und Australien eröffnen.

 

Mit No Rhyme, No Reason melden sie sich nun zurück und liefern ein weiteres Psychedelic/Progressive-Rock Kaliber der Güteklasse A ab. Funky Rhythmen, asymmetrische Melodien und wütender Gesang sind immer noch die Hauptzutaten des Kuchens, obwohl es diesmal songorientierter und deutlich bunter vor sich geht. Knallharte Bretter wie „The Killer“, „H.8“ oder „The Sun“ zeichnen Mother’s Cake nach wie vor aus, ebenso wie psychedelische Klänge in „Hide & Seek“ und „Big Girls“ plus funky Outros alá „Streetja Man“.

 

„The Killer“, die erste Single des neuen Albums von Mother’s Cake, erscheint am 11. November und knüpft an den düsteren Sound von „Love The Filth“ an – und auch das Video trifft voll ins Herz.


10.03. Rantanplan & Kreftich

rantanplan_20021 Jahre Rantanplan. Dereinst gestartet als mächtig schiebendes Druckventil für die innere Wut junger Zwanziger. Drei Hamburger Freunde, damals Neues wagend: Ebenso dreschlustigen wie melodievernarrten Ska-Punk mit deutschen Texten auszustatten. Die Wut steht ihnen gut, Marcus Wiebusch, Reimer Bustorff und Torben Meissner verankern sich in der hiesigen Punk-Szene schnell als verdammt guter deutscher Konter auf die Mighty Mighty Bosstones. Und dort reift letzterer, nachdem die beiden Kumpels Richtung Kettcar abbiegen, mit Rantanplan zu einem Fixpunkt des Underground, auf den man sich stets verlassen kann und der bei allen Richtungs- und Personalwechseln, die mit den Jahren kamen, das Urvertrauen reiner Motive in sich trägt: Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, überzeugte Kantigkeit. Und auch mal aufrichtiger Hass, wo es Not tut. Denn die Jahre mögen weiter ziehen, die Wut bleibt. Und mit ihr das innere Energiefeld, das Rantanplan auch nach zwei Jahrzehnten durch jeden Song und jede kunstvoll gesetzte, gern von (oft französischen) Existenzialisten inspirierte Textzeile treibt.

Verglichen mit dem Vorgänger „Pauli“, der – passend zum Hamburger Viertel, das auch Torben lebt und atmet – mit ungebremstem Ska-Punk-Zorn aus den Boxen holte und wenig Zeit zum Atmen ließ, schaltet „Licht und Schatten“ einen bewussten Gang zurück. „Ich werde ja nun auch älter, und ich finde, allmählich ist es okay, mal ein bisschen langsamer zu sein“, so Torben. „Erdiger, noch gerader, fokussierter. Der Trugschluss: Ich dachte, auf diese Weise könnte ich endlich mal länger singen. Aber bei 'Schattenmensch'“ - einer für Rantanplan melodiös fürwahr ungewöhnlich Popverliebten Hirnfräse - „brülle ich dermaßen, dass ich mich für den Song ne halbe Stunde warm singen muss. Was wir machen, war schon immer richtiger Sport, und 'Pauli' war für mich das Abschließen mit diesem Hochgeschwindigkeits-Ska. Aber es ist schön zu sehen, dass die Kurve immer noch weiter nach oben gehen kann. Ich hätte damit nicht mehr unbedingt gerechnet.“

„Licht und Schatten“ deshalb als den Auftakt zum abgehangenen Lebens-Spätwerk zu betrachten, ist allerdings auch nicht richtig. „Für mich war Rantanplan ja eigentlich ewige Jungend. Mit 23 gegründet, immer als den Ort verstanden, wo die Energie tobt. Gut, der Spiegel sagt mir langsam etwas anderes. Oder der Kater am nächsten Morgen. Der ist mittlerweile total scheiße. Diesen Punkt muss ich noch knacken.“ Für viele andere Knackpunkte ist und bleibt Rantanplan Torbens intuitives Heilbecken für all den seelischen Schmutz. „Ich schreibe diese Songs, um mir Luft zu machen, weil ich echt immer Ärger mit der Welt habe. Gerade gestern: Donald Trump wird Präsident. Und wer kommt danach – Micky Mouse? Was ist das denn für eine Scheiße? Man kann das nicht mal im Ansatz Ernst nehmen, man kann aber auch nicht einfach mit Zynismus darauf reagieren. Ich werde davon eher traurig. Und dann muss ich halt ein Hasslied schreiben.“

Verglichen mit früher, wo ihre politischen und gesellschaftlichen Statements häufig mit einer ordentlichen Portion Humor von Kalauer bis feiner Ironie gewürzt waren, dominiert heute oft ein nüchterner – wohl eher: ernüchterter – Realismus. Torben: „Die meisten Witze haben sich nach fünf Mal Hören verbraucht. Vieles fängt bei uns lustiger an, als es sich dann am Ende darstellt. Für dumme Witzchen ist der Kern des Ganzen oft auch zu ernst. Wir möchten lieber ein Album machen, dass man fünfmal hören muss und das dann fünf Jahre bleibt, als was Grelles für den Moment, was nach fünf Durchläufen tot ist.“ Das betreffend, haben Rantanplan mit „Licht und Schatten“ voll ins Schwarze getroffen. Denn es zeigt, wie sehr selbst ein auf die vielbeschworene Jugend abonniertes Genre wie Ska reifen, wachsen und sich erden kann. Wie saugut ihm lustvolle Schwenks in Richtung klassischen Hard- oder launig polternden Noiserock stehen. Und zu welch aufrichtigen Hymnen des Menschlichen in all seiner gebrochenen Schizophrenie und Absurdität sie sich aufschwingen können, ohne dafür am ganz großen Rad drehen zu müssen.

Vom Ding haben Rantanplan also alles richtig gemacht: Songs zwischen Heißsporn und Abregung, Kampfhund und Knalltüte, Kaltschnäuzig- und Warmherzigkeit. In einem Sound, der von Produzentin Linda Gerdes im Hamburger Clouds Hill Studio wohltemperiert zurecht geknarzt wurde. Und doch: „Wir waren immer Underground und sind es auch geblieben“, sagt Torben, der die heutige Formation von Rantanplan – Fabian Vehreschild (Bass), Marlon Fertinger (Drums), Ulf Werner (Trompete), Gero Graas (Posaune) – als, wie er findet, „einfühlsamer Diktator mit Hang zur Gruppenarbeit“ lenkt. „Underground war auch immer okay, zumal es eh keine Wahl gab. Doch eigentlich hoffen wir mit jedem Album, einmal richtig ans Licht zu kommen. Gar nicht, um abzusahnen, das geht heute ja sowieso nicht mehr. Sondern einfach, damit die Leute mal mitkriegen, was wir da machen, damit wir ein bisschen Anerkennung bekommen und vielleicht mal eine Zeit lang auf das Arbeiten neben der Musik verzichten können. Klar, das ist heute schwerer denn je. Aber ich muss es weiter versuchen.“

 

Eine Anerkennung – diese Bemerkung sei erlaubt – die in Zeiten, wo epigonale Bands wie Turbostaat, Fjørt, Adam Angst oder Pascow mit ihrem kämpferischen Zorn in eine immer breitere Öffentlichkeit streben, und erst Recht angesichts dieses hervorragenden Werks ebenso zwingend wie überfällig wäre. „Nach einem Konzert, oder wenn ich im Studio einen richtig guten Take gesungen habe, fühle ich mich irgendwie reiner“ sagt Torben am Ende. „Es hat eine innere Hygiene stattgefunden, die schlechten Energien sind raus. Ich glaube fest daran, dass Musik uns gesund hält. Für mich ist es so mit Rantanplan. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass es anderen ganz ähnlich geht.“


08.03. Schnipo Schranke

final_web_schnipo_schranke_klein_200Wir haben wirklich Glück mit Schnipo Schranke. Dass in einer Zeit, in der alles Gestörte, Neurotische entweder zu riesigen Funmonstern aufgeblasen oder unter den Teppich gekehrt wird, plötzlich diese beiden Songwriterinnen um die Ecke gekommen sind. Als vor anderthalb Jahren das Debüt von Daniela Reis und Fritzi Ernst alias Schnipo Schranke herauskam, war man irgendwie irritiert bis begeistert: Dass diese beiden jungen Frauen so derbe Sachen zu so entzückenden Melodien singen. Sie haben nicht locker gelassen und weiter getextet und komponiert, immer weiter: Auch um klar zu machen, dass die wirklich derben Sachen nichts mit "Pimmel" oder "Pisse" singen zu tun haben. Sondern mit Liebe, Tod, Vergangenheit, zum Beispiel.

Sie können sich die Augen und die Ohren reiben: Wie schaffen die das wohl? Daniela Reis und Fritzi Ernst, haben im ersten Jahr ihrer Starwerdung so viel um die Ohren gehabt: Ihr Debütalbum haben sie in die Welt getragen, ständig Konzerte gespielt, Termine, Termine. Und währenddessen haben sie noch ein solches zweites Album produziert.

"Stars hängen an der Wand / Ich hänge in den Seilen" heißt es in dem Song "Stars". Das zweite Album hätte auch "Sick" heißen können, denn Schnipo Schranke sind voll gestört und darin sehr ehrlich. Sie hängen oft in den Seilen, sind aber total fleißig (sie würden sagen: streberhaft). Und diese Mischung ist selten, um nicht zu sagen: Rare. Außerdem kann rare noch blutig heißen und indifferent, dünn, blau, halbgar, rar, kaum und nicht zuletzt eigentümlich.

Sie haben sich das DIY-Konzept nicht ausreden lassen. Keine Streicher, keine Gastmusiker, die ihre tollen Melodien umspielen. Wieder hat Ted Gaier (Die Goldenen Zitronen) das Album produziert, diesmal sind die drei nach Reichenow gefahren, in die ehemalige Scheune einer LPG des kommunistischen Deutschlands. "Wir wussten, was wir anders und besser machen wollten", sagt Daniela Reis. Ausgefuchster ist es geworden, rhythmisch und soundmäßig interessanter, düsterer, wilder.

"Singer/Songwriter" im deutschen Kontext, da denken wir alle an Männer mit Bart und Hut, die Stadien füllen, in dem sie sentimental von Heimat oder Früher singen. Aber Früher und Heimat sind nicht sentimental und Liebe ist nicht dieses Schmusegefühl. Heimat sind auch die Schatten der Vergangenheit und Liebe ist auch einsam auf dem Baum sitzen und warten, bis du endlich mal lüftest. Fassungslos dem Tod ins Gesicht schauen. Von all dem handeln die Songs von Schnipo Schranke. Dass man durch Pipi, Sperma und Eiter reiten muss, es geht um's Sich-Aushalten-Müssen, ums Eingeliefertwerden, um Dope, auf Tour sein, down sein, eine von den Geilen sein und dabei ist "Rare" auch immer wieder schrecklich lustig. Allzeit likebereit, das höchste der Gefuhle. Danke Schnipo. 


03.03. Human Abfall

human_abfall_200Human Abfall bestehen seit Herbst 2011 aus Menschen, die an unwirtlichen Orten wie Stuttgart und Berlin leben müssen – den Städten der Verachteten, wo wirklich niemand auch nur mal für eine halbe Stunde tot über dem Nachbarszaun hängen möchte. Trotz oder gerade wegen des unumstößlichen Molochs ihres Lebensraumes sind alle Augen und das Interesse der Öffentlichkeit auf die zurzeit, sagen wir, eigenständigste Punkband des Erdballs gerichtet. Das anziehende Soundgerüst besteht aus einem noisigen Gitarrensound mit knarzigen, dem Wave zugewandten Bassläufen und einem zielsetzend, minimalistisch scheppernden Schlagzeugbeat. Die Musik der Gruppe Human Abfall äußert sich in technikschwerem Rhythmus und ist mehr dystopische Stimmungsmalerei als einfach nur eindringliche Melodie. In den Texten werden Gefühle, Alltagsgegenstände, Zustände widergespiegelt und auf ein eindringliches Minimum reduziert. Keine Betroffenheit - denn über dieses Stadium sind Human Abfall längst schon hinaus. Der Sänger mit verirrt finsterer Miene verpackt den sperrigen Postpunk (nicht unähnlich Grauzone oder Campingsex) in Früh-80er-Deutschpunk (à la Mittagspause und S.Y.P.H.) mit verbraucht doppelbödigen Texten und schafft es trotz wutentbrannten, manisch wiederholten Dada-Parolen stets, dem Hörer eigene Bezüge zu persönlichen Realitäten zu entlocken. Individuen abstoßende, kafkaeske Erzählart verwoben mit den existenzialistischen Wirren des modernen Lebens in der Kampfzone des digitalen Kapitalismus wird wieder und wieder auf das Wesentliche verknappt.


28.02. Autobahn support: Kadeadkas

autobahn_klein_200Autobahn kommen aus Leeds, England. Autobahn haben nichts mit Kraftwerk zu tun. Autobahn machen Post-Punk mit einer dunklen Grundstimmung. Autobahn sind in vielen Jahren die ersten Vertreter lauter Gitarrenmusik aus UK, denen man das, was sie tun, sofort und ohne Umschweife abnimmt. Autobahn sind laut und direkt.

 

Was kam und kommt nicht alles schon an guter und kompromissloser Musik aus Leeds? Die Stadt, aus der schon Bands wie Gang of Four, The Wedding Present, Sisters of Mercy oder zuletzt auch Alt-J stamm(t)en, scheint eine nie versiegende Quelle für spannende Bands des dunkel angehauchten Postpunks zu sein, von denen Autobahn zusammen mit den Eagulls die jüngste Generation darstellen.

 

2015 hat das Quintett sein in einer alten Kirche aufgenommenes Debüt-Album “Dissemble” veröffentlicht, auf dem sich Punk und Goth die Hand reichen. Darauf entwickelt die Band ein regelrechtes Vergnügen an Verzweiflung und Schicksal, was den Guardian zur schönen Schlagzeile “50 Shades Of Emotional Grey” animierte. Trotzdem, oder gerade deswegen, gab es für das Album durchgängig hervorragende Kritiken. Auf dem eigentlich durchgehend wütenden Album hallen Joy Division und Bauhaus ebenso nach, wie auch die schon genannten Eagulls und den Einfluss von den Sisters of Mercy erkennt man an der völligen Abstinenz jeglicher Helligkeit. Große Platte, große Band.


Donnerstag: Gringo Star & Dearly Beloved

gringo_star_klein_200Verdichtet man den Sinn für wirbelnde und innovative Gitarrenreisen und schweißsaugenden barocken Punk Ethos, der sich selbst in einer fast bizarren Würde verliert, so sind Gringo Star als Atlanta’s beliebteste Rock ’n’ Roll Söhne aufgetaucht. Das Land durchkreuzend und ihre Kotletten an der Rock ’n’ Roll Frontline honend, haben die Brüder Nick und Pete Furgiuele gemeinsam mit Pete DeLorenzo und Matt McCalvin kontinuierlich ein Momentum errichtet. Indem sie an ihrer Kunstzerstörenden und intensiven Präsenz bastelten, lässt sich der Sound der Gruppe nun irgendwo zwischen The Animals, Motown und The Kinks einordnen. In persona impliziert das zarte und zurückhaltende Auftreten von Gringo Star fast eine Art verlockendes Rätsel, auf der Bühne allerdings explodieren die vier Jungs! Nie verweilt einer länger bei einem Instrument, jedes Bandmitglied sprintet von Station zu Station, um die Gitarre gegen den Bass gegen das Schlagzeug oder das Mikro auszutauschen, das Keyboard gegen ein Akkordeon oder das Kazoo gegen eine Tamburin. Als Resultat gipfelt das facettenreiche Musikmachen/ Musizieren in intellektuellen Rock Mantras, die fest verdrahtet sind mit Kopf und Herz.

 

“Dearly Beloved’s monströse bassgetriebene und energiegeladene Art und ihr gesangliches Zusammenspiel hat zu Vergleichen mit The Pixies, X und mit The Ramones geführt.”


Mittwoch: Golden Kanine

golden_kanine_klein_200„We Were Wrong, Right?“ ist das dritte Album des schwedischen Sextetts aus Malmö. Und es ist mehr als lediglich die Kombination aus schepperndem Indie-Rock, delikater und intimer Lo-Fi-Anmutung und dem tanzbaren Teil des Folk-Rocks. Ihre Songs und Melodien, die gleichzeitig Atem nehmen, Freude spenden und melancholische Grandezza verströmen, haben eine Golden Kanine-typische Aura. Man mag dazu weinen. Oder tanzen. Oder kämpfen.

Golden Kanine vermögen es wie kaum eine andere Band, den Hörer, während sie ihn mit jubilierendem Crescendo mitnehmen, gleichzeitig positiv zu verwirren. In den mitreißendsten Passagen verstecken sich gerne die finstersten Botschaften, da droht Unglück und Seelenpein – und plötzlich, wenn der musikalische Aplomb in weniger nachdrückliche, ruhigere Gefilde übergeht, so dass man textlich auf jedwedes Tränental vorbereitet ist, plötzlich kommen da fast fröhliche Silben aus ihren Mündern und Kehlen. Man fiebert mit ihnen, man folgt ihren Schlenkern zwischen lauthalsiger Dynamik und verzweifelter Nabelschau. Das Resultat ist eine einzige, mitreißende Versuchung.

„We were wrong, right?“ fasst in elf Titeln zusammen, was man sich von Musik nur wünschen kann. Ein bisschen Eskapismus sei erlaubt, aber gerne eingeholt von brodelnder Tiefe. Mit Bläsern und Banjo, mit Mandoline, Tasten und Percussion verfeinert, ist ihr ehemals purer Indie-Folk-Rock nun derart umfassend, dass die Programmankündigungen ihrer Auftritte sie teils etwas hilflos als „Folkiger Post-Rock“ (nun ja…) kategorisieren. Was nicht weiter stört, denn sie gingen und gehen ihren Weg: Unzählige Clubs und viele Festivals haben sie beehrt (darunter Haldern-Pop, Orange Blossom Special, Hurricane, Southside, Weinturm, Fusion), wurden einem größeren Publikum im Vorprogramm der Tour ihrer Landsleute Mando Diao bekannt, der WDR lud sie zu ihrer legendären Fernseh-Sendereihe „Rockpalast“ ein. Personelle Wechsel folgten, weitere Tourneen schlossen sich an, in deren Verlauf neue Songs dem Live-Test unterzogen werden. „No Fun“ oder „Oh They Caught You, Too“ werden, obwohl den Fans zuvor unbekannt, im Nu zu Live-Favoriten. Die Aufnahmen für „We Were Wrong, Right?“ zogen sich über ein ganzes Jahr hin. Das Resultat ist… wunderschön. Die Welt steht Golden Kanine offen.


17.02. Amenra support: CHVE & Syndrome

20160416roadburn0443amenraerikluyten_200Im Jahr 2009 veröffentlichte Amenra die schöne und zerbrechliche EP Afterlife, als musikalisches Testament für zukünftige Generationen. Im Gegensatz zu den unbarmherzig walzenden Doom/Sludge-Mantras ihrer durchnummerierten „Mass“-Veröffentlichungen, versuchten sich AMENRA auf „Afterlife“ an einer subtileren Vertonung von leidvollem Dunkel: zarte Akustikgitarren statt zerrenden Verstärkern, suchendes Schreiten statt tobender Brachialität, klagende Melancholie statt verzweifelter Wut. Mit Akustikversionen von alten und neuen Songs, sowie einigen Coverversionen kommt Amenra am 17.02.2017 auf Afterlife Alive Acoustic Tour im Druckluft vorbei.


Heute: Whispering Sons

unnamed1_200Die belgische post-punk Band "Whispering Sons" beschreiben ihre Musik selbst als dunklen Sound, der Verzweiflung, Nervosität und eine unheilvolle Atmosphäre verströmt. Ihre 1. EP auf Wool-E Tapes von Dez. 2015 mit dem Titel “Endless Party” wurde im März 2016 auf Vinyl von Minimal Maximal veröffentlich und war innerhalb von 1 Monat ausverkauft! In April 2016 wurde die Band von Humo’s Rock Rally, Belgien’s wichtigster Musikwettbewerb als beste Nachwuchsband prämiert!


09.02. Torsun liest aus seinem Buch: Tagebuch eines Fastenden

torsun_200Rehab on Tour!

 

„...dein Aussehen gleicht ohne Zweifel dem eines 43, wenn nicht gar 44 Jahre alten Kommunisten mit Drogenproblem.“ Das sind die Worte, die Torsun (42) in seinem neuen Buch „Aus dem Tagebuch eines Fastenden“ von einem gewissen „sad Guru“ (trauriger Guru) im Traum an den Kopf geworfen bekommt, und richtig: Sollte man das Leben des Egotronic-Frontmanns mit zwei Schlagworten beschreiben, kämen „exzessiver Drogenkonsum“ und „politischer Extremismus“ gewiss in die engere Auswahl.

 

Logisch also, dass die Erscheinung, keinerlei Widerstand duldend, Torsun zumindest eine begrenzte Zeit der Mäßigung und Entsagung aufoktroyiert, um seinem vom jahrelangen Raubbau gezeichneten Körper etwas Linderung zu verschaffen. Ein 2-wöchiger Aufenthalt in einer Fasten-Klinik in Berlin Wannsee soll es richten. Und da sich laut Forschung mit Fastenkuren auch bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, welches bei Torsun vor etwa drei Jahren diagnostiziert wurde, positive Ergebnisse erzielen lassen, nimmt er diese Herausforderung an. Allerdings nicht ohne den Vorsatz, all die Absurditäten, die ihm in der Klinik widerfahren, und derer gibt es mehr als ausreichend, minutiös genau zu Papier zu bringen. Diese im ehrenwerten Ventilverlag erschienen Aufzeichnungen werden nun auf die Bühnen des Landes gebracht, und ging es bei der ausschweifend langen Lesereise zum in Kooperation mit Daniel Kulla verfassten Erstlingswerk „Raven wegen Deutschland“ noch ausschließlich um Exzess, Völlerei und öffentlich zelebrierten Verfall, heißt es bei der „Rehab on Tour“-Reise: So irrsinnig kann Gesundheit sein. Lass dich von Torsun überzeugen, dass der Wahnsinn einer 14-tägigen Fastenkur dem eines 3-Tages-Rave in nichts nachsteht.


07.02. Die Heiterkeit & Hall&Rauch

die_heiterkeit_klein_200Die erstaunliche Musikgruppe Die Heiterkeit hat ein neues Album aufgenommen, und getreu dem Motto »Weniger wollen, mehr machen« sind es gleich zwei Alben geworden, die nur so tun, als wären sie eines – 20 Lieder, 66 Minuten Spielzeit und ein genialer Titel: »Pop & Tod I+II«. Das alles ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, der Infotextverfasser weiß gar nicht, wo er anfangen soll, hat sich aber vor allem vorgenommen, nicht hysterisch zu werden, sondern in aller gebotenen Gelassenheit über den Sachverhalt Bericht zu erstatten.

 

Rückblende: Im Jahr 2010 tauchten Die Heiterkeit in der Hamburger Musikszene auf – ein Trio, das stoischen Indieschrammelrock der alten Schule spielte, relativ gelangweilt über nichts Bestimmtes sang und dabei alles andere als heiter klang. Das Logo der Band war ein skeptisches Smiley mit geradem Strich als Mund, die erste EP hatte keinen Namen, es gab Jutebeutel, einen Hype, Liebe, Ironieverdacht und Argwohn. Meinen die das ernst? Und was wollen die? 2012 erschien das Debütalbum »Herz aus Gold« und zwei Jahre später »Monterey« – spröder Slowcore-Glam-Pop, unaufgeregt, schillernd und ein bisschen blasiert. Man kann nicht gerade sagen, dass Die Heiterkeit das Land in Flammen gesetzt hätten mit ihren Liedern über jene Momente des Lebens, die die meisten lieber liegen lassen, weil da nix von dem ist, wonach die meisten suchen: Euphorie, Ankommen, Geilsein.

 

Jetzt also »Pop & Tod I+II«. Es ist ja so: Mit dem ersten Album zeigt man, wer man ist, mit dem zweiten, dass man's ernst meint, und mit dem dritten, was man drauf hat. Und jetzt muss der Infotextverfasser ein bisschen an sich halten, denn »Pop & Tod I+II« ist das, was man einen Wurf nennt, ein großes Werk, meinetwegen Meisterwerk. Man kann dieses Album lesen wie einen Roman, wahrscheinlich ist es ein Konzeptalbum, weil alles ineinandergreift und sich fortentwickelt, auf jeden Fall hat es so was noch nicht gegeben, nicht mit dieser Haltung in deutscher Sprache, und das, was es ist, brauchen wir gerade jetzt.

 

Wie das schon losgeht: Der erste Song ein Schweben, nur Klavier, Synthiefläche und Stella Sommers sonore Stimme: »Die Bäume sind gewachsen / Die Vögel sind geflogen / Da, wo ich wohne, ist es immer kalt kalt kalt.« Der zweite Song, »Betrüge mich gut«: »Es ist so einfach für ein Mädchen wie mich zu lügen / Es hat nichts mit dir zu tun / Ich will dich leichter verlieren können / Du kannst dich zwischendurch ausruhen.« Entschuldigen Sie bitte, aber das ist eine Staffel Girls in vier Zeilen! Der dritte Song macht dann kurz mal klar, was die angemessene Haltung ist gegenüber einer immer komplexeren Welt, in der es keine einfachen Antworten gibt: »Im Zwiespalt mag ich euch so sehr [...] / Im Zwiespalt find ich's angenehm / Distanz als Form von Nähe / die Blumen, die ich säe.« Und im vierten Stück kommt die Leichtigkeit, wegen der Die Heiterkeit nämlich dann doch keine doofe Diskursband sind, sondern eben kluger, lässiger Pop: »Es gibt Dinge, die man lernt, / und alles andere lässt man bleiben / Doch Baby Baby, schick es nach Panama City.«

 

Das ist der Gegenentwurf zum deutschsprachigen Kumpelrock und Durchhaltepop der jüngeren Zeit, der im schlimmsten Fall darauf hinausläuft, dass irgendwer »Wir sind das Volk« brüllt und Heil Hitler meint. Was der Infotextverfasser sagen will: Die Heiterkeit suchen keine Erlösung, sondern irrlichtern irgendwo zwischen Anziehung und Abstoßung, Verstehenwollen und Loslassen, Frustration und Kapitulation herum, und dabei strahlen sie eine Gelassenheit aus, die glücklich macht, weil sie alles mitdenkt, gegen jede Hysterie niemanden verarscht, und unverschämt oder verzweifelt genug ist, um im Mädchenchor zu singen: »Wenn es so weit ist, werden wir es wissen / Es kommt immer anders als gedacht / Es wird in Ordnung sein.«

 

Auch musikalisch stehen Die Heiterkeit in voller Blüte, haben sich in würdevoller Pracht entfaltet, wobei zu sagen ist, dass die Band angeführt wird von Stella Sommer, die singt, Gitarre spielt, die Texte schreibt und die Musik. Von der Urbesetzung ist nur noch sie übriggeblieben. Das einstige Trio ist nun ein Quartett bestehend aus Sonja Deffner (Jason & Theodor), Philipp Wulf (Messer), Hanitra Wagner (Oracles), die erst nach den Aufnahmen zur Band gestoßen ist, und eben Stella Sommer. Produziert hat das Album, wie schon »Monterey«, der berühmte Moses Schneider – nach einer Woche waren 18 Songs im Kasten und wahrscheinlich alle Beteiligten supergut drauf, zumindest klingt es nun, als hätte es Spaß gemacht. Da ist eine zauberhafte Zärtlichkeit in den Liedern, ein lässiger Minimalismus der Mittel – Mädchenchöre, Männerchöre, Melodien, Hooks und Harmonien! Und das alles irre unangestrengt. Zuweilen hat man das Gefühl, dass diese Musik gar nichts wirklich will, und das ist natürlich irritierend, denn das lässt viel Platz für eigene Gedanken, und damit muss man ja auch erstmal klarkommen. Und dann noch Zeilen wie diese: »Man ist immer allein«, »Es bröckelt vor sich hin«, »Schlechte Vibes im Universum«, »Es fällt mir immer auf / Es fällt mir immer runter / Es kommt immer was dazu.« Und ist das eigentlich Sarkasmus zum Schluss, wenn Stella Sommer singt: »Und es ist großartig / Sind wir jetzt alle zufrieden?« Und dann der Männerchor: »Haben die Kids es nicht einfach geliebt?« Was soll das denn heißen? Dass alles dann doch nur Pop ist, und am Ende sind wir alle tot?


03.02. Young Chinese Dogs & The Gadgets

young_chinese_dogs_200Berge, Seen, zirpende Grillen. Sonne, Nebel, Lagerfeuer. Gebirge und Großstadt. Geist und Seele des Sounds der Folk Band YOUNG CHINESE DOGS.

Mit ihrem neuen Album ‘Great Lake State’ zieht die Band die Parallele zwischen den unendlichen Weiten Amerikas und der majestätischen Natur des Alpenraums. Eine Verbindung zwischen dem Land in dem Folk und Country geboren wurden, und dem Ort an dem die drei Wahlmünchner eine Heimat gefunden haben.

Dass die Musik der YOUNG CHINESE DOGS international locker mithält, haben die Hunde schon mit ihrem Debütalbum ‘Farewell to Fate’ bewiesen, dass sie in einer kleinen italienischen Berghütte aufgenommen haben. Die Platte erregte Aufmerksamkeit von Deutschland über Irland bis in die USA.

Nun legen die Band ‘Great Lake State’ nach. Das Album ist on the road entstanden – eine logische Konsequenz aus zwei Jahren, die es in sich hatten: Die Hunde lieferten die Filmmusiken für mehrere Fernseh- und Kinofilme. In einem davon hat Sängerin Birte Hanusrichter gleich selbst die Hauptrolle übernommen. Für den Kinofilm „Der Kleine Drache Kokosnuss“ erweckte die Band mit ihren Stimmen die Zeichentrickfiguren zum Leben. Es wurden TV Auftritte absolviert, Wohnzimmerkonzerte gespielt und Hallen gefüllt.

Der Sound der Band ist opulenter geworden, öffnet sich neuen Einflüssen wie Rock ‘n’ Roll und sogar HipHop und verrät trotzdem nie jene Lagerfeuerwurzeln mit denen YOUNG CHINESE DOGS gestartet sind. Produziert wurde das Album von Gitarrist Oliver Anders Hendriksson und für die Mixes konnte niemand geringes als Grammy-Gewinner Damien Page Lewis (Katy Perry, Rihanna, Larkin Poe) gewonnen werden. Für das Mastering sorgte Kai Blankenberg (Beatsteaks, BOY, Sportfreunde Stiller).

Und so hält ‘Great Lake State’ was der Name verspricht. Organische Beats, betörende Bläser und auch mal eine dreckige E-Gitarre verschmelzen mit akustischer Gitarre, Trommel und Akkordeon. Die mehrstimmigen Gesänge locken in emotionale Klanglandschaften - mal melancholisch, mal ausgelassen, nur um einen schon im nächsten Moment in den Pub zu schleifen, wo man mit einem Guinness in der Hand den Chorus mit grölt.

‘Phone Call’, die erste Singleauskopplung, ist genau so ein Song, der zum hysterischen abfeiern zwingt. Er findet ein starkes Gegengewicht in tieftraurigen Balladen wie “Save The Date” und sexy Folk ‘n’ Roll Nummern wie ‘Dirty Little Girls’.

Mit ‘Great Lake State ‘ geht es gleich wieder auf große Tour, um genau das zu tun wofür YOUNG CHINESE DOGS gemacht sind: eine verdammt gute Liveshow spielen!


01.02. Human Tetris

human_tetris_200Human Tetris ist eine vierköpfige Band mit Sitz in Moskau, Russland. Die Band gründete sich 2009 und löste sich 2013 unerwartet, nach ihrer ersten Europatournee, auf.

2016, nach einer 3-jährigen Pause, ist die Band wieder da und nach 5 Jahren wieder im Druckluft. Mit neuen Gesichtern und einem frischen, lebhaften und schlagkräftigen Post-Punk.


26.01. Hotel Schneider & Mat Reetz

schneiderrsvintage11500x1000_200Hotel Schneider ist die neue Band um Sänger und Gitarrist Dennis Scheider. Nachdem bereits letzten Herbst die Doppel-Single "War das schon alles / Wenn alles vor die Hunde geht" für erste Aufmerksamkeit sorgte, hat die Band nun ihr Debüt "Zurück in den Ring“ auf dem Hamburger Label Chateau La La veröffentlicht.

 

Den Anstoss für Hotel Schneider gab ein bestimmtes Schlüsselerlebnis: "Es ist fünfeinhalb Jahre her, dass sich meine Band muff potter aufgelöst hat. Ich habe viel Musik produziert und Songs für verschiedene Künstler geschrieben." erzählt Dennis Scheider. „Irgendwann bin ich auf einer Party aufgewacht, auf der den ganzen Abend Musik von Curtis Mayfield, Temptations, Bobby Womack, Barry White, Nina Simone usw lief. Plötzlich habe ich gedacht: das ist es! Ich habe meine Jacke angezogen, bin nach Hause gegangen und habe angefangen Musik für ein neues, eigenes Projekt zu schreiben.

 

Funfact: Im dazugehörigen Video stand Tatort Darsteller Claus Dieter Clausnitzer - bekannt als "Vadder Thiel"- in der Hauptrolle vor der Kamera). Nachdem die Band schon ein paar vereinzelte Konzerte spielen konnte geht es im Januar / Februar 2017 erstmalig auf eigene Tour.


19.01. Mirrors For Psychic Warfare (Scott Kelly from Neurosis) & Sanford Parker

mirrors_for_psychic_warfare_200Mirrors For Psychic Warfare ist die musikalische Spielwiese zweier ruheloser Klangkünstler. Zum einen ist da Scott Kelly, Gründungsmitglied von Neurosis, Shrinebuilder, The Road Home, Blood Caldera, River Of Madness, Tribes Of Neurot und gemeinsam mit Steve von Till der Kopf des Neurot Labels, zum anderen Sanford Parker, der nicht nur die soundtechnische Verantwortung für einige der wichtigsten Doom Metal Alben der letzten 20 Jahre (so u.a. für Bands wie Eyehategod, Pelican, Voivod, Woven Hand oder Buzzov*en) trägt, sondern auch selbst als Musiker bei u.a. Buried At Sea, Minsk, Twilight, Nachtmystium, Unearthly Trance, Yob, Blood Ceremony mitwirkte und mit Scott Kelly und Mike IX Williams von Eyehategod das Projekt Correction House unterhält. Während Correction House darauf versessen sind, musikalisch mit roher Gewalt puren Terror zu verbreiten, sind Mirrors For Psychic Warfare wesentlich zurückhaltender. Ihr eindringliches, selbstbetiteltes Debütalbum ist ein klangliches Manifest an die Schlaflosigkeit, Alpträume und die Angst vorm schäbigen Licht des nächsten Morgens. Die fünf Songs schlingern und pulsieren durch eine öde Landschaft mit einer nahezu obsessiven Neugier. Somit erinnern Mirrors For Psychic Warfare an einige der besten Werke des renommierten Industrial Labels Cold Meat Industry, ohne dabei typische Versatzstücke aus dem vertrauten Background Kellys und Parkers vermissen zu lassen. Dieses gemeinsame Werk spiegelt den unruhigen Geist dieser Beiden mehr wider, als jede andere Platte. "Mirrors For Psychic Warfare" wurde 2015 im Actual 13 Studio von Kelly und Parker eingespielt und von Sanford Parker gemixt und gemastert. 2016 erschien das Album auf Neurot Recordings, und mit einem Gastspiel auf dem Roadburn Festival setzten sie ein erstes Achtungszeichen, welchem nun eine ausgedehnte Europatour folgen wird.


Jeder der sich in den letzten fünfzehn Jahren tiefer in die Klanggefilde zwischen Metal und Industrial hinein hörte, wird unweigerlich mit dem Namen Sanford Parke konfrontiert worden sein. Einerseits natürlich durch die Bands und Projekte, bei denen er als Musiker mitwirkte, so u.a. bei den Doom-Propheten Buried At Sea, den Soundextremisten Correction House, dem Post-Metal Schamanen Minsk oder den Black Metal Junkies Nachtmystium, aber eben auch aufgrund der Unmasse an Releases, denen er seinen ureigenen Stempel als Produzent und Studiotechniker verpasste. Hier sprechen wir von Bands wie Pelican, Eyehategod, Rwake und Voivod, aber auch Yob, Lair Of The Minotaur und gar Woven Hand vertrauten seinem Fingerspitzengefühl.

Nun hat er sein erstes Soloalbum unter dem Titel „Lash Back“ veröffentlicht. Den darauf befindliche Material versteht er als eine Übersetzung des Doom in den Kosmos der elektronischen Musik. Dieses konzeptionelle, grenzüberschreitende Werk kombiniert Loops und Sequenzer Programme aus dem Industrial Sound mit einfachen linearen Songstrukturen, wie man sie aus dem klassischen Songwriting kennt, wodurch ein jeder Track zu einer ganz eigenen Klanglandschaft heran wächst. Ohne Frage, „Lash Black“ wirkt auf die zeitgenössische Extrem-Musik Szene wie der schwarze Monolith aus Kubricks „2001“- unangreifbar, unvergleichlich, und perfekt in Form.


12.01. First Breath After Coma

first_breath_after_coma_200"First Breath After Coma ist eine fünfköpfige Shoegaze-Band, die wir so eher aus Edingburgh oder Glasgow erwartet hätten. Hymnische Chöre treffen auf schwer verhallte Vocals und Gitarrenlicks, die wie eine Kreuzung aus Editors und Slowdive klingen. Ihr aktuelles Album DRIFTER erschien in diesem Jahr und sorgte in der Heimat für Erstaunen. Schließlich sind diese Burschen gerade einmal 20 Jahre alt." MUSIKEXPRESS


„Entspannte Post-Rock-Klänge in reinster Form, eine hohe Dosis Melancholie und verdammt sinnliche Melodien verbinden sich aufs Schönste. Das aktuelle, zweite über Crowdfunding finanzierte Album „Drifter“ eröffnet eine wunderbare, poetische Welt. Es enthält so tolle Songs wie das experimentelle „Blup“ oder das zweigeteilte, beinahe opernhafte „Tierra Del Fuego“, das wirklich mit aufbäumenden Gitarren und schwerem Schlagzeug vorwärts driftet, um in warme Bläserpassagen zu münden. Musik zum Zuhören und Mitwippen, zum Wegträumen und Wegwünschen. Dazu dieser Gesang, der ein wenig an Radiohead erinnert. Oder auch mal hymnisch daherkommt, wie in „Dandelions“. REEPERBAHN FESTIVAL 2016


06.01. GEREON KLUG über STUDIO BRAUN

gereon_klug_klein_271Deutschlands lustigstes Trio von ganz nah: Gereon Klug hat soeben die große Werkschau von Studio Braun "Drei Farben Braun" herausgegeben: "Ein Opus Monstermagnum, das allen bibliophilen Scheißern die Tränen der Freude und Demut in die Augen treiben wird" (Oliver-Maria Schmitt, titanic)

20 Jahre High-Class-Humor-Performance von Heinz Strunk, Jacques Palminger und Rocko Schamoni. "Ein herrlicher Bildband feiert die braunen Jahre, es sind Jahre der Arbeit an sich selbst, gegen die schlechte Gegenwart und den falschen Humor." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

Wer sind die 3 wirklich? Alternde Exzentriker? Omnipotente Silberrücken? Fraktus, Fraktus II und Fraktus unplugged?

Gereon Klug klärt auf: Liest und erzählt, zeigt und enthüllt! Unveröffentlichtes Material, Intimae, rare stuff.

Sicher eine der lustigsten Veranstaltungen, die man sich abseits Comedy- und Poetry-Slam-Formatierung an den Bettpfosten binden kann.

Gereon Klug: Seines Zeichens Erfinder von Deichkinds „Leider geil“, Plattenhändler, ZEIT-Kolumnist, Kochbuch-Erfinder und Autor von „Deutschlands bestem Newsletter“ (Spex) als Hans E. Platte.


21.12. Lara Snow

lara_snow_200Eine Künstlerin der Extreme. Ihre Wurzeln liegen in einem Wüstenland, sie verkörpert aber die schöne kälte des Schnees. Wie die Gegensätze Hitze und Kälte spielt auch ihre Musik wie die verschiedenen Elemente, ein fortlaufendes zusammen und gegeneinander Wirken, welches sich als Ganzes präsentiert. Ihre sehr weibliche und fast Mädchenhafte Stimme nimmt einen von weich gesungen Textstellen mit in trotzige Rap Phrasen unterstützt von dramaturgischen und tanzbaren Beats. Die Kombination der Gegensätze kreiert ein Musterbeispiel für den Cross Over. Das ist Lara Snow, ein Duo aus Tel Aviv. Energetisch auf der Bühne bringen sie, Valery Sherman und Jonatan Harpak, das Publikum zum Beben und noch wichtiger zum mitfühlen. Durch ihre Wurzeln in Punk und Rock, vereint mit modernem Elektro und Valerys weicher Seite wurden Fans in aller Welt schon mit auf eine musikalische Reise genommen. In ihren vielen Live Shows, die sich von Tel Aviv über Europa bis nach Canada und in die USA erstrecken, schreckt Lara Snow vor nichts auf der Bühne zurück.


16.12. Banda Senderos

banda_senderos_2016_pic_1_medium_klein_200„Banda Senderos sind die Newcomer der Global Pop-Szene. Nur wenige beherrschen die Mischung aus Cumbia und Reggae so frisch wie diese Vagabunden zwischen den Kontinenten. Ihre Mission: Party für die Welt!“ (Funkhaus Europa/WDR)

Das spanische Wort für Pfade ist Senderos. Banda Senderos sind auf der Suche. Und auf dem Weg. Im Jahr 2012 von drei jungen Jazz-Musikern aus dem Ruhrpott zunächst als Bossa-Pop-Projekt gegründet, vereint Banda Senderos nach den ersten Konzerten rasch weitere kreative Musiker mit unterschiedlichsten musikalischen Hintergründen und findet im Frühjahr 2013 zu ihrer aktuellen Formation:

Sebastián „Seba“ Campos (geboren in Santiago de Chile) und Dan „Brown“ Matweta (geboren in Kinshasa, Kongo) als internationale Sänger und Entertainer. Julian Kühn (Drums), David „Örkel“ Fiege (Gitarre) und Pascal Wenske (Bass) als groovende Rhythmusgruppe. Jacek „Wujek“ Brzozowski (geboren in Katowice, Polen) an Keyboard und Samplern sowie die Bläsersektion, bestehend aus Dominik Ohlmann (Trompete), Johannes Hartogh (Saxophon) und Jens Kolpatzik (Posaune).

Auch musikalisch entwickelt sich die nunmehr neunköpfige Band weiter, fusioniert mit Eleganz und Feingefühl südamerikanische Rhythmen mit Reggae und Pop und integriert zunehmend elektronische Beats und Samples. Das Ergebnis ist vor allem: tanzbar!

Nach einem intensiven Sommer mit den ersten größeren öffentlichen Auftritten, auch über die Grenzen NRW’s und Deutschlands hinaus, begibt sich die Band im Herbst 2013 in die „mohrmusic“ – Tonstudios, wo sie gemeinsam mit Stefan Mohr an neuen Songs arbeiten. Hier treffen die umtriebigen Jungs auch auf Ingo Schnorrenberg, erfahrener Produzent elektronischer Klänge und Inhaber des Labels „momental“, welcher die Banda Senderos ins Herz schließt und fortan in allen Bereichen bei der Produktion eines unverkennbaren und höchsten Ansprüchen gerechten Sounds unterstützt.

Gemeinsam produzieren sie die erste EP mit dem Titel „Vagabundo“, welche sechs eingängige und tanzbare Songs enthält, die sich wohl am ehesten als „Global Pop“ einordnen lassen. Es folgt die Veröffentlichung der Single „Ay nenita“, welche ein immer breiteres Publikum erreicht und von den Hörern von Funkhaus Europa (WDR) schließlich im Dezember sogar zum Global Pop Hit des Jahres 2014 gewählt wird!

Im Winter 2014 beginnt die Banda Senderos mit den Aufnahmen zu ihrem ersten offiziellen Studioalbum, welches im April 2015 unter dem Titel „Mobulu“ („wild“ in Lingala, der kongolesichen Nationalsprache) veröffentlicht wird: Cumbia trifft auf Reggae, poppige Melodien auf fette Beats, und die beiden Sänger Sebastián und Dan vereinen ganz natürlich und ungezwungen deutsche, spanische, französische und englische Lyrics. Man möchte an „chiringuitos“ (Strandbars) denken, an rauschende Parties in lauen Sommer-Nächten, ob in Südamerika, Afrika oder im Ruhrpott. Das ist die Stärke der Banda Senderos: sie verkörpern perfekt das Lebensgefühl einer jungen, lebensfrohen und multikulturell aufgewachsenen Generation, die das Leben im Hier und Jetzt gemeinsam mit Freunden und Fremden feiert! Mit Schmackes im Herzen und in der Seele spricht Banda Senderos die Sprache Eurer Welt: Musik!


08.12. John Allen & The Black Pages special guest: Ducking Punches

bandfoto_detail_200Mehr als zwei Jahre sind bereits vergangen, seit sich John Allen quasi über Nacht in der deutschen Singer/Songwriter-Szene etablieren konnte. Dem Kickstart durch den Support von Frank Turner folgten weit mehr als 300 Solo-Shows sowie nationale und internationale Tourneen mit Lucero, Ben Caplan, Emily Barker, Milow, Joe Ginsberg und vielen anderen Künstlern.

Im vergangenen Jahr 2015 tourte John Allen mehr als erfolgreich als Frontmann seiner Band The Black Pages und bewies, dass in ihm mehr steckt als nur ein unermüdlicher Folk-Troubadour. Bei 11 Shows in der ganzen Republik begeisterten John Allen & The Black Pages ihr stetig wachsendes Publikum mit einer Mischung aus melancholischer Ballade und kraftvollem Indie-Rock gepaart mit Allen’s unverwechselbar Reibeisenstimme.

Nun sind John Allen & The Black Pages zurück auf den Bühnen Deutschlands. Im Gepäck haben sie neue Songs und ein brandneues Album. Ghosts heißt der inzwischen vierte Longplayer von John Allen, der im November bei Gunner Records erscheinen und eine neue, düstere Seite von John Allen ans Licht bringen wird.


03.12. Drifter (members from Jeniferever, Stiu Nu Stiu, We Are The Storm)

drifter_klein_200Tragische Momente eingehüllt in ein wavig-synthetisches Gewand, versetzt mit diesem Anfang-90er-Feeling und dem Bewusstsein, dass es einfach so kommt wie es muss. Das muss man nicht kennen um es zu verstehen, nur zuhören und versinken. Martin Sandström (Ştiu Nu Ştiu & Jeniferever) und Staffan John Sigvard (We are the Storm) erzeugen einen Sound aus dem Bauch heraus und erschaffen einen authentischen Sound in dessen Tiefen sich viele Schichten verweben, die zu einem melodischen und durchaus tanzbaren Ganzen zusammenwachsen.


01.12. Rob Lynch + Band, Recreations. & Captain´s Diary

roblynchpresse32013_klein_200Mit seinem Debütalbum "All These Nights In Bars Will Somehow Save My Soul" machte Rob Lynch 2013 erstmals hierzulande von sich hören: er eröffnete die Tour von Thees Uhlmann, spielte anschließend zahlreiche eigene Touren durch Deutschland mit ausverkauften Shows in Hamburg, Berlin und Köln. Einen ganzen Sommer spielte er sich mit der Vans Warped Tour durch die USA, ebenso stand er auf den Bühnen von Festivals wie dem Deichbrand, Groezrock oder Highfield. Auf all diesen Reisen sammelte er das Material für "Baby, I'm A Runaway".

Produziert wurde das Album erneut von Sam Duckworth (aka Get Cape. Wear Cape. Fly.), diesmal in enger Zusammenarbeit mit Robs Backing-Band, wodurch der hörbar dichtere Sound des Albums entstand. Behandelte der gebürtige Stamforder auf "All These Nights..." noch ausgiebig den frühen Tod seines Vaters, ist das neue Album textlich wie musikalisch etwas positiver ausgefallen. Er singt von der Dankbarkeit, als tourender Musiker leben zu können und davon was sein neues Leben mit den Menschen aus der Zeit "davor" gemacht hat. Natürlich bleiben seine Songs trotzdem zu jedem Zeitpunkt ernst - sind sie aber doch beflügelt durch die Freude daran, dass die "Schnapsidee" Musiker zu werden, irgendwie funktioniert hat. Working for a dream.


30.11. Big John Bates

bigjohnbates_black_opal_klein_200Big John Bates kann man nicht stoppen! Nach 5 Alben, unzähligen Touren durch Kanada/USA und Europa, ist klar, dass BIG JOHN BATES einer der spannendsten Live-Acts der westlichen Welt ist, der zudem mit jeder Tour und jedem Album immer wieder eine Menge Überraschungen parat hat. „Rustic Rock’n’Roll trifft auf Symphonic Punk und Americana Noir, in der exotischen Welt des Rock’n’Roll“. Mit den Schubladen macht es einem diese Band nicht einfach. Die Band aus Vancouver/Kanada wird verehrt für ihre musikalische Vielfalt und ihrer fantastischen Bühnenpräsenz. Musikalisch ist man immer einen Schritt voraus um nicht im Sumpf des Mainstream „Rock’n‘Roll” zu versinken. Der beste Beweis dafür ist das neue Album „From the Bestiary to the Leathering Room“, das Ende April 2015 bei Rookie Records/Cargo) veröffentlicht wurde. Die Songs wurden z.T. auf einem Boat (!) in Falls Creek/Vancouver aufgenommen. Das Songwriting teilten sich dabei John Bates (Gitarre/Gesang) und Brandy Bones (Bass, Violine, Gesang), die ihre Qualitäten im Verarbeiten vieler musikalischen Einflüsse und Ideen unter Beweis stellen. Insbesondere der gekonnte Einsatz eines Cello (!) sorgt für den beinahe zum Markenzeichen gewordenen „Big John Bates Style“.

 

Erst verachtet, dann über alles geliebt und geschätzt dafür, dass man eine erstklassige Burlesque- Show auf die Bühnen der Rock’n’Roll Welt brachte und damit die große Burlesque Welle in Europa auslöste. Um sich aber musikalisch weiter entwickeln zu können, verabschiedete man sich beinahe am Höhepunkt des Erfolgs 2010/2011 von der Burlesque Show der Voodoo Dollz. Nach einigen Touren und Aufnahmen, bei der man erst eine Tubaspielerin und wenig später einen Mandolinenspieler verbrauchte, entdeckte man bisher verborgene Qualitäten in der dunklen Seite des „Americana“, die mit der Energie von Rustic Rock’n’Roll gemischt wurde. Das Mini-Album „Headless Fowl“ und das Album „Battered Bones“ (produziert von Robert „Bob“ Ferbrache (16 Horsepower, Woven Hand, Slim Cessna) ließen bereits erahnen, dass die Band in Zukunft einen völlig eigenständigen Sound finden wird.

 

JOHN BATES, Sänger und Gitarrist ("the fastest GRETSCH in the west"), teilt sich einen großen Teil des Songwritings mit Bassistin BRANDY BONES, die auch einen großen Teil der Vocals übernimmt - Was bei vielen alten Fans für angenehme Überraschungen sorgte und sich bei den Live-Shows bestens bewährt. Brandys z.T. akrobatischer Umgang mit und auf ihrem riesigen Höfner Upright-Bass, die ihre Gesangs-Parts kaum einschränken, sorgt bei jeder Show für staunende Gesichter im Publikum. Angeheizt werden John und Brandy aber erst so richtig von Vancouvers Schlagzeuger Legende J.T. BRANDER, der weiß, wie man faszinierende Rhythmen aus Drums, Bierfässern oder seinem aktuellen Lieblingsspielzeug, einer Timpani herbeizaubert - und dabei auch noch eine wilde Show liefern kann. Seit Ende 2014 ist zudem Leanne LaBoucher als Cellistin dabei.

 

Auf der Suche nach einer exotischen Rock’n’Roll Band die „Rustic Punk“ mit „Americana“ oder „Southern Gothic-Death-Cult“ mischt und alles mit einer stilvollen Rock’n’Roll Attitüde spielt und lebt, wird einem schnell klar, dass BIG JOHN BATES relativ einmalig sind. Insbesondere wenn man auf inzwischen mehr als 1400 gespielte Shows auf diversen Kontinenten zurückblicken kann.


25.11. & 26.11. Pressure Air Festival

14591582_1365565593483717_3815191981617247900_n_200Giant Rooks - Junger Künstler, große Stimme: Frederik Rabe, Sänger der Giant Rooks aus Hamm, kann sich mittlerweile problemlos neben Nachwuchstalenten wie Henning May von AnnenMayKantereit und Niklas Keiser von RAZZ in die Riege der stimmlichen Aha-Erlebnisse einreihen. Gleich mit ihrer ersten Single „Småland“ sorgten Giant Rooks für Aufregung.

Emily´s Giant - Eine außergewöhnliche Stimme, eine Gitarre und ein Schlagzeug, eine Mischung aus melancholischem Folk, Punk, Blues und Hoffnung.

Frère ist Songwriter aus Bochum, Anfang 20. Schön für ihn, denkt man sich da, soll er nur singen über seine Ex-Freundin und den bedauerlichen Alltag zwischen U-Bahn Stationen und schalem Bier auf ranzigen Partys, ist ja bestimmt auch alles echt schrecklich. Zugegeben. Alexander Körner, der Typ, der hinter Frère steht, singt manchmal über die Liebe, fährt oft mit der U-Bahn und trinkt oft schales Bier auf oft ranzigen Partys. Nur deprimiert kommt er trotzdem nicht rüber, eher sehr gelassen bis unaufgeregt vor Vertrauen.

Walking On Rivers - Das Indie-Folk-Akustik-WasAuchImmer-Trio WALKING ON RIVERS aus Dortmund gibt es erst seit Mai 2015. Und doch klingen sie trotz ihrer Frische schon sehr entschlossen: Gitarre, Bass, Klavier, dreistimmiger Gesang, kein Schnick Schnack.

 

14713797_1365564380150505_7119912189779840282_n_200Radio Havanna - Wie viel Pop darf Punk? Wie viel Politik verträgt eine anständige Party? Wenn es nach Radio Havanna geht: Eine Menge! Das Berliner Quartett lotet auf seinem neuen Album die Sphären zwischen Antifa und Amüsement, zwischen Pogo und Pop aus. "Unsere Stadt Brennt" ist dabei nicht nur ein flammendes Fanal für die Unversöhnlichkeit mit dem Zustand unserer Gesellschaft, sondern auch ein hymnisches Monster, eine umwerfende Partyplatte, deren Refrains sprichwörtlich ins Herz schießen!

Abramowicz - Ein Blick in die Augen und man sieht den Hunger. Den Hunger von
ABRAMOWICZ auf mehr. Mehr Bühnen, mehr Kilometer im Tourbus, mehr Menschen, mit denen sie ihre Musik teilen können. Die nordische Melancholie ist immer noch vorhanden. Die Besinnung auf den Ursprung des Rock in den Arbeiterklassen ebenfalls, allerdings ist alles nun multipliziert mit den Erfahrungen von einigen tausend Kilometern Autobahn im Blut.

KMPFSPRT - „Das ist doch kein Name für ne Band“ (2012). Seit der Debüt EP und der Singleauskopplung „Affengeld“ sind KMPFSPRT aus der deutschen Punk-Szene nicht mehr wegzudenken. Punk Legende Walter Schreifels findet lobende Worte: "KMPFSPRT klingen wie eine Mischung aus „Hot Water Music“ und „Title Fight“, nur auf Deutsch.“

Hey Ruin - Ha, die Jungs kennt ihr schon…MNMNTS sind das hier zu 3/4 - auf Deutsch, stürmisch und Punk-verliebt. Was eine spitzen Platte, an der Schnittmenge von 90er Emo und zeitgenössischem Punk.


23.11. The Fog Joggers

fogjoggerspromopicneu_klein_200„From Heart To Toe“, vom Herz bis in die Zehenspitzen, sind die Fog Joggers sowohl beim Songwriting als auch bei den Aufnahmen motiviert. Der Kopf, und das bezeugt nicht zuletzt der Titel des Albums, bleibt diesmal ausgeschaltet. Was zählt, ist einzig und allein das, was die Band fühlt, allen voran natürlich Sänger und Texter Jan Büttner, der seine „Ängste, Sorgen und Freuden“ unter dem Dach des neuen Albums versammelt, und dabei ziemlich deutliche Worte findet. Vom „Middlefinger“ über „Flying, Falling“ bis „Take Away“ zieht Büttner in den inneren Jihad mit sich und seinem Umfeld, macht reinen Tisch, packt seinen Kram und bricht auf in eine Zukunft, in der alles möglich ist. „From Heart To Toe“ ist der letzte Blick zurück, bevor Jan Büttner, Christian Peitz (Orgel), Stephan Selbach (Bass) und der neue Schlagzeuger Dominik Van Bebber zu neuen Abenteuern aufbrechen, mit der Faust in der Tasche dem Herz auf der Zunge.


18.11. Jacques Palminger & 440 Hz Trio

02simonescardovelli_klein_200Dem Jazz aus dem Wunderland für Erwachsene hat sich der Hamburger Musiker und Schauspieler Jacques Palminger mit seinem 440Hz Trio verschrieben. Palminger bricht dabei gängige Jazz-Strukturen. Das ist nicht verwunderlich, denn man kennt den Mann aus dem Humortrio Studio Braun oder aus dem Fake-Band-Dok-Film "Fraktus". Nun tanzt er lasziv durch das Paris der Sechzigerjahre, klettert unendliche Tonleitern hoch zum schönsten Lied der Welt und segelt mit seinem Schiff durch ein bittersüßes Schlagermeer.

 

Palmingers eindringliche Texte schwanken dabei zwischen böser Komödie und wahnwitzigem Drama. Er spricht sie auf Deutsch: immer schön einen Meter über dem Boden, immer schön mit einem Funken Größenwahn, immer schön aus einem unheimlichen Märchenschloss heraus. Das 440 Hz Trio, mittlerweile zum Quintett angeschwollen, ist dabei Hamburg durch und durch: der ehemalige Die-Sterne-Organist Richard von der Schulenburg, der Bassist John Raphael Burgess, Olve Strelow am Schlagzeug, sowie Jan Heinemann am Vibraphon und Lydia Schmidt am Gesang begleiten Palminger durch Traumwandler-Klangwelten. So lange, bis die Zuschauer selbst taumelnd mit einstimmen: " Das ist mein Schiff auf meiner Reise. Das ist mein Wind." Zumindest einen verjazzten Wunderland-Abend lang.


17.11. Buriers

buriers_band_pic_klein_200Die Buriers (vormals A Band Of Buriers) aus London machen außergewöhnliche Videos (unter anderem mit Matthew Lewis von Harry Potter). Aber natürlich nicht nur das. Die Band rund um James P Honey und den klassisch ausgebildeten Cellisten Jamie Romain erzeugen eine melancholische Atmosphäre voll whiskyhaltiger Dramatik, aus welcher das zentrale Element, James P. Honeys gesungene und gerappte Texte poetisch und musikalisch hervorstechen. Die melodische Mischung von Gitarre, Cello und Violine kombiniert mit einem weiblichen Backing-Chor komplementieren die abstrakte und fantasievolle Poesie der Lyrics. Das Resultat: Großartige Songs durchzogen von fragiler Schönheit.


16.11. The Hidden Cameras

the_hidden_cameras_by_jeff_harris_klein_200Der verrückte Haufen The Hidden Cameras um Sänger und Songwriter Joel Gibb besteht bereits seit 2001 und ist bekannt für seine extravaganten Shows. Außerdem für die in wunderschöne Indie-Songs verpackte Themen wie Coming Of Age und Queerismus. Das neue Album "Home on Native Land", das im Herbst erscheint, markiert nun den Beginn eines neuen Kapitels der Band. Auf dieser Ode an Gibb’s Geburtsland Kanada, erweckt er den einsamen Cowboy in sich und lädt uns ein, einen herzschmerzgetränkten, nostalgischen Ausflug durch die kanadische Folklandschaft zu unternehmen.


11.11. Flat Back Four support: Snareset & NOSIYAH - free show

flat_back_four_klein_200Flat Back Four sind eine kraftvolle Punkband aus St. Helens, England. Innerhalb von zwölf Jahren traten sie, zusammen mit einigen der besten Undergroundbands auf 350 Konzerten in zehn Ländern, auf und brachten sechs CDs raus. Die neue CD, mit dem Namen "Ste’s Mum Calling", wird bei dem Konzert erhältlich sein.


09.11. Alma & Hunt

alma_200"Auch wenn die Namen Pete Lambrou und Ciaran Monahan bei euch nun vielleicht nicht direkte Assoziationen wecken, könntet ihr vom musikalischen Schaffen der beiden Musiker jedoch schon gehört haben.

 

Pete hat sich unter anderem mit Monsters Build Mean Robot einen Namen bei Freunden von atmosphärischem Post-Rock / Dream-Pop gemacht und Ciaran kennt ihr zudem sicherlich als Mitglied der Erased Tapes Post-Rocker Codes in the Clouds, die 2011 ihr drittes Album veröffentlichten und vor einer Weile die Arbeiten an Album Nummer 4 aufgenommen haben. Unterstützung erhalten sie dabei übrigens von Label-Mate Ryan West (Rival Consoles).

 

Die Zeit zwischen den Arbeiten mit ihren Hauptprojekten haben beide nun genutzt, ein eigenes Projekt zu gründen. ALMA ist nicht nur der Name der gemeinsamen Band, sondern auch der Titel des ersten Mini-Albums. Wie man es wegen der Herkunft der beiden Musiker vermutet, bekommt man darauf eine angenehme Mischung aus Dream-Pop, Shoegaze, Post-Rock und Ambient präsentiert." (White Tapes/2015)

 

Hunt macht melodischen, atmosphärischen, postrock-orientierten Indie Pop der feinsten Art. Der Sound der vier Individuen aus Göteborg ist teils von einer befreienden Klarheit bestimmt, teils in Effekten getränkt. Bittersüße Popsongs, traumhafte Melodien und eine herzzerreißende, melancholische Stimme tragen Hunt und ihre Zuhörer in eine unendlich weite und schöne Ebene zwischen Traum und Zeit.


05.11. The Pack A.D., Nosebleed & Black Volvo

the_pack_a.d._klein_200The PACK A.D. besteht aus der Schlagzeugerin Maya Miller und der angriffslustigen Gitarristin und Sängerin Becky Black. Sie sind eine episch stürmische Explosion aus Punk, Psych- und Garagerock. Das in ihrer Heimat Kanada verehrte Duo wurde 2006 gegründet und etablierte sich mit den Veröffentlichungen Tintype (2007), Funeral Mixtape (2008), We Kill Computers (2010) und Unpersons (2011), Do Not Engage (2014) als ein wesentlicher Teil der kanadischen Soundlandschaft. 2016 kommen sie mit ihrem neuen Album Positive Thinking nach Europa und machen am 05.11. im Druckluft halt. Unterstützt werden sie von den Garage Punkern Nosebleed aus Leeds und der Punk´n´Roll Band Black Volvo aus Amsterdam.


02.11. Liedfett

liedfettpressewei_klein_200Das hanseatische Akustik Punk-Trio Liedfett, aka. Sprinder, Lucas und Philipp, entert die Autobahn und stürmt erneut die Clubs! Im Gepäck ihre neueste Formel zu melodiösen Weltverbesserung: Laufenlassen! Zwei Jahre nach „Klarkomm!“ kreieren die Schirmherren des Liedermaching Untergrund den aktuellsten Schlachtruf zur juvenilen Selbstfindung auf Tanzebene. „Laufenlassen“, Leute, einfach laufenlassen! Den Flow, die Freundschaft und die Freude! Verzeihen Sie die Allitaration an dieser Stelle.

 

In ihrer veredelten Mischung aus Punk, HipHop und Liedermaching besingen sie die bunten Eruptionen aus dem grauen Asphalt des Lebens. Sex? Rausch? Der Staat? Es gibt kein Unkraut, alles gedeiht in wildesten Farben. Mit der Hilfe von Liedfett. Wie gesagt: Laufenlassen! Laufenlassen steht für einen Mittelfinger mit Lächeln. Liedfett steht für eine liebevolle Umarmung samt sanfter Kopfnuss. Verzeihen Sie auch diese Alliterationen!

 

Zwischen rauhbeinigen Riffs mit Klöterpunkcharme und hymnischen Balladen mit Wunderkerzeneffekt, funkelt der Schalk der lyrischen Renegaten, und die Noten ihrer Songs tragen ein Lächeln in die Welt. Der Gangsterrapper küsst den Hippie zärtlich, der Kuttenträger klatscht mit dem Kulturfan gemeinsam zum Takt, der Broker heilt endlich die Brokenen. Mit leuchtenden Augen mehrt sich die Hörerschaft, von der Fusion bis zum Metal-Festival bewegt man die Arme zur liedfettschen Weltanschauung. Denn die klingt so schön wie nie. Davon kann man sich am besten selbst überzeugen! Natürlich auf ihrer kommenden Tour! Oder auf CD! Denn die erscheint am 04.03.2016. Übrigens ein Highlight auf dem Tonträgermarkt. Ein funkelnder Rubin. Eine musikalische Bombe. Wie auch immer: Erst anhören, dann laufenlassen! Es wird eingeschenkt und ausgeteilt. Auf eine wahnwitzige Tanznacht! Prost.


26.10. Sole & DJ Pain 1 - INDIE-RAP LEGEND//ANTICON FOUNDER//Denver-USA

deathdrive_solepain1_presspic_klein_2002 Jahre nach der Veröffentlichung ihres gefeierten Albums Death Drive, bringen, der Anticon Mitbegründer Sole & der Hip-Hop Platin-Produzent DJ Pain 1, ihr Nachfolger-Album Nihilismo raus. Nihilismo ist ein revolutionäres Hip-Hop-Album, das den Nihilismus des modernen Lebens in Frage stellt, im späten Stadium des Kapitalismus und einer Welt, die keine Zukunft zu haben scheint. Mit Beiträgen von Punk Rock Ikone Chris Hanna von Propagandhi, dem anarchistischen Autor Scott Crow, Decomposure, Ceschi, Jah Boogie, Church Fire und The Delta Mirror verschiebt Nihilismo die Grenzen des Genres.


19.10. The Wakes & North Alone

thewakes03_15x10_klein_200Den Punk im Herzen, den Folk im Blut und das Herz auf der Zunge: Das ist THE WAKES. Die Jungs mit dem einzigartigen Stil und der unverwechselbaren Stimme von Sänger Paul Sheridan bringen mit ihrer mitreißend-dynamischen Art den Spirit Schottlands in die Welt! Punk, Rock, Folk und sogar Rock’n Roll - am besten steckt man THE WAKES gar nicht erst in irgendeine Schublade; denn wirklich gerecht wird keine Bezeichnung dem Sextett aus dem Herzen Glasgows. Eine Einordnung fällt ohnehin schwer, denn die sechs überraschen Kritiker wie Fans mit jedem neuen Werk gleichermaßen mit einer schier endlosen Bandbreite an Ideen und neuen Motiven. Und das ohne sich der eigenen Heimat zu entfremden: „Die Tatsache, dass wir aus Schottland kommen, hat unser Auftreten als Band wirklich stark geprägt. Sie beeinflusst nicht nur unser äußeres Erscheinungsbild, sondern auch die Art, wie wir mit dem Leben selbst umgehen“, sagt Paul Sheridan selbst über das musikalische Erbe Schottlands in ihrer Musik. Und nicht nur Schottlands: Allesamt mit irischen Wurzeln hebt sich die Band mit ihren direkten, kämpferischen Texten von gängigen Folk-Bands ab. Die Vorbilder und Impulsgeber von THE WAKES sind dabei niemand Geringeres als die Größen des irischen Folks wie THE DUBLINERS oder THE CORRIES. Dieses Traditionsbewusstsein trifft dabei auf Anleihen von Punk-Idolen wie THE CLASH und THE POGUES – entstanden aus diesem Rendezvous ist der Folk’n Roll, wie die Band ihren ungewöhnlichen Stil selbst beschreibt.


„VENCEREMOS“ (spanisch für „Wir werden siegen“) lautet der Titel ihrer neuen Platte, die am 23. September in die Läden kommt. Ein starkes Statement, denn auch im titelgebenden Song, einer echten Folk-Hymne, machen die sechs Jungs klar: „You can kill the dreamer, but the dream never dies“. Wie schon auf den Vorgängern der Scheibe nehmen sie auf dreizehn Songs kein Blatt vor den Mund und singen über eindrucksvolle Momente der schottischen Geschichte, hochaktuellen Brandherden und Dauerbrennern aus Politik und Gesellschaft. Es ist das vielfältigste Album der Band: Tourneen durch ganz Europa und zahlreiche Begegnungen beeinflussten den Klang der Scheibe hin zu einer Band, die sich damit endgültig von irgendwelchen Genre-Grenzen befreit. Sowohl thematisch als auch musikalisch werfen Paul und Co einen Blick über die Landesgrenzen hinaus. So entstand im Hinblick auf die europäische Flüchtlingskrise das Lied „No Human Is Illegal“ – eine puristische, ruhige Ballade, die neben dem eindringlichen Text keiner weiteren Erklärung bedarf. Aber THE WAKES wäre nicht THE WAKES, wenn die Truppe auch nicht ganz anders könnte: Schon der Opener „In These Towns“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wohin es mit THE WAKES in der Zukunft gehen soll: Satte Gitarrenriffs zu Beginn spielen mit der einsteigenden Harmonika zu einer schmissigen Nummer auf, die schon jetzt wilde Feiern in den Pubs und auf Tour verspricht!


Denn nachdem sie sich mit dem letzten Album „The Red And The Green“ endgültig auch in die Herzen der Folk-Fans gespielt haben, steht am 19. Oktober der Auftritt der Jungs, im Rahmen der VENCEREMOS TOUR, im Druckluft an.


14.10. Neonschwarz & Haszcara

neonschwarz_booking_3_by_hendrikkhler2016_klein_200Neonschwarz ist keine Farbe. Neonschwarz ist ein Planet. Oder doch eine Galaxie? Funkelnde Sterne, blinkende Lichter, bunter Rauch und der Geschmack von Ananas - ein Universum voll von Aktion und Eskalation. Vier Masken und acht Fäuste verdichtet auf einer viel zu kleinen Bühne, wie ein vermummter Elefant im Porzellanladen, der versucht einen Cocktail zu mixen. Atome die miteinander reagieren, Mauern die fallen, eine Bühne die brennt. Hui! Zum Glück hält einer den Rücken frei: Der Spion steht hochhausgleich in der Skyline und lenkt mit seinen Steuerrädern den funkensprühenden Dampfer elegant und stilsicher wie ein Zirkusdirektor von einem Höhepunkt zum nächsten.

 

Klar ist da viel Show dabei. Natürlich folgt das alles einer Choreographie und festen Regeln. Es sind aber die Regeln eines wilden Spiels, nicht die einer routinierten Gebrauchsanweisung für das Abspulen von Bühnenentertainment. Cool sein allein genügt nicht mehr. HipHop kann mehr. Neonschwarz bringen live in einer Sekunde so viel Energie auf den Punkt wie ein ganzes Genre zusammen. Ihr Talent ergibt addiert eine Summe die so groß ist, wie ihre Gage sein sollte. Wenn man Neonschwarz auf eine Waage stellt, dann platzt Hamburg. Und was ist mit den Beats? Die sind so fett wie Robert Schill breit ist. Der DJ schneidet dazu präzise und scharf wie Samurai. Und die Texte? Die sind so schlau wie 1 girl und 2 boys nur sein können. Nicht die Flucht vor der Realität in den Sarkasmus sondern der Angriff auf sie mit Hoffnungen und Träumen. Neonschwarz ist keine Farbe. Neonschwarz ist ein Abenteuer und du solltest es nicht verpassen.


12.10. wolves & wolves & wolves & wolves + Kepler

unspecified_klein_200Drei Jahre. Vier Anläufe. Fünf Studios. Zugegeben, günstige Voraussetzungen ein Album aufzunehmen sehen anders aus. Die Erfahrung zeigt eher, dass das alles eigentlich nur in die Hose gehen kann. Doch Wolves & Wolves & Wolves & Wolves a.k.a. die Band mit dem ungewöhnlichen Namen, belehren uns eines Besseren. Sie haben diese zerstörend anmutende Herkulesaufgabe mit Bravour gemeistert und bescheren uns jetzt mit “Subtle Serpents” ein beeindruckendes Debüt-Album. Ein Debüt, das einem Frontal-Angriff auf die Spitze eines ganzen Genres gleichkommt.

 

Für den Sound der vier Wölfe aus Winston-Salem standen zweifellos die großen Hot Water Music Pate, ihres Zeichens Begründer eines Genres mit vielen Namen (die allesamt mit Post beginnen), vollbärtigen Männern, heiseren Stimmen und verschwitzten Karohemden. Doch wer jetzt denkt, dass “Subtle Serpents” ein billiger Abklatsch von Chuck, Chris und Co ist, der irrt gewaltig. Dies wird schon bei den ersten Klängen des Openers “Serpents” deutlich: Melodischer Midtempo-Punkrock, getragen von treibenden Gitarren, einem filigranen Bass und einem druckvollen Schlagzeug. Kurz: der ideale Soundtrack für den nächsten Roadtrip, das nächste Lagerfeuer oder das nächste Mal Seele baumeln lassen.

 

Um das Paket abzurunden, gesellt sich dazu die kräftig-warme und verdammt voluminöse Reibeisenstimme von Sänger Brian, dem Anführer des Wolfsrudels. Dieser erzählt auf “Subtle Serpents” viele persönliche und überwiegend melancholische Geschichten über Sehnsucht (“I’ll be the Hyena”), enttäuschte Liebe (“Suicide Blonde”) und Fernweh (“Black Drink Singer”). Obwohl allesamt hochemotional, wird hier nichts zu kitschig, sondern ist intelligent und trotz der pessimistischen Grundstimmung immer mit einem Funken Hoffnung gespickt. Dass sich die zehn bzw. zwölf Songs (die europäische Version beinhaltet zusätzlich zwei Bonuslieder der rauen “Scorched Earth”-EP) nicht grundlegend voneinander unterscheiden, fällt nicht weiter ins Gewicht. Im Gegenteil, das gesamte Album wirkt wie aus einem Guss und wird nicht durch Akustik-Balladen oder Interludes unterbrochen. Langeweile oder Eintönigkeit treten deshalb zu keiner Sekunde auf. Man kann gar nicht anders, als nach dem ersten Durchgang unmittelbar an die nächsten zu denken.

 

Die Platte ist bis zum Rand gefüllt mit guten Songs, Lückenfüller oder gar Aussetzer gibt es einfach nicht. Vor allem “Serpents”, aber auch “Lips like Poison” und “Suicide Blonde” stechen noch einmal besonders heraus und werden live für intensives Mitgröhlen sorgen. Abzüge in der B-Note gibt es lediglich dafür, dass uns Wolves & Wolves & Wolves & Wolves eigentlich nichts Neues präsentieren. Doch was sie uns geben, ist so gut, so ehrlich und so voller Herz, dass man glatt denken könnte, das Album stamme unmittelbar aus der Feder der gottgleichen Hot Water Music und nicht von einem Wolfsrudel aus North Carolina. “Subtle Serpents” hat das Potential der Beginn einer Wachablösung zu sein, getreu dem Motto Gainesville? Not anymore. The new Gainesville is now Winston-Salem, North Carolina!

 

Wer also auch nur ansatzweise etwas mit Hot Water Music, Red City Radio oder The Sky We Scrape anfangen kann, der sollte sich den Gefallen tun und diese Platte streamen – sofort! Anschließend am besten kaufen und dann auf jeden Fall am 12.10. im Druckluft vorbei schauen!


06.10. White Miles & Electric Love

image002_200Nachdem das Tiroler Duo in den letzten beiden Jahren sämtliche Bühnen Europas gerockt hat, folgt nun das zweite Studioalbum der Band. Auf dem von Micko Larkin (Courtney Love, Hole) produzierten „The Duel“ liefern Medina und Lofi energiegeladenen Dirty Pole Dance Stoner Blues Rock und treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen. Es ist ein Duell zwischen Herz und Seele, Band und Zuhörer und am wichtigsten, ein Duell das weder gewonnen noch verloren werden kann.


05.10. Rosa Parks & Fabian

rosa_parks_klein_200Die ungarischen Barmixer von ROSA PARKS zaubern aus Math Rock und Post Rock einen einzigartigen und wohlbekömmlichen Cocktail. Die Ruhe und Geduld des Post Rocks mixen sie mit der Dissonanz und Experimentierfreude des Math Rock. Die Zutaten werden streng geheim gehalten, aber Nuancen von gut geschüttelten RUSSIAN CIRCLES und BATTLES sind vernehmbar.

 

Fabian ist eine junge Psychedelic-, Ambivalent-Pop Band aus Leipzig. Ihr selbstbetiteltes Debüt-Album wurde von „Die Nerven“-Gitarrist Max Rieger in einer stillgelegten Fabrik produziert und vom Stuttgarter Label „Treibender Teppich Records“ im Oktober 2015 veröffentlicht. Die Vier Musiker haben unterschiedlichste musikalische Hintergründe, die unter anderem King Crimson, Portishead, John Frusciante, Can, Talking Heads, Bosnian Rainbows, Steve Reich und viele mehr beinhalten. Die Band um Sängerin Vitiko verwandelt pulsierende Texturen in präzise Rhythmen und spielt sich dabei durch unterschiedlichste musikalische Stilistiken. Schöne Melodiebögen werden auf nahezu ironische Art und Weise gebrochen und tauchen fast unbemerkt in einem neuen musikalischen Kontext wieder auf.


28.09. Gemma Ray & The Monroes

gemmaray_pressphoto1_fredrik_kinbom_klein_200Am 20. Mai erschien “The Exodus Suite“, das neue (und bereits siebte) Album von Gemma Ray auf Bronze Rat Records (Vertrieb: Soulfood Music). Als „A 52 minute Odyssey of Epic Torch Song Psychedelia“ kündigt Gemma Ray den Nachfolger des 2014er Albums „Milk For Your Motors“ auf ihrer Homepage an. „The Exodus Suite“ wurde in den Candy Bomber Studios im ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin live eingespielt und von Ingo Krauss produziert und gemischt.

Um den Sound so authentisch wie möglich zu halten, wurden auch die Vocals live aufgenommen und es wurde nur mit wenigen Overdubs gearbeitet, kleine Fehler wurden bewusst beibehalten, damit die Aufnahmen so unverfälscht und natürlich wie möglich klingen.

Der Albumtitel spiegelt die persönlichen und politischen Themen der Songs wieder (love for all life, death, class, escape, flight, nature's sovereignty, technological distraction, humanity, and most of all, empathy), und bekommt durch einen sowohl unerwarteten, als auch unausweichlichen Umstand besondere Bedeutung: Während der Aufnahmen (und noch bis heute) wurde der Hangar zur Heimat von 8000 syrischen Flüchtlingen. Diese harte Realität, diese Erfahrung und Einblicke und die unmittelbarer Nähe während der Aufnahmen, haben das Album maßgeblich beeinflusst.

„The Exodus Suite“ ist in zwei Teile geteilt und startet mit der hymnischen Einleitung, „Come Caldera“, das in “There Must Be More Than This” mündet. Sehr gefühlvoll treffen Afro-Beats auf Krautrock, mit Pianoeinwürfen von Carwyn Ellis (Edwyn Collins/ Zarelli) gespickt. „The Original One“ ist ein ruhiges Klagelied über die Modernisierung, „We Do War“ entwickelt sich vom unruhigen Wiegenlied in brutalen Sirenengesang, „Ifs & Buts“, ein latin- und vom Surfsound geprägter Song, der schon lange Teil der Liveshows ist , beschließt die erste Hälfte.

Auf „We Are All Wandering“ treffen die Beach Boys auf The Wicker Man, der Song soll genau das ausdrücken, was der Titel schon beschreibt (we are all migrants ultimately) und geht in die improvisierte Soundlandschaft des neo-sprituellen „Acta Non Verba“ über.

„Hail Animal“ geht auf ähnliche Weise auf das Motiv des Wanderns ein, allerdings mehr in Hinblick auf die Natur, als auf die menschliche Seite und baut eine brodelnde, psychedelische Spannung auf, ähnlich wie bei Pink Floyd oder den Bad Seeds, während ihrer ‚Let Love In‘ Phase. Es ist eine Ode an die ungeheure Größe der Natur und unseren Platz innerhalb dieser.

„The Switch“ ist eine intime Gitarren-/Gesangsnummer, die sich in der Dynamik von „The Machine“ bewegt und explizit die Bedrohungen durch die technologischen Ablenkungen behandelt. Ein Aufruf an alle, sich mehr auf der menschlichen Ebene seinen Mitmenschen zu nähern. „The Machine“ kombiniert darauf folgend unter 4 Minuten, Chormelancholie, Synthie Grooves, Prog-Funk und Reggae-Einflüsse.

Das Album schließt mit dem esoterisch, schleichenden „Shimmering“ auf mehreren inhaltliche Ebenen ab (“Drop those dues for they do not mean a thing. We're oh so delicate and rapidly departing...” / “Everybody knows, just keep your head down”)


23.09. Stefanie Sargnagel

sargnagel_cgoll_2015_300„Stefanie Sargnagel ist die wichtigste österreichische Autorin des 21. Jahrhunderts.“ Das schrieb VICE Alps bereits Ende 2013; damals war Sargnagels Debütwerk Binge Living erschienen und wurde zum Überraschungsbestseller des österreichischen Buch-Weihnachtsgeschäfts 2013. Zahlreiche österreichische Medien hievten das Buch in ihre Jahresbestenlisten, die Hörer des Jugendsenders fm4 wählten das Buch gar zum Buch des Jahres. Von Feuilleton und Hipster- Blogs gleichermaßen gehypt waren die ersten Auflagen innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Mit dem Ende 2015 veröffentlichten Zweitling Fitness, gelang nun auch der Sprung nach Deutschland; das Rezept ist dasselbe wie bei Binge Living: Facebook-Statuse, irrwitzige Reportagen und Illustrationen (Sargnagel studiert Malerei bei Daniel Richter an der Akademie der bildenden Künste) werden zu einem gewaltige Sogkraft entwickelnden Stream of Consciousness verdichtet, der mit schonungslosem Stakkato entlarvt was in Steffis Augen verlogen, fake, unzulänglich oder einfach auch nur saukomisch ist. Gleichzeitig wurde Sargnagel rund um die Veröffentlichung von Fitness auch zu einer Art linker Gallionsfigur; ihre Battles und Beefs auf Facebook mit/gegen rechtsextreme und/oder FPÖ brachten ihr Heldenstatus und sind beinah genauso legendär wie Ihre Bücher.

„Ihre Alltagsbeobachtungen, Aphorismen und Adoleszenz-Raps treffen einen Nerv.“ - TAZ
Vor allem hat man es aber beim lesen ihrer Bücher, zu allererst mit einer begnadeten, zeitgemäßen Poetin zu tun.

„Man könnte vielleicht sogar sagen, dass sie mit Ausnahme von Rainald Goetz und seinem Online-Tagebuch "Abfall für alle" die erste deutschsprachige Autorin ist, die im Netz die Form für sich gefunden hat, die passt, die nicht nervt, die als Literatur funktioniert.“ - Süddeutsche Zeitung
Gefeiert wird das Leben in all seinen Unzulänglichkeiten. In einer Welt, die um jeden Preis funktionieren will, sabotiert sie sich selbst mit an Irrsinn grenzender Schonungslosigkeit und strickt aus diesem Gegensatz
die stabile Fragilität, die das Buch auszeichnet.

„Die Einträge wirken jedes Mal wie hingerotzt, sind sie vielleicht auch – und trotzdem sitzen die Worte und jedes nicht vorhandene Satzzeichen perfekt.“ - DIE ZEIT


20.09. Half Girl

halfgirl_02_klein_200HALF GIRL ist Berlins unheimlichste All Girl Super Group um Julie Miess (Mutter, Britta), Vera Kropf (Luise Pop), Anna-Leena Lutz (Die Heiterkeit) und Gwendolin Tägert (Mondo Fumatore).

Am 9. September 2016 erscheint ihr lang-erwartendes Debüt-Album „All Tomorrow’s Monsters“ auf Siluh Records / Cargo.

Mit Melodien, eingängig und schön wie in den Sechzigern, aber doppelt so schnell und doppelt so hart, erzählen Half Girl vom Monströsen und der Schönheit des Normbruchs. Herzergreifend lustiger Sixties Garagenmetal, finster-smarter Singalong Punkrock, Easy Industrial - Rockismus wird gefeiert und dann feierlich gekillt. Alle Kinder der Nacht sind eingeladen, das schwarze Fell zu bürsten, die Goldzähne zu wetzen und Half Girl in die Dunkelheit zu folgen.


16.09. Vizediktator

pressefotovizediktator2_klein_200Der Despot ist tot, es lebe VIZEDIKTATOR! Mit ihrer rauen Mischung aus Post-Punk und Power-Pop mit Anleihen aus NDW und New Wave probt die Band aus Berlin den Aufstand und rüttelt mächtig am System, wie es schon andere Vertreter aus Münster (Messer) oder Stuttgart (Die Nerven) und Hamburg (Trümmer, in der seichteren Version) tun.


15.09. YEYEY (US/Ex-Uzi & Ari) & Shipwrecks

yeye_200Ben Shepard hat sich mal wieder künstlerisch auf den Kopf gedreht. Der Mastermind hinter Uzi & Ari und Kollaborateur von u.a. Arms & Sleepers trägt uns mit YEYEY jetzt sein neues Verständnis von Pop vor die Tür. Und wie er das so definiert könnte umwerfender kaum sein. Zwischen Hymne und Leichtigkeit ist bisweilen nicht so viel Raum wie man meint. Ihm gelingt es aber auf wunderbare Art mit seinem Debutalbum "The Vision" zwischen Floor und Heavens Platz zu nehmen. Dabei haben ihm einige bekannte Namen von u.a. M83, Mercury Rev oder Gregor Samsa geholfen.


10.09. Cry Monster Cry - Folk aus Dublin/Irland

crymonstercry_foto_1_klein_200Die irischen Gebrüder Richie und Jamie Martin gründeten 2012 Cry Monster Cry, folgten ihrer Liebe zur Musik, Flunkerei und zum Songwriting. Die Multiinstrumentalisten produzierten ihre erste EP "The Fallen", die mit begeisterter Kritik aufgenommen wurde. Anschließend waren sie einige Zeit weg, um ihr Debüt-Album "Rhythm Of Dawn" zu schreiben und aufzunehmen, das 2015 in Irland erschien und 2017 auch in Deutschland veröffentlicht wird. Sie verwenden brüderliche Harmonien, Instrumentalschichten und intime Texte, um den Hörer auf eine Reise zu nehmen.

 

Dank der frühen Berührung mit dem eklektischen musikalischen Geschmack ihrer Eltern haben sich die irischen Brüder Richie and Jamie immer schon für Musik interessiert. Die Sommerferien und die langen Autofahrten durch die wilde irische Landschaft, der Heimat ihrer Mutter, wurden immer von Mixtapes begleitet. Diese nostalgischen jungen Jahre sind in die Lieder von Bob Dylan, The Everly Brothers, Van Morrison, Ray Charles und Simon and Garfunkel eingewickelt. Richie hat mit der Geige angefangen, bevor er in seinen Jugendjahren Fortschritte mit der Gitarre gemacht hat. Sein Interesse hat ihn geführt, Musik im Gymnasium zu studieren. Jamie hat mit dem Pianospielen angefangen, danach hat er jedes Instrument ausprobiert, das er in die Finger bekommen hat. Seine Liebe zu geschriebenen Wörtern hat ihn geführt, Englisch zu studieren.

 

Ein tiefes Interesse für das irische Geschichtenerzählen ist in den Liedern der Brüder Martins eindeutig vorhanden. Sie benutzen Mythologie und Fabeln, da sie über Liebe, Leben, Tod, Träume, Hoffnung und Angst schreiben. Ihr neues Werk ist das Ergebnis ihrer Entfernung von den Tourneen, um die Feinheit ihrer Lieder zu verfeinern. „Wir hatten das Gefühl, dass wir uns Zeit nehmen sollten, um das Beste aus unseren Ideen zu machen.“ sagt Jamie. „Wir hatten stets den Traum, ein Erstlingsalbum aufzunehmen und wir wollten das nach unseren Bedingungen erfüllen“. Richie fügt hinzu: „Schließlich haben wir ein laufendes Thema gefunden, das wir wie ein zyklisches Arbeitsstück behandelt haben. Der Kreis soll sich schließen, wenn man das Ende des Albums erreicht“.

 

„Rhythm Of Dawn“ ist ein Übergangsalbum, sowohl auf der künstlerischen als auch auf der thematischen Ebene. Das zyklische Thema der Platte kennzeichnet den Weg von der Nacht zum Tag. Das Werk lässt eine deutliche Spannung zwischen den schönen melodischen Harmonien und den stärkeren schwarzen Stimmen durchscheinen, die in den Klängen und Texten vorhanden sind. Traditionelle Folkinstrumente wie Banjos, Mandolinen und Akustikgitarren treffen wirbelnde subtile Synthesizers, schwungvolle elektrische Gitarren, hypnotisierende afrikanische Schlaginstrumente und Kammerorchester, um das Gefühl einer zeitlosen Reise durch Tag und Nacht zu vermitteln. Das Album wurde mit dem langjährigen Mitarbeiter Keith Lawless aufgenommen („The Fallen EP“) und vom Abbey Road Veteran Arrangeur Guy Massey (The Beatles, Ed Sheeran, Manic Street Preachers) gemischt.


08.09. Listener

listener_klein_200_01Listener ist die Band von Dan Smith, die man einfach live erleben muss. Dan singt nicht, er spricht nicht, er schreit auch nicht. 'Talk Music' nennen es Listener. Da steckt sehr viel Hardcore-, Punk-, HipHop- und Songwriter-Spirit drin, aber nichts ist so wie man es vielleicht erwarten würde. Listener bringen Musik und Wörter in eine nahezu perfekte Balance. Ihre Message: Wir sind normale Menschen wie du und wir lieben dich.


06.09. Aidan Knight & IcelandIceland

aidanknight_promo_weboptimized14_klein_200Bereits seit 2010 macht Aidan Knight, der aus Victoria, British Columbia, stammende Singer/Songwriter, gemeinsam mit einem Kollektiv aus Klassik-Nerds, Jazz-Fanatikern und experimentellen Musikern Musik. Das neue Album "Each Other" wurde u.a. im Bathouse Studio, im Osten Ontarios aufgenommen, kurz vor Kingstone und dem Millhaven Maximum Security Gefängnis.


Über zwei Wochen verschanzte sich die Band gemeinsam mit Marcus Paquin (The National, Local Nativs, Stars) im Studio und setzte akribisch jeden Song zusammen - immer mit dem Fokus die rohe Energie einer Liveshow mit den unterschiedlichen Strukturen, die man nur im Studio erarbeiten kann, so gut wie möglich einzufangen. Ein gelinde gesagt erschöpfender Prozess: "Marcus, guided an unruly collection of ideas and a sometimes impulsive person (me) with remarkable patience (Marcus is also a new father)." Gemixt wurde das Album einen kalten Winter lang von Mathieu Parisian, den man auch für deine Arbeit mit Patrick Watson und Karkwa kennt.


02.09. The Detectors & Blankets

the_detectors_klein_200In neuer Besetzung, mit frischer Energie und viel Wut im Herzen entstanden ab 2010 die neuen Songs des Quartetts, die insgesamt düsterer und aggressiver ausfallen, jedoch nichts von der ursprünglichen Eingängigkeit verloren haben, die THE DETECTORS von Anfang an ausgemacht hat. Songs wie “Sarrazin”, “I Was A Teenage Capitalist” oder “The Defence Lobby” sind hochmelodischer und vorwärtsdrängender Punkrock von internationaler Klasse, was nicht allein an den englischen Vocals liegt. Mit zweistimmigem Leadgesang, sehr abwechslungsreichem Gitarrenriffing und an Hardcore geschulter Rhythmik mit vielen rasanten Breaks bringen THE DETECTORS melodischen 90er Streetpunk der Schule VOICE OF A GENERATION, GENERATORS oder BOMBSHELL ROCKS galant mit modernem Emo / Punkrock zusammen. Die Songtitel verraten oft schon, wohin die Reise textlich geht, und das Frontcoverbild entstammt den Unruhen in Athen im Oktober 2011. Gesanglich wurde die Band auf mehreren Songs von CHAZZ RABBLE (THE RABBLE), BEN von THREE CHORDS SOCIETY und WILLER (STUMBLING PINS) unterstützt, das Artwork und Layout stammt von TIMO JOOS (SMALL TOWN RIOT). Ein absolutes Punkrock-Highlight!


Sommer, Sonne, Antirassismus Camp 2016

antira_200Vom 17. - 20. August 2016 findet in Oberhausen im Druckluft ein antirassistisches Jugendcamp statt. Veranstalter*innen sind diverse Jugendantifa-Gruppen aus dem Ruhrgebiet. Das Camp dient dem Zweck, insbesondere jüngeren Menschen, die an antirassistischer Arbeit interessiert sind, alle nötigen Skills dafür zu vermitteln: Dazu zählen organisatorische Skills, Pressearbeit und theoretische Grundlagen. In Workshops und Vorträgen sollen solche Skills vermittelt werden. Darüber hinaus bietet das Camp die Gelegenheit, politisch ähnlich interessierte Menschen kennenzulernen und sich zu vernetzen.

 

Info: http://sommersonneantira.blogsport.de/


Olga´s Rock Warm Up- & Aftershowparty

olgas_rock_warm_up_20011.08. Warm Up Party mit Smile And Burn, Hotel Energieball, Decent Paint Box & Elvis Presley Hound Dogs!

 

Smile And Burn - Wenn man in sieben Jahren Bandgeschichte eines lernen kann, dann, dass aus Punk keine müde Mark zu pressen ist. Schon gar nicht in Berlin wo jeder Zugezogene, der zum Kopfnicken eingeladen wurde, plus X auf der Gästeliste steht. Nachdem Smile And Burn also über ein Jahr unter der Fahne des nackten, bemalten Mannes durchs Land getingelt sind, um mit aller Macht diese ihre Corporate Identity auf den Markt zu drücken, haben sie sich vollkommen freiwillig entschieden dem schnöden Mammon nicht zu verfallen. Stattdessen bleiben sie trotz Circus Halligalli das Kredibilste was Punk aus Berlin dieser Tage zu bieten hat und stocken allein aus Trotz die Plätze für Nichteintrittzahler nochmal ordentlich auf.

 

Hotel Energieball - Als im Herbst 2013 ihr erstes Album „Neustart“ erscheint, ist die Punker-Presse sich ausnahmsweise einig: Hotel Energieball liefern den Soundtrack zu einem gelbstichigen Super 8 Film aus vergangenen Tagen und debütieren mit einer Platte voller rotziger Nostalgie. Uwe Umbruch singt nicht, er plärrt die gekonnt arrangierten Worte heraus und nimmt uns mit auf eine poetische Reise in eine Vergangenheit, die wir alle teilen. „Neustart“ bringt uns zurück in eine Zeit, bevor die Würfel gefallen sind und in der das Leben noch darauf wartet, gelebt zu werden.

 

Decent Paint Box - Losgelöst von szenischen Vorgaben kommen die sechs Jungs aus dem Ruhrpott mit ihrer eigenen Variante des Alternative Rock daher – und mischen ihn bunt mit Elementen aus dem Post Hardcore, Emocore und Trancecore. Mit frischem Sound, unendlich viel Energie und Spielfreude überzeugen sie live genauso wie auf CD. Satte Gitarren, treibende Beats und die Kombination energetischer Shouts mit poppigen cleanen Vocals bringt ungeahnte Synergien und mitreißende Passagen hervor.

 

Elvis Presley Hound Dogs - Gegründet 2011 als reines Fun-Proberaumprojekt, begaben die 3 Oberhausener sich im November 2013 dann doch auf die Bühne. Anschließend musste dann die Entscheidung getroffen werden, ob es bei den wöchentlichen Proberaum-Sessions bleiben würde, oder man zukünftig auch weitere Live-Shows spielen würde. Die Entscheidung fiel zugunsten der letzteren Variante aus, so dass man sich anschließend neu formierte und zu Beginn des Jahres 2015 dann zu viert weitermachte. Im Oktober folgte dann auch Ihre erste Live-Show mit aktuellen Line-Up im Vorprogramm von „Kepi Ghoulie“ (USA) von den „Groovie Ghoulies“ und „KJ Jansen“ (CAN) von „Chixdiggit!“. Die Elvis Presley Hound Dogs bieten eine Mischung aus Pop-Punk, Skatepunk, Punkrock, Rock’n‘Roll und was sonst noch so dazu gehört. Im Januar 2016 wurden die ersten Songs aufgenommen, von denen direkt zwei Stücke auf dem international besetzten Sampler „Tales From The Pop-Punk World Vol.3“ veröffentlicht, dass auf dem Online Label RTTB-Records erschienen ist.

 

olgas_rock_aftershow_200_0112.08. Aftershowparty mit Avalanche Party & Kochkraft durch KMA!

 

Avalanche Party - Feinster Garage-Punk gespickt mit einer ordentlichen Priese Rock’n’Roll und einem Schuss psychedelischer Ausschweifung. Aus unserer Partnerstadt Middlesbrough.

 

Kochkraft durch KMA - Alles muss, nichts kann! Die selbsternannte „Musik-AG“ spielt die „Neue Deutsche Kelle“. Konsequent und famos. So wie Neue Deutsche Welle, nur in noch uncooler, aber nicht minder härter! Textlich variieren die Ebenen zwischen ganzen Geschichten und verteilten Fragmenten, zwischen gesitteter Erzählung und ungehobeltem Beschweren, zwischen platt und Plagiat.


03.08. We Are The City & East Indian Elephant

wearethecity5_creditkirstenhuculiak_klein_200Mit Beständigkeit aufregend, dabei aber ausgesprochen unvorhersehbar: mit ihrem bisherigen OEuvre haben sich We Are The City Schritt für Schritt einen hervorragenden Ruf zugelegt. Ihr letztes Album „Violent“ wird zudem von Sinnbus in Europa, von Tooth & Nail in den USA und in Kanada von Boompa Records veröffentlicht und erhält international große Anerkennung; ebenso wie der gleichnamige von der Band produzierte Spielfilm.

 

„Violent“, der Film, ist in Zusammenarbeit mit Freund_innen und Familie bei Amazing Factory Productions entstanden und beinhaltet einen Soundtrack von We Are The City. Der Film wird auf renommierten Filmfestivals auf der ganzen Welt gezeigt und gewinnt Preise wie den Sonderpreis der Jury beim Le Festival International du Premier Film in Annonay, Frankreich, und Best Canadian Film beim Vancouver International Film Festival, Kanada. „Violent“ ist außerdem auf der Shortlist für den Kanadischen Beitrag zum besten fremdsprachigen Film bei den Academy Awards 2015 sowie auf der Shortlist für die Woche der Kritik beim Cannes Film Festival.

 

Nun – mit dem dritten Album – verfolgen We Are The City einen ebenso impulsiven wie experimentellen Ansatz. Sie geben Fans und Kritiker_innen einen beispiellosen Zugang zum Entstehungsprozess, indem sie Einsicht in den kreativen Prozess hinter „Above Club“ haben. Über einen 24/7 Live-Videostream überträgt die Band die Zeit im Studio. Cayne McKenzie, Andrew Huculiak und David Menzel verschanzen sich für einige Wochen in einem Studio über einem Club an einem geheim gehaltenen Ort. Manchmal ist die Übertragung ein offenherziger Blick in Leben, Beziehungen und die anstrengenden wie auch überwältigenden Stunden, die es braucht, um ein Album aufzunehmen. Manchmal zeig der Livestream absurde, schwer zu glaubende Szenen, die eher an Performance-Kunst als an Realität glauben lassen und die Legitimität der Übertragung in Frage stellen.

 

Mit ihrer immer progressiven, grenzüberschreitenden Musik navigieren We Are The City ihre Laufbahn in eine Kehrtwende und übertreffen mit ihrer unkonventionellen Art alles, was sie selbst bisher kreiert haben. „Above Club“ liefert genau das mit seiner eigenen modernen Version intelligenter Popmusik. Was zuerst lärmend, laut und intensiv wirkt, strahlt im Inneren eine Schönheit aus, die über allem steht. Aufgenommen über einem Club, gemischt von Ryan Dahl (Limblifter, Mounties) und Steve Bays (Hot Hot Heat, Mounties), kreiert „Above Club“ ein Genre für sich selbst. Und wenn du bis hierhin mitgemacht hast, willst du nicht sehen was danach passiert?


30.07. Montreal & Redlight 6

montreal_promomaxthrelfall5001_200Hamburg. Rote Flora. Noch ne Molle? Während andere Halbstarke von der Elbe sich ihre Straßenpunkattitüde direkt in den Nietengürtel ritzen konnten, irrten die drei Jungs von Montreal noch im vorstädtischen Bermudadreieck zwischen Sportverein, Mofa-Gang und Schultheater umher. Zum Glück entdeckten die Nordlichter schnell die Musik als einzig akzeptable Freizeitbeschäftigung und ihr Ticket raus aus dem Elend zwischen Wodka-Sprite, Kunstlederjacken und Autoscooter-Pop. Im Jahr 2003 machten Yonas, Hirsch und Max Power schließlich die Band „Montreal“ auf ("Band aufmachen": Unwort der Jahre 1994-1998), zwei Jahre später erschien bereits ihr erstes Album „Alles auf schwarz“. Seitdem folgten knapp 600 Konzerte in über 15 Ländern, unter anderem mit der Bloodhound Gang, Slime, Royal Republic und Ignite.

Bis heute halten sich die Gerüchte, dass irgendwann gar ein Videoclip der Band in der Rotation von VIVA und MTV landete. Beeindruckt von dieser musikalischen wie filmischen Höchstleistung senden die beschämten Sender seither nur noch billig produzierte Reality Soaps. Noch so ein Gerücht.
Ihr bisher größtes Lob bekam Montreal einst von den Rocktitanen der Münchener Freiheit, die sagten: „Unsere Begeisterung hält sich sehr in Grenzen - nur unser Schlagzeuger Renny findet's gut." Und jeder weiß: Wer die Münchener Freiheit gegen sich hat, ist auf der richtigen Seite. Und Renny räumt den Magen auf. (Dieser Satz war leider keine Werbung)


Im Jahr 2011 gründeten „Montreal“ dann schließlich ihr eigenes Label „Amigo Records“, auf dem sie nicht nur ihre eigenen Platten rausbringen, sondern Kollegen wie „Das Pack“ und „Anadrinksdogpiss“ unterstützen. Neuestes Machwerk von „MONTREAL“ ist ihr aktuelles fünftes Album „SONIC BALLROOM“, mit dem sie mal wieder nicht die Schickimickiclubs dieser Welt live beglücken werden, sondern ausschließlich die guten Läden um die Ecke.

Auf die Frage, ob Album Nummer fünf das persönlichste der Bandgeschichte ist und der Schreibprozess diesmal besonders intensiv und erleuchtend war, ob man vielleicht gar von einer Weiterentwicklung und/oder Neuerfindung von MONTREAL sprechen kann, orakelt Schlagzeuger und Medienprofi Max Power sich ein nebulöses „möglich“ aus dem Bart. Gut gebrüllt!


13.07. Ceschi Ramos, Bleubird & Arcee

ceschi_200Ist das jetzt Rap oder Folk-Rock? Beides! Der U.S. Amerikaner Ceschi (gespr. Chess-Key) spielt liebevoll die Akustikguitarre und singt Folk-Balladen, um dann eine blitzschnelle und saubere Rapsalve abzugeben. Eine gelungene und progressive Mischung, die Ceschi schon viele Fans und Kollaborationen einbrachte – zum Beispiel mit dem Folksänger Radical Face.

 

Der als Jacques Bruna 1978 in Fort Lauderdale, Florida, geborene Bleubird steht für kompromisslosen Highspeed-HipHop und Freestyle-Rap.

Wahrscheinlich der exklusivste Rap-Import aus Neuseeland. Arcee ist noch nicht das Thema jedes Tischgespräches, aber spätestens wenn sie Dich erstmal mit ihrer Leichtigkeit mitgerissen hat. Arcee wird Dir zeigen was Rap alles sein kann und sie wird es mit Dir feiern. Du hast kein Female Rap gehört, solange Du Arcee nicht gehört hast.


01.07. Then Comes Silence & Love's Labour's Lost

then_comes_silence_200Und wieder geben sich die Teams Retroactivity und Gotham Sounds die Hand für ein gemeinsames Event im alten Café:

 

Was die Schweden Then Comes Silence betrifft, könnte die treffende Überschrift für den Konzertabend heißen: Die düstere Seite des Post Punk und sein Revival. Gegründet 2012, veröffentlichte das Stockholmer Quartett im März 2015 ihr nun 3. Album Nyctophilian. Durchweg positive Besprechungen in der Musikpresse und in der Indie Szene waren die Folge. Kein Wunder, den Nyctophilian kann man mit Fug und Recht als brillante zeitgenössische Produktion mit hohem Originalitätsfaktor bezeichnen. Mit ihrer modernen Mixtur aus Dark Wave, psychedelischen Einschlägen und krachigen, Effekt-beladenen Shoegaze Einflüssen wissen Then Comes Silence auch die deutsche Gothic Rock Fangemeinde zu überzeugen. Das Spektrum ihrer Songs reicht von energisch-krachig über eingängig-hitverdächtig bis schwebend-atmosphärisch. Eine todesschwangere Note zieht sich wie ein roter Faden durch die Texte. Doch nicht ohne das diabolische Augenzwinkern, wie die Selbstdarstellung der Band erahnen lässt. Die Dynamik und Tiefe ihrer Live Performance und ihre Spielfreude eilt Then Comes Silence voraus. So sind sie auch seit 2014 auf deutschen Bühnen kein unbeschriebenes Blatt mehr. Im Rahmen des Druckluft Gigs wird ein Überblick aus ihrer gesamten Schaffensphase zu hören sein und das Publikum in ihren Bann ziehen.

 

Den Opener geben die hauptsächlich in Mainz ansässigen Love's Labour's Lost. Gegründet 2003, hat die 4 köpfige Dark Rock Formation bereits ihre 4. EP veröffentlicht. In the night...in the dark heißt ihr aktuelles Release und besticht durch eingängige Arrangements mit dem gewissen Love's Labour's Lost eigenem Charme. Keine Spur von vergebener Liebesmühe. Durch zahlreiche Supportgigs für namhafter Größen wie The Birthday Massacre, Frank the Baptist und Cinema Strange und vielen Auftritten, unter anderem auf dem WGT, gehören Love's Labour's Lost nicht mehr zu den Unbekanntesten. Diese sympathische Band geht stetig ihren Weg und wird auch in unserer Region neue Fans und Freunde finden.

 

Im Anschluss wie immer: die Club Obscure Party im Diskoraum. Gothic Rock, Dark Wave, Death Rock & Post Punk für Tanzwütige.


Freitag: Yawl + DJ KingHausi & skribble DJ-team

yawl_press_foto_5_klein_200Rapper Ancient Mith aus den wilden Weiten der USA und Produzent Dot aus dem schön beschaulichen Augsburg kennen sich schon seit Jahren, entstammen sie doch beide der weltweit recht gut vernetzten Independent Rapszene. So waren sie bereits 2014 mit ihren jeweiligen Soloprojekten auf ausgedehnter Europatour und schmiedeten während dessen bereits erste Pläne für YAWL. Über das Internet intensivierten sie ihre Zusammenarbeit, verbrachten unzählige Stunden im Austausch, feilten gemeinsam an Aufnahmen, Songstrukturen, sendeten Ideen und Entwürfe über den Teich und wieder zurück. YAWL klingt subtil düster, riecht nach Leidenschaft und Angst und schmeckt bitter-süß.


Freitag: The Yum Yums, Nimrods & The Flatulinees

the_yum_yums_200Lust auf gute Laune und ein spritziges Feuerwerk an melodischen DooWops und Yeah Yeah Yeahs? Europas fröhlichste und immer bestens gelaunte Pop-Punk/ RocknRoll Band The Yum Yums sind wieder da!

1993 gründete sich die norwegische Band mit dem Ziel, der damals in Skandinavien vorherrschenden Grunge und Black Metal Musikszene ein bisschen Sonnenschein und Spaß unter die Nase zu reiben. Ihre zuckersüßen Songs, eine Mischung aus Ramones, The Beat, The Rubinoos, The Real Kids, einer Brise Devil Dogs, The Vacant Lot, Psychotic Youth, garniert mit einem Klecks 1960s Girlie Bands, Surf und 1970s Glam, machten aus den Yum Yums in kürzester Zeit die angesagteste Powerpop Band überhaupt. Ihr Debut Album "Sweet as candy" wurde auf verschiedenen Labels rund um den Globus veröffentlicht und für den norwegischen Grammy als bestes Rockalbum nominiert.

Die Band tourte quer durch Europa, Japan und den USA. Es folgten weitere Album Veröffentlichungen (Blame It On The Boogie,; Funzone; Whatever Rhymes With Baby!; The Yum Yums…Play Good Music) und weitere Bandprojekte, in denen die Yum Yums Mitglieder nebenher musizierten.

2016 ist die Band nun endlich wieder zurück, mit neuer Platte, die gerade aufgenommen wird, und einer Tour quer durch Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Den Support übernehmen an diesem Tag die NIMRODS und THE FLATULINEES.

Auch nach fast 20 Jahren sind die NIMRODS immer noch ein Garant für perfekte Unterhaltung mit entsprechender Bühnenshow. Lederjacke, Chucks und Sonnenbrille machen jede weitere Beschreibung überflüssig. Und das alles nach dem Motto: „3 Chords, 1 Bass-String, No Talent!“

THE FLATULINEES aus der Nachbarstadt dürften den Kennern aus der Szene ebenfalls bestens bekannt sein. Ihr Live-Debut gaben Sie im Januar 2015 auf der Winter-Dance-Party im Druckluft. Macht euch bereit: “To the left, to the right, come on shake your ass!”


09.06. Solids & Inseln

credit_yoshi_cooper_200Hört man sich das Debut Album "Blame Confusion" von Solids aus Montreal an und den dichten Sound darauf, ist es schwer zu glauben, das die Band aus nur zwei Mitgliedern besteht. Die Mischung aus Lo-fi, Punk und gleichzeitig melodischen Anleihen von Gitarrist Xavier Germain-Poitras und Schlagzeuger Louis Guillemette wird immer wieder mit Bands wie Dinosaur Jr., Superchunk und Sonic Youth verglichen. Ihre Vergangenheit in verschiedenen Hardcore-Bands ist dabei genauso herauszuhören wie ihre Liebe zu den Alternative Bands der 90er Jahre.

 

Aber egal, ob auf den großen Bühnen oder in kleinen vollgepackten Clubs, auf der Bühne schwitzen Solids im wahrsten Sinne des Wortes Blut. Einen anderen Weg Musik zu machen kennen sie schließlich gar nicht.


Donnerstag: The Foreign Resort

tfrbklynlarge_200Mit der Veröffentlichung ihres dritten Albums „New Frontiers” im Sommer 2014 haben THE FOREIGN RESORT einen echten Wirkungstreffer erzielt. Der Longplayer erhielt nicht nur überschwängliche Kritiken von Seiten der einschlägigen Musikpresse, sondern landete schließlich auch in diversen „Best Of“-Jahrespolls/-charts. 2015 nutzten die Dänen für ausgiebige Touren durch Europa und Nordamerika, arbeiteten parallel dazu jedoch auch an weiteren Songs. Das Ergebnis ist auf der neuen EP „The American Dream“ zu bestaunen, die mit fünf frischen Tracks aufwartet. Einmal mehr ist es der Band aus Kopenhagen gelungen, die beeindruckende Intensität ihrer Bühnenshows ins Aufnahmestudio zu übertragen und einen explosiven Mix aus scharfkantigen Post Punk-Gitarren, atmosphärischen Shoegaze-Sounds, dunklen Wave-Anleihen und prägnanten Indie-Melodien zu erzeugen. Im Rahmen der „The American Dream Tour 2016“ machen THE FOREIGN RESORT am 02.06. auch im Oberhausener Druckluft Station. Davor, dazwischen und danach begleitet DJ Reptile von Komakino/Attaque Surprise den Abend mit einem exklusiven Set zwischen Cold, Minimal & New Wave.


Mittwoch: Einar Stray Orchestra

einar_stray_orchestra_klein_200In seiner norwegischen Heimat gilt das Einar Stray Orchestra noch immer als ein Geheimtipp im musikalischen Underground. Als vor drei Jahren das Debütalbum Chiaroscuro - damals noch unter dem Namen Einar Stray - in Norwegen erscheint, ist dies immerhin der Startpunkt eines beindruckenden Werdegangs. Die Reaktionen sind ausnahmslos positiv; die Band wird zum Beispiel noch im gleichen Jahr auf das sehr geschmackvolle By:larm Festival eingeladen. Die eigentliche Begeisterung aber bricht sich Bahn im Rest von Europa, wo diese sehr junge Band auf dem Iceland Airwaves oder der Berlin Music Week spielt und bleibenden Eindruck hinterlässt.

Im darauf folgenden Jahr wird Chiaroscuro international veröffentlicht und findet vor allem im Mutterland des Pop und in Deutschland großen Anklang. Gerade im letzteren sprechen sich die Qualitäten der Band schnell herum: mehr als die Hälfte der Konzerte der fantastischen Debüttour sind aus dem Stand heraus restlos ausverkauft. Es folgen die Einladung des Isländers Ólafur Arnalds, mit ihm in Moskau zu spielen, mehrere Klubtouren in ganz Europa und eine weitere Einladung in Russland zu touren, diesmal von Múm. Als Einar Stray Orchestra im Herbst 2012 in der überfüllten St. Pauli Kirche in Hamburg während des Reeperbahn Festivals spielt, ist es mucksmäuschenstill und der versammelten Musikindustrie stehen die Tränen in den Augen. Gut 150 Konzerte hat die Band seitdem gespielt, bevor sie im letzten Sommer mit Produzent Hasse Rosbach (Moddi, Team Me) die Arbeiten am zweiten Album beginnt. Ein Großteil des neuen Materials wird am Anfang dieses Jahres ein erstes Mal beim traditionellen Neujahrkonzert im ehrwürdigen Konzertsaal der Volksbühne in Berlin getestet. Wiederum vor restlos ausverkauftem Hause.

Seinen Startpunkt hat das spätere Einar Stray Orchestra im Jahr 2008, als der damals 18-jährige Einar Stray auf den ebenfalls aus Norwegen stammenden Künstler und Musiker Moddi trifft. Die beiden verstehen sich augenblicklich, spielen gegenseitig in ihren jeweiligen Bands, veröffentlichen eine gemeinsame Platte und touren gemeinsam. Gelegentlich spielt Einar Stray noch immer in Moddis Band, findet mit Lars Fremmerlid (Schlagzeug), Ofelia Ostrem Ossum (Violoncello), Simen Aasen (Bass) und Asa Ree (Violine) aber die Band, die immer fester zusammenwachsen wird. Und weil die praktisch schon lange nicht mehr Strays Soloprojekt ist, wird dies endlich auch im Bandnamen manifestiert: im Frühjahr benennt sich die Band um in Einar Stray Orchestra.

Das neue Album Politricks stellt zentral den bedingungslosen, kindlichen Glauben, die Heldenverehrung in Frage: es erzählt die Geschichte des Übergangs der Bandmitglieder von unschuldigen Kindheitstagen zur nicht so wirklich unschuldigen Erwachsenenwelt. Es geht um Risse, die plötzlich entstehen, um den Verlust eines Freundes ebenso wie einen Abschiedsbrief an Gott, der jedoch nie abgeschickt dafür aber zu einem der Stücke wurde. Politricks erzählt vom Konflikt mit der eigenen Herkunft, davon, aus einem Land zu kommen, das einen Friedenspreis vergibt, aber gleichzeitig seinen unglaublichen Wohlstand mit schmutzigen Ölgeschäften aufbaut.

Musikalisch wird den Ideen der Raum und die Zeit gegeben, die sie eben einfach benötigen. Kommen die Einflüsse nach wie vor von Künstlern wie Sufjan Stevens und Godspeed You! Black Emperor, so ist Politricks in seinem Facettenreichtum doch leichter zugänglich als das Vorgängeralbum. Von Hasse Rosbach produziert und von Nick Terry (Libertines, Klaxons, Serena Maneesh) gemischt, schimmert durch die dunkle Melancholie und die sorgsam gesetzten Orchesterarrangements hindurch doch immer ein Hang zur Popmusik. Das charakteristische Piano stellt Stray zudem zugunsten von Gitarrenwänden oder stimmungsvollem Shoegaze gelegentlich in den Hintergrund und lädt ein zu einer abwechslungsreichen Fahrt von zerbrechlichen, intimen a capella Stücken wie in "For The Country" hin zu ausufernden Rock-Crescendi.


Samstag: Fahnenflucht Record Release Party

fahnenflucht_2016_promo_1_tn_klein_200Fahnenflucht steht für kompromisslosen, ehrlichen und kritischen Punkrock. Das aktuelle und historische Zeitgeschehen, bildet das inhaltliche Gerüst der deutschsprachigen Songtexte. Dabei gelingt es Fahnenflucht musikalisch als auch textlich Akzente zu setzen. Ein dynamisch druckvolles Schlagzeug mit treibendem Bass an der Seite und wuchtig melodische Gitarren bilden das Fundament für den markant aggressiven Gesang. Mit ihrem inzwischen fünften Studio Album „Angst und Empathie“ schaffen Fahnenflucht erneut ein musikalisches Beispiel dafür, wie man Wut in Worte fasst.


Donnerstag: Tides From Nebula & Volvopenta

tides_from_nebula_200Tides From Nebula ist eine polnische Post-Rock-Band aus Warschau. Die Band wurde Anfang 2008 gegründet und begann sofort, eigene Musik zu schreiben. Im März 2009 erschien das Debütalbum Aura, welches von der Presse positiv aufgenommen wurde. Das polnische Magazin Przekrój zählte die Band zu den zehn besten polnischen Newcomern sowie Aura zu den zehn besten Alben polnischer Bands des Jahres 2009. In der Folgezeit spielten die Musiker zahlreiche Konzerte im Vorprogramm von Bands wie Oceansize, Ulver und God Is an Astronaut und gewannen die zwei wichtigsten Bandwettbewerbe für junge Bands in Polen.

 

Anfang 2010 zogen sich die Musiker in eine abgelegene polnische Bergregion zurück, um an ihrem zweiten Studioalbum zu arbeiten. Earthshine wurde vom Komponisten Zbigniew Preisner produziert und erschien im Mai 2011. Tides from Nebula spielten zunächst eine eigene Headlinertournee durch Europa, ehe sie eine weitere Tournee im Vorprogramm ihrer Landsleute Riverside spielten. Im Jahre 2013 unterschrieben Tides from Nebula einen Vertrag bei Long Branch Records, die im Oktober 2013 das dritte Album Eternal Movement veröffentlichten. Das Album erreichte Platz 33 der polnischen Albumcharts. Ihr viertes Album Safehaven veröffentlicht die Band am 06. Mai, um es dann am 26. Mai im Druckluft live zu präsentieren.


Mittwoch: anorak., Idle Class & Coppersky

anorak_photo2_2016_c_julianpacheklein_200anorak. ist Kunst, kann bestimmt weg, bleibt aber und zeigt Haltung. Es ist laut, leise, ruhig, treibend, ausufernd, innen, außen. Es ist vieles, aber eines hat es immer: Herz. anorak. ist Screamo. Und irgendwo dazwischen befindet sich noch etwas. Ein bisschen Indie. Ein wenig Post-Hardcore. Aus Parallelen und Gegensätzen wird ein Bild mit einem ganz eigenen Pinselstrich und Farbton geschaffen. Manchmal eben laut und dann direkt wieder leise. Teilweise vertraut und dann doch so fremd, anders. Ein Wechselspiel zwischen dem Inneren und Äußeren, Wut und Unbekümmertheit, Trauer und Freude, Frustration und Euphorie, Verzweiflung und Hoffnung, in Auseinandersetzung mit individuellen und gesellschaftlichen Zuständen.

 

Wer gedacht hat, Deutschlands aufstrebendste Punkrock-Band der letzten Jahre kommt etwa aus einer Impulsgeber-stadt wie Berlin oder Hamburg, muss enttäuscht werden. Vielmehr entspringen IDLE CLASS der westfälischen Provinz Münsters. Ihre patente Melodic-Punk-Mischung brilliert als Bindeglied zwischen den Klängen von Fat Wreck Chords-Evergreens und Run For Cover Records-Neuklassikern. Die feinfühligen Geschichten stammen aus der Mitte des Lebens, und zeugen von einem unter die Haut gehenden Storytelling-Talent. Mit einem international veröffentlichten Debütalbum und europaweiten Tour Erfahrungen im Rücken stürzen sich IDLE CLASS nun mit ihrem zweiten Album „Of Glass And Paper“ in das nächste Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte.

 

COPPERSKY, drei Brüder und zwei gute Freunde aus Utrecht / NL, machen Hoffnung auf Neues und Großes in Sachen Rock a la "The Gaslight Anthem", "The National" und "The Replacements". Ihr neues Album wird im Frühjahr 2016 bei UNCLE M Records aus Münster erscheinen und von der starken Promo des Labels profitieren. Die Stimme von Sänger Erik ist markant, hymnisch und gibt der Musik von Coppersky eine unverkennbare Note. In den Niederlanden sind Coppersky schon eine feste Größe im Bereich Punk & Rock.


Freitag: Tiere Streicheln Menschen

tiere_streicheln_menschen_klein_200TIERE STREICHELN MENSCHEN - die Actionlesung, bei der man nicht gleich giftige Blicke zugeworfen bekommt, nur weil die Lederjacke knirscht. Gotti und Sven van Thom sind wieder auf Tour und haben neue Geschichten und Lieder im Gepäck. Berliner Humor, 20.000 Meilen unter der Gürtellinie. Einer liest, einer singt und Du wirst lachen!


Donnerstag: Mandolin Orange & Frère

mandolin_orange_200Mandolin Orange aus Chapel Hill, North Carolina sind ein Folkduo, wie es im Buche steht, mit Gitarre, Geige, Banjo, Mandoline und engelsgleichen Stimmen. Ihre Songs sind ein Produkt des ständigen „on the road“ seins, aber handeln nicht vom „on the road“ sein. In ihren Texten geht es um die Heimat, den Ort, der einen nach einer langen Tour wieder auffängt und auf einen wartet. Seit ihrem Album „This Side of Jordan“, welches von NPR zu einem der besten Folk/Americana Alben des Jahres benannt wurde sind sie ununterbrochen auf Tour. Mit „Such Jubilee“ erschien im Mai ihr neustes Album über Yep Roc (Cargo Records). Der Opener „Old Ties And Companions“ kam bei NPR direkt in die Rubrik „Songs We Love“ und der deutsche Rolling Stone feiert das Album in einer Review.


Mittwoch: Toundra & Mountain Zebras

toundra_klein_200Ihre Musik verfügt über die psychedelisch meditative Stimmung der spanischen Steppe und die Energie von heißen mediterranen Nächten: Toundra sind eine experimentelle Rockband aus Madrid, sie sind einer der aufregendsten Rock-Acts in Spanien.

Gegründet haben sie sich 2007, ihr erstes Album "I" erschien im Jahr 2008. Fans rund um den Globus wurden direkt hellhörig und der Erstling wurde ebenfalls in Deutschland, Frankreich und Brasil veröffentlicht.

Ihr zweites Album "II" kam im Jahr 2010 heraus und stellte einen entscheidenden Schritt nach vorne in der Entwicklung des Sounds dar. "III", wurde im Jahr 2012 veröffentlicht und meißelte Toundra als einen der vielversprechendsten Acts des Prog-Rock Instrumental Metal Genres in Stein. Belohnt wurden sie mit Premium Slots auf dem Primavera Sound, Dcode, und FIB Festival.

Ihr neuestes Werk, knapp mit „IV“ betitelt, erschien am 26. Januar 2015. "Diese Platte ist das ehrliche Ergebnis von einem Jahr engagierter Arbeit: Damit öffnen wir den Sound der Band in neue Atmosphären, und bleiben doch mit der Energie unverkennbar Toundra“, so Alberto Tocados, Bass.

'IV' ist ein rein instrumentales Album Konzept: Erzählt wird die Geschichte von zwei Füchsen, die versuchen vor einem Feuer in ihrem Lebensraum dem Wald zu entkommen. Für die Band ist dies eine Metapher für Zerstörung der Umwelt durch den Menschen.

Toundra sind eine Band, die mehr bewegen wollen als nur das Haupthaar.


Dienstag: Milk & Bone

milk_200Milk & Bone aus Montreal. Das Pop Duo, dass in Kanada gerade so ziemlich alle Newcomer-Preise abräumt, knackte gerade mit ihrer neuen Single "Pressure" die 2 Millionen Marke auf Soundcloud und Spotify. Milk & Bone garnieren eingängigen Popsound mit verträumter Melancholie. Nachdem die beiden ihre ersten zwei Singles online veröffentlicht hatten, wurden sie in der Bloggersphäre schon so heiß gehandelt, dass sie zum SXSW eingeladen wurden und eine ausverkaufte Club Tour in ihrer Heimat spielten.


Samstag: Illegale Farben & Endokard

illegale_farben_klein_200Illegale Farben: Da waren zwei Typen, die sich noch aus ihrem ganz frühen Leben bei der Hardcore Band My Lai (das waren die 1990er) kannten und dann sind beide doch in Köln gestrandet. Der eine, Thilo, als ein Kopf der mehrköpfigen Schlange von Genepool, der andere, Thomas, als Springinsfeld bei Bazooka Zirkus. Da ist es ganz passend, dass gerade unter dem Projekt LFRS die ersten Songs mit Sänger Thom entstanden sind. Ausgangspunkt war also erstmal "Bock was zu machen". Das ist in Musikerkreisen die Entsprechung von "irgendwas mit Medien" und entsprechend uncool. Ideen sind da, aber die müssen erstmal durch den Fleischwolf von drei Musiksozialisationen. Was mit Gitarren soll es sein, pathetisch darf es nicht sein und bitte auch nicht der Dicke-Eier- Rock von alten Herren. Erster Abend - erster Song. Wieder raus: "Wie sieht es aus in Eurem Leben - kommt Ihr da lebend wieder raus?" Erstmal Mitstreiter suchen. Da ist Chris, der bunte Hund im Kölner Nachtleben und viel mit Bands auf Tour - und danach in deren Bandshirts unterwegs. Außerdem ein alter Bekannter und Bassspieler, wie praktisch. Das Schlagwerk kommt dann auch von Genepool, zuerst Spiro und jetzt Jens und fertig ist die Laube. Es werden also Songs geschrieben. Es gibt Output, viel Output. Ein Abend, ein Song, ein Demo. Zu dem Kopf kommt immer mehr Herz - und Beine. Das klappt fast immer.

 

Endokard: „Der Klang der Straße ist Musik in ihren Ohren.“ Es geht nicht nur darum, die Faust zu erheben und Parolen ins Mikrofon zu grölen, Texte im Jenseits des Kryptischen zu schreiben oder einfach nur das Publikum zum Pogen zu animieren. Endokard haben etwas mitzuteilen. Sie erzählen aus dem Leben einer Generation ohne Weitsicht, wodurch ihr Klanggut ganz von allein zum Ventil wird. Franz, Tom und Marek katapultieren ihre frische Mixtur aus Alternative, sphärischen Punk-/Postrockelementen und tief schürfenden deutschen Texten aus den Boxen und spielen sich ihre Seele frei. Frei vom Negativen, frei von Ignoranz, frei von Konventionen. Nach der ersten EP „SchreitenWartenEnde“, die auch im Visions Magazin mit dem Prädikat "Demo des Monats" honoriert wurde, frickeln die 3 aktuell an ihrem für 2016 geplanten Debutalbum herum.


Dienstag: Close Talker & Yes We Mystic

ywmclosetalker_tourfoto_200Zwei Bands auf gemeinsamer Tour ist manchmal eine heikle Angelegenheit – passen sie musikalisch zusammen? Doch bei diesen acht Kanadiern passt es mehr als gut: nicht nur sind sie Genre-Brüder, sondern sind beim Breakout West bereits nacheinander aufgetreten. Und, was soll man sagen – das wirkte einfach so stimmig, dass dort die Idee der Doppeltour entstanden ist. Denn diese beiden Westkanadischen Acts wollen wir Europa nicht vorenthalten – zwei Bands aus zwei Provinzen. Close Talker aus Saskatoon, Saskatchewan und Yes We Mystic aus Winnipeg, Manitoba. Wie aus einem Guss, haben sie auch noch am 29.04. Neuveröffentlichungen anstehen. Close Talkers Single ‚Strange Feeling‘ kündigt ihr neues Album auf Nevado Music an, das Debütalbum „Forgiver“ Yes We Mystics erscheint an diesem Tag via DanCan/Rough Trade. Ein weiteres gemeinsames Argument für ihre hohe Qualität: Jace Lasek (Stars, Patrick Watson, Wolf Parade) produzierte die aktuellen Alben der beiden Bands, deren Tour ein Highlight im DevilDuck-Bookingjahr 2016 wird!

 

Das progressive Indiepop-Trio Close Talker ist ein eigenes Phänomen aus den Great Plains in Saskatoon. Imposante Natur voller Weite und Wildnis – so atmosphärisch klingen auch ihre Songs: warme Melodien rauschen heran mit Wellen aus markantem Schlagzeugspiel. Hier besteht hohe Ohrwurmgefahr! Diesen Sound brachten sie auf ihr zweites Album „Flux“ (VÖ Jan 2015), das ihren Schritt nach Deutschland eröffnete. Kurz zuvor hatten sie sich noch beim Reeperbahn Festival und einer ersten Deutschlandtour vorgestellt. 2015 folgte eine Support-Tour für die Mounties sowie Shows beim SXSW und Great Escape, bei denen sie schnell von ihrem Sound überzeugten.

 

Yes We Mystic klingen mit ihrem vollen Sound so imposant, dass man doch überrascht ist, wenn die Mittzwanziger die Bühne betreten. Dabei klingt ihr Wiedererkennungswert aus Folk, Rock und R&B nicht nur ausgereift, sondern auch spannend. Streicher, Mandolinen, Synthesizer und Samples erweitern ihren Sound und es entsteht Musik, die entspannt daherkommt aber trotzdem grooven kann und immer wieder in wahnsinnigen Höhepunkten mündet. Gegensätze miteinander zu verbinden schafft neuen Freiraum, in dem sich Yes We Mystic gekonnt bewegen. Es ist Musik, die sich etwas traut und nun die Folk-Wurzeln ihrer ersten EP „Floods and Fires“ überholt hat, die das Publikum in ganz Kanada gefesselt hat und deren Enthusiasmus von einem Zuschauer eines Novemberabends in Toronto zu folgendem Ausruf geleitet hat: „Das ist die beste Band aus Winnipeg, die ich je gehört habe!“ Mit seinen satten, atmosphärischen Gitarren-Sounds, den filigranen Melodien, explodierenden Drums und den schmerzdurchtränkten Texten ist ihr Debütalbum „Forgiver“ ein neuer Step der kanadischen Band, das getreu der Entwicklung der Band die zuvor gesetzten Genre-Grenzen wiederholt bewusst in Frage stellt.


Freitag in der Halle! 10 Jahre Arms And Sleepers support: Spoiwo

press_photo_klein_200Arms And Sleepers, bestehend aus Max Lewis und Mirza Ramic, blicken auf 18 Veröffentlichungen in den letzten 10 Jahren zurück. Kennengelernt haben sich die beiden bereits in ihrer Schulzeit in Cambridge, Massachusetts. Angefangen in der Postrock-Kapelle "The List Exists", entsteht 2006 dann Arms and Sleepers.

Zu den sphärischen Klängen des Postrocks gesellen sich nun neben Trip Hop & Ambiente Elementen auch immer wieder Jazz & Instrumental Hip Hop. Unterstützung holen sie sich aber weiterhin von Kollegen der Szene. So kollaborieren sie mit Tom Rosseau von Fat Cat Records, Philip Jameson von Caspian und Ben Shepard von Uzi & Ari, Remixe für Caspian, Helios, Ef, Tape Deck Mountain sind die Folge.

"Das Ergebnis ist eine Form von polarnaher Melancholie, die selbst Sigur Ros nach ihren pompösen Zirkusanwandlungen kaum noch verströmen." laut.de

Das 2014 erschienene "Swim Team" Album markiert einen neuen Abschnitt für die Band: "The album is definitely a departure from our previous releases - it has more to the point, concise compositions with a lot of focus on beats and different synth sounds”

Seitdem tourt Arms And Sleepers, live nur noch durch Mirza Ramic vertreten, unaufhörlich durch die ganze Welt (Asien, Europa, USA, Nordafrika). Ein Mann, eine Menge großartiger Sounds und wunderschöne Visuals.

 

Für diese spezielle Tour wird Mirza Ramic von drei Gastmusikern unterstützt. Das live setup schließt Schlagzeug, Gitarren, Bass, Keyboard und andere Instrumente mit ein. Es wird ein instrumentales live set mit Material aus allen Veröffentlichungen aus den letzten zehn Jahren werden.


Freitag im alten Café! COR!

cor_promo_dez2014_kl_200COR ist ein Lebensstil. Kompromisslos, gradlinig und eigen. Kein Verstecken hinter Metaphern oder Pathos. Kein Einheitssound oder auf Kraft massenkompatibel produziert. Kein in Stellung gebrachter Nachfolger für die Chartbreaker von heute. Hier gibt es für den Mainstream ein Kontra. Politisch engagiert und dem DIY Gedanken zugetan. Musik aus Liebe zur Musik und aus Liebe zu einem selbstbestimmten Leben.

„Lieber tot als Sklave“ ist das aktuellste Album, der auf der Insel Rügen lebenden und wirkenden Musiker und erscheint am 23. Januar 2015. Mit Eike Freese und Alexander Dietz aus den Chameleon Studios Hamburg wurde ein Album produziert, das mit ungeschöntem Blick den Lebensweg dieser Band auf den Punkt bringt. Hardcore. Punkrock. Rock ’n’ Roll. Kraftvoll. Intensiv. Wach.

Für COR ist Rock ’n’ Roll ist mehr als dicke Eier, Show und Rockstar sein, Rock ’n’ Roll ist auch gelebte Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg. Die DVD „Actitud es lo que cuenta - Cuba COR Libre “, die am 23.01.2015 erscheint, erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Konzerttournee über die Karibikinsel Kuba im Januar 2014 und dokumentiert wie es ist, eine irre Idee zu haben und deren Umsetzung zu verfolgen, ohne Label, Management oder jegliches Finanzpolster im Rücken, nur mit der Unterstützung von Freunden der Musik über das Projekt „Cuba COR Libre“ auf einer Crowdfunding Plattform.

Die Tour war nicht nur einmalig, sondern hat auch bleibende Spuren in Sachen Völkerverständigung und Solidarität hinterlassen. So wurde das Projekt "Instrumente für Kuba" als gemeinsame Idee von COR und Cuba Sí geboren. COR solidarisieren sich hierbei mit vielen befreundeten Bands, Musikern und Interessierten diesseits des Atlantiks, sammeln ausrangiertes, neuwertiges und gebrauchtes, kaputtes und funktionierendes Musik-Equipment um es dann den Musikerkollegen aus der kubanischen Punk, Metal, Hardcore - Subkultur zukommen zu lassen. Nach 12 Paletten voller Instrumente im Jahr 2013, die in Containern nach Cuba verschifft wurden, folgt im März 2015 die nächste Ladung.

Auf den Gedanken das Wort folgen zu lassen, fällt den meisten Leuten nicht schwer. Das eigene Wort dann aber in die Tat umzusetzen, scheint nur leidlich zu gelingen. COR-Sänger Friedemann ist gegenwärtig - neben seinem Vater- und Partnerdasein - noch Musiker, Landwirt, Maurer, Tätowierer. Ein von Alkohol und Drogen gänzlich unbeeindruckter, volltätowierter, Geflügel, Kühe und Schafe haltender Hardcore-PunkSänger & Liedermacher mit Trecker, der verinnerlicht hat, dass wir nur dies eine Leben haben. Im Mai 2014 erschien sei Soloalbum „Uhr vs. Zeit“. (mehr...)

Wer nirgendwo so richtig dazu gehören will oder muss. Wer was eigenes hat und ist. Wer zu verbinden weiß und sich der immensen Wichtigkeit des miteinander Teilens bewusst ist, versteht die Attitüde dieser Band.

 

„Keine Rasse, keine Macht, kein Geld. Nur Attitüde zählt.“


Donnerstag: Freiburg & Lygo

freiburg_klein_200„Eiche Rustikal, zweimal Herrengedeck, bitte!“ „Chapeau, mein Freund“ „Kanüle Abwärts“ oder „In seinen Adern fließt nur noch Rotwein, denn Love will tear us Apart“

Das sind nicht nur Textzeilen der Punkband FREIBURG, sondern wohl auch das normalste was ein kleines langweiliges Dörfchen und die große Stadt verbindet. Die Menschen, die Geschichten, die ganz normalen Dinge eben. Die vier jungen Männer von FREIBURG, haben es sich als Aufgabe gemacht, zu leben und leben zu lassen. Sie sagen frei Ihre Meinung und nageln Bretter an die Wand. Seit sechs Jahren, verbringen die vier jetzt nun schon ihre Zeit zusammen und machen kompromisslosen Punkrock.


30.04. Gartencaféeröffnung mit Fuck Art, Let´s Dance & Party

garten_klein_280Was ist Kunst? Diese Frage ist sehr gezielt und leicht verständlich, doch keiner kann eine eindeutige Antwort geben. Ebenso wenig die drei jungen Hamburger, die mit ihrem Statement FUCK ART, LET´S DANCE! eine ewige Diskussion umgehen, und nach diesem Konzept ein nicht alltägliches Musikgebilde meißeln. Die Atmosphäre, die von diesen unscheinbaren, doch sympathischen Persönlichkeiten ausgeht, pulsiert unter der Fusion von melancholischem Indie-Rock und lebendigem Elektrogehämmer. Abstrakt und doch konkret, ein Gewirr von Zeitlosigkeit. Die Gefühle intensivieren sich, das Herz befiehlt sich zu ergeben und dem rhythmischen Verlauf zu folgen, Schritt für Schritt von Ton zu Ton. Ein einzelner Gedanke bleibt vorhanden: TANZEN.

 

TANZEN könnt ihr dann auch noch nach dem Konzert mit The Incredible Lad (Native Party/Dortmund) & on-off-on-off (mymixtape)!


Mittwoch Final Days Society & Magma Waves

final_days_society_klein_200Das aus Växjö in Schweden stammende Quintett musiziert seit 2006 miteinander und besteht aus Suwat Khanh (Gesang, Bass), Pierre Olsson Kruse (Gitarre), Andreas Jeansson (Gitarre, Keyboards), Marcus Knutsson (Gitarre) sowie Anton Grundberg (Schlagzeug). 2008 und 2011 erschienen mit "Noise Passes, Silence Remains" und "Ours Is Not A Caravan Of Despair" deren ersten beiden Alben.

Beim 2015 veröffentlichten und selbst produzierten "Icebreaker" hielten sie sich sowohl betreffend der Länge des Albumtitels, als auch bezüglich der Anzahl der Titel (6) zurück. Dennoch kommen Fans von Sigur Rós oder anderen Prog-Rock- und Shoegaze-Bands hier nicht zu kurz, denn allein der Titelsong läuft über 10 Minuten und beherrscht das dramatische Wechselspiel zwischen laut und leise.


Freitag Mobina Galore & Elm Tree Circle

colour_200_200Nach zwei in Eigenregie eingespielten EPs haben Mobina Galore unter den Fittichen von Produzent JP Peters (Propagandhi, Comeback Kid, u.v.m.) ein unbekümmert rotziges und wildes Punkrock-Album aufgenommen. Brody Dalle, Propagandhi, Against Me!, Tegan And Sara: Die Künstler, die Sängerin und Gitarristin Jenna Priestner und Schlagzeugerin Marcia Hanson als Einflüsse im Booklet von "Cities Away" aufzählen, sind vielfältig. Und tatsächlich lässt sich das Duo aus dem kanadischen Winnipeg musikalisch zwischen diesen Bands einordnen. Allerdings sollte man für Cities Away eine Affinität für keifenden Frauengesang mitbringen. "Skeletons", "Pieces Of You" und "You’re Not 23 Anymore" sind mitreißende und kraftvolle Punksongs, denen Priestner mit einer charakteristisch frechen und rotzigen Stimme ihren Stempel aufdrückt. Die abgedrehte und umwerfend eingängige Single "Bad Love Song" lädt mit „Woohoo“-Chören und tollen Melodien zum Durchdrehen ein, das poppige "Trying To Survive" gibt mit hörbaren Tegan-And-Sara-Einflüssen einen stimmungsvollen Rausschmeißer ab. Mobina Galore strotzen über die gesamte Spielzeit von "Cities Away" vor Selbstbewusstsein und Spielfreude. Es macht viel Spaß, Priestner über das Erwachsenwerden, Fehlermachen und Wiederaufstehen singen und keifen zu hören, klingen Mobina Galore dabei doch wie eine große aufmüpfige Mädchengang. "Cities Away" ist aus diesem Grund ein Album, zu dem man wild durch die Wohnung tanzt, auf dem Bett herumspringt und sich dabei herrlich frei und gut fühlt. „I know just how you feel/ But don’t give up your pride“, heißt es in Revel & Riot, bevor Priestner sich den Hörer schnappt und ihm mitten ins Gesicht schreit: „You’ll be okay!“


20.04. Mister Me & Vivie Ann

mister_me_klein_200Mister Me. Spricht für sich.

 

Er spricht aus dem Herzen, singt über die Suche nach Wahrheit mit viel Kraft. Kraft, die er aus seiner Lebensgeschichte zieht, die von Musik begleitet in der niedersächsischen Provinz seinen Anfang nimmt. Rap ist lange Zeit seine Leidenschaft. Prägt seine Jugend bis zu dem Tag, an dem sich vieles verändert. Im Alter von 17 Jahren verliert er aufgrund einer Autoimmunkrankheit all seine Haare. Sein Leben steht Kopf, Mister Me fängt an, sich mit anderen Dingen auseinander zu setzen. Er schreibt emotionalere Texte, Texte die nach Melodien verlangen. Und er beginnt im Schreiben ein neues, positives Ventil zu finden.

 

Heute ist Mister Me 25. Sein Stil hat sich über die Jahre entwickelt. Er schreibt in Deutsch, seiner Muttersprache. Melodisch und eingängig, intuitiv und emotional textet er aus dem Bauch heraus. Anfangs unsicher, ob seine Stimme seine Lieder tragen kann, zieht er sich allein zu Haus mit seiner Gitarre zurück, um seinen eigenen Klang zu finden. Unterstützt von seiner Band wagt er sich dann doch hinaus und bekommt auf der Bühne mehr als Applaus. Mit seiner unbändigen Energie fesselt er das Publikum, gibt sich den Zuhörern vollkommen nahbar hin. Er spürt den Boden unter den Füßen, verliert ihn aber nicht. Bis heute hat er sein Talent auf über unter hundert Konzerten unter Beweis gestellt. Er schreibt und schreibt. Mehr als fünfzig Lieder sind seitdem entstanden.

 

Im Januar 2015 erscheint der Song "Nackt" neben fünf weiteren auf seiner ersten, gleichnamigen EP. Dieses sehr persönliche Stück erzählt davon, neu anzufangen, aus einer Reizüberflutung auszubrechen und ganz bei sich selbst zu sein. Nackt sein meint hier das eigene Hinterfragen, die ersten Berührungen mit Musik als Geschäft, vor allem aber ein fast intuitives Schreiben und damit eine Art der Selbstreflexion. Ein Fallenlassen aller Schutzwälle, doch trotz oder gerade wegen dieser "Nacktheit" findet man zu besonderer Stärke. Die eigenen Ängste an die Hand zu nehmen und daraus zu lernen, auch davon erzählt "Nackt".

 

Mister Me lässt die Zuhörer in sein Leben eintauchen und damit sehr nah an sich heran. Doch Mister Me ist echt. Keine Fassade, keine Maske die ihn trägt. Er ist ganz er selbst und überzeugt genau dadurch. Er überwindet die eigenen Grenzen und lädt damit jeden ein, es ihm gleich zu tun.


19.04. Brzowski, Moshe & Straw Hair - Indie hiphop/filth USA/France

brzowski_200Allein die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Seit rund 14 Jahren ist Brzowski, den Behörden als Jason Cornell bekannt, die treibende Kraft hinter der HipHop-Szene seiner Heimatstadt Portland im US-Bundesstaat Maine. Als Konzertveranstalter, Tour-Promoter und Rapper. Zeitgleich tourte der 1980 in Providence, Rhode Island, geborene Musiker nahezu ohne Unterbrechung durch die USA, Frankreich, Deutschland und die Schweiz. In acht Jahren gab er mehr als 900 Konzerte. Die wenige ihm verbleibende Zeit nutzte er für Studioaufenthalte, alleine oder zusammen mit befreundeten Musikern wie Marc Shepard alias Moshe, dem Gründer des Independent-Labels Milled Pavement Records. Dort veröffentlichte Brzowski, dessen Großmutter unter dem Alias Bobo Brzozowski eine Karriere als Schaukämpferin begann, seine drei letzten Musikalben. Die Musik darauf ist anspruchsvoll, aufs erste und auch zweite Hören nicht gleich zugänglich. Elektronisches Rauschen und Knistern begleiten seine Songs. Langsam und schleppend dröhnen Gitarren. Wummerfrequenzen. Tiefe Bässe rumpeln. Die Drums krachen. Düsterer Doom-Metal und melancholischer Gothic-Rock treffen auf schwere, schleifende HipHop-Beats. Brzowski erfüllt keine Hörgewohnheiten. Er liebt das Abgedrehte.


Moshe hat (durch seine Arbeit als CEO, DJ und Produzent) MilledPavement Records erfolgreich zu einem international anerkannten Lieferanten von avantgardistischer Underground-Musik gewandelt. Innerhalb nur weniger Jahre wurde Produzent und Plattenfirma Kopf Moshe (Marc Shepard) synonym für die New England Underground Hip Hop Bewegung. Seine Releases, Compilations und Kooperationen haben ihm Bekanntheit unter Kritiker und Respekt unter seinesgleichen eingebracht. Der Sound, den er erzeugt, ist eine dicke Mischung aus Instrumental Down-Tempo, Film noir und Ambient Dischord ernüchtert von Trauer und verkrustet mit einer schweren Schicht von Schmutz.


11.04. The Lytics & Icarus

lytics_2015_1_klein_200Ganz so wie im normalen Leben gibt es im Hip Hop kaum etwas Wichtigeres als Familie. Kaum ein Act verkörpert dieses Gefühl von Bruderschaft besser als The Lytics aus Winnipeg, Manitoba Kanada.

 

Die Brüder Andrew und Anthony Sannie werfen sich seit ihrer Kindheit die Reime hin und her - ihr Cousin Mungala Londe, der als Teenager bei den Sannies einzieht, macht ebenfalls mit. Die Beats kommen vom großen Bruder Alex Sannie, der in den Anfangstagen der Band alle Beats und Songs in seinem Schlafzimmerstudio baute. Als quasi Profi stößt DJ Lonnie Ce zu den Lytics, der bereits Erfahrung darin hat, die Dancefloors hochzukochen.

 

Mit dem Ziel Musik für "normale Leute" zu machen, waren die Lytics nie eine Band die sich hinter leeren Hülsen und Angeberei versteckt. Eher möchten sie einen gewissen Straßen-Level Optimismus verbreiten, wie es ihre Vorbilder Mos Def, The Pharcyde und A Tribe Called Quest bereits taten. Gerade ihre Liveshows sind lebensbejahende Veranstaltungen, mit denen sie selbst die größten Zyniker überzeugen.


06.04. Besides, Watered & Terraformer

besides_283Aus unserem Nachbarland in Polen stammen Besides, eine vierköpfige Formation, welche sich im Jahre 2011 in Brzeszcze gefunden haben. Besides zelebrieren einen sehr atmosphärischen Post-Rock, mit ambitionierter und aussichtsreicher Zukunft. Die vier Jungs kombinieren auf ihren Bühnenauftritten ihre Musik mit beeindruckender Visualisierung, um den emotionalen Grad in den Fokus zu rücken. Denn mit ihrer Musik möchten die Polen eine Oase schaffen, außerhalb einer Welt, wo nur der Kampf um das Überleben zählt. Besides kreieren einen sehr kreativen und modernen Post-Rock, der mit dynamischen und emotionalen Facetten nur so gespickt ist. Die Tonstrukturen reichen von ruhigen und späherischen Arrangements, bis zu ausufernden Gitarren-Eruptionen. Durch intelligente Tempo- und Stimmungswechsel legen Besides eine reichliche Dynamik an den Tag, welche durchaus in härtere Gefilde abdriften kann. Eingängige Klanglandschaften werden mit modernen Elementen im Genre des Post-Rock auf eine durchdachte Weise verknüpft, zu einem erstklassigen Klangerlebnis für den Hörer.

 

WATERED wurde 2010 als Jam-Projekt, initiiert durch die Faszination an Bands wie This Will Destroy you, gegründet. Nach ein paar Monaten wurden diese Jams in Songs kanalisiert und die Band spielte 2011 ihre ersten lokalen Shows. Im selben Jahr enterte die Band das Studio, um ihr erstes Album 'To Those Who Will Never Exist' aufzunehmen, welches Ende des Jahres selbstveröffentlicht wurde und viele gute Reviews in diversen Onlinemagazinen erhielt. Das Album enthält eine ausgewogene Mischung aus melodischen, ruhigen und heavy parts und Songs, die manchmal mit elektronischen und -Sprachsamples kombiniert werden. Watered haben letztes Jahr ihr zweites Album 'Some Are Born Into The Endless Night' auf Vinyl und CD via AENTITAINMENT veröffentlicht und kamen gerade von einer Tour im Zuge des Vivid Festival in Norwegen (u.a. Tides From Nebula) zurück.

 

TERRAFORMER ist eine 3 Mann Instrumental Math Metal Post Rock Band aus Liège – Belgien bestehend aus (Ex-)Mitglieder von Isaïah, The derrick show und Bliss. Schubladen reichen nicht aus um die vielfältigen Stile die Terraformer vereint zu beschreiben. Terraformer können bereits auf zahlreiche Touren durch Belgien, Frankreich, Deutschland und Tschechien zurückblicken und haben letztes Jahr das bekannte DUNK! Festival bespielt, auf dem sie u.a. die Bühne mit ...And So I Watch You From Afar geteilt haben.


01.04. Bad Ideas & The Lion And The Wolf

bad_ideas_klein_200"I've got some bad ideas involving you and me"

Vermutlich ist es genau der Auszug aus This Could Be Love, dem Bad Ideas ihren Namen verdanken. Und Freunde von Bands wie eben Alkaline Trio oder auch The Gaslight Anthem sollten sich den Termin ganz dick im Kalender vormerken. Die Band kommt allerdings aus England und so finden sich auch Britpop Einflüsse in ihrer Musik.

Als support haben Bad Ideas ihren Buddy Thomas George aka. The Lion And The Wolf im Schlepptau. Sonst auch gerne mit kompletter Band auf Tour reduziert er sich hier auf seine Akustikgitarre und seine wahnsinnig sanfte Stimme! Nicht nur mit seinen schönen Texten, sondern auch mit seinem Charme und witzigen Anekdoten zwischen den Songs lässt er sicher von den ersten Akkorden an nicht nur Frauenherzen höher schlagen!


22.03. Blackout Problems & Flyktpunkt

blackout_problems_klein_200Wer sich heutzutage für ein Leben als Musiker entscheidet, hat einen guten Grund. Seitdem die „Blackout Problems“ sich 2012 zusammengefunden haben, ist viel passiert. Mit ihrem neuen Album „HOLY“, blickt man auf das Fundament einer Band, die sich selbst vertraut und genau weiß, warum sie tut was sie tut.

 

Woher die drei Musiker ihre Kraft nehmen, über jegliche Kritik und ihren eigenen Frust hinaus zu einem so ehrlichen Optimismus zu finden, ist angesichts des allerorts grassierenden Zynismus fast schon rätselhaft. Wie verbindend dieser Optimismus ist, zeigt sich in der Kollaboration mit Nathan Gray (Boysetsfire) und Touren mit Heisskalt und den Emil Bulls. Aufrichtigkeit und Stabilität stellen die Musiker in Verbindung mit ihrem eigenen Leben unter Beweis: Do It Yourself ist hier die Devise. In den einfachen, ernst gemeinten Texten geht es um Freundschaft, Mut, Gerechtigkeit, Fragen der Verantwortung und Moral – lauter altmodische Werte also. Oder eben: die Zukunft, für die wir nur noch nicht bereit sind. Anachronistisch und hochaktuell. Genauso wie die Musik zwischen amerikanischem Rock und zeitgenössischem Post-Everything. „HOLY” klingt offen, hell, aufgeräumt. Während Schlagzeuger Michael sich fordernd und vehement durch die Songs prügelt, strahlen die Gitarren förmlich um die Wette – und der Gesang bettet sich in seiner stylischen Unperfektheit wiederum perfekt ein in diesen angenehm wenig aufgeblähten Sound, dem man die vielen Live-Shows an jeder Stelle anhört.

 

Die Melodien dagegen scheuen nicht die große Geste. Und die Songs halten das aus. Auf diese Weise entstand ein Album, das groß ist und dabei ohne Posen auskommt. Unverspieltes Spiel, unverkleideter Stil, unverhohlene Aussagen: Man kann das als naiv bezeichnen. Man kann aber auch einfach den Hut ziehen vor so viel Straightness. Und sich der hoffnungsvollen Prognose der Band anschließen und den Aufbruch besingen: „We will be one“.


16.03. Bernadette La Hengst - Save the World with this Melody

lahengstpressefoto20151_christianestephan_klein_253Nein, dies ist kein Comeback mit Pauken und Trompeten, kein Versuch, journalistische Aufmerksamkeiten mit ein paar knackigen Formulierungen zu erhaschen. Ladies & Gentlemen: Dies ist kein Projekt! Ca c’est ma vie!

 

Aber natürlich hab ich trotz  Digitalisierung, dem Streaming und der damit gefühlten Entwertung von Musik nie aufgehört Lieder zu schreiben - mit Hilfe meiner CrowdfunderInnen könnt Ihr jetzt nochmal den Luxus eines Albumformats genießen. Und klar, natürlich frage ich mich manchmal warum ich das eigentlich mache, was mein Antrieb ist, immer wieder und immer noch Lieder zu schreiben. Neben einer gesunden Portion Egozentrik, dem Spaß am Spiel aber auch der Angst vor Vergänglichkeit ist es auch dieses: Ich schreibe Lieder, um - nicht mehr und nicht weniger - die Welt zu retten mit einer Melodie.

 

Was? Nur mit einer? Ist sie jetzt größenwahnsinnig geworden? Denkt ihr jetzt vielleicht. Wir wollen gar nicht gerettet werden. Und war nicht „give peace a chance“ letztlich nur ein Kirchentaggedöns, wie Sven R. es in einer Arte Dokumentation über Protestsongs schmissig formulierte?

Nun ja, man kann alles knackig und wohlfeil in die Runde werfen, und die Katastrophen dieser Welt, Kriege, Flucht, Klimawandel, oder den ganz alltäglichen neoliberalen Wahnsinn an sich abprallen lassen und es sich in den sozialen Netzwerken gemütlich machen.

 

Aber es gibt so viel zu tun. Kunst kommt von Kommunikation und Pop ist nicht nur eine Pose. Wie ich bereits sagte, ich glaube an Subversion durch Schönheit.

 

Was ist diesmal anders als bei den letzten 4 Solo Alben? Meine langjährige Die Braut haut ins Auge Weggefährtin und Co-Produzentin Peta Devlin sagte, es soll groß und zeitlos klingen, so dass die Geschichten und Melodien durch die Welt fliegen.

 

Ich hoffe, das ist mir gelungen und ich kann Euch mit meinen neuen Songs wie eine moderne Mary Poppins als Nomadin der Zukunft mitnehmen auf meine Mission:

 

Alf, ein Überlebenskünstler, der ein Jahr unter einer Freiburger Brücke wohnte, inspirierte mich zu dem sehnsüchtigen Disko-Chanson Wem gehört die Parkbank. Der Freiburger Chor „Nomaden der Zukunft“ hat diesen Song schon 2014 durch die Straßen geschmettert.

 

Nein, Nein, Nein, dieses klitzekleine aber effektive Wort bringen die SängerInnen des „Bedingungslosen Grundeinsingens“ mit einem Agit-Soul-Disko-Stampfer zum Tanzen.

 

Als die Hamburger Rap-Sängerin Finna zu mir ins Studio kam, war mir noch nicht klar, dass sie den Folk-Rap-Song Kommen immer näher so zum glänzen bringen würde. Ein echter Glücksfall und eine Ausnahmesängerin. Von ihr werden wir sicher noch hören.

 

Wir bleiben hier, ein polit-lyrisches Liebeslied, ein Kurzfilm zwischen Mali und Hamburg, der das Bleiberecht der Geflüchteten mit der Sehnsucht der Liebenden verbindet. Die Geigen der Hamburger Künstlerin Ruth May und das Cello der Berliner Schauspielerin Claudia Wiedemer bringen zusammen ein ganzes Orchester zum klingen.

 

Die euphorisch-melancholische WeltenretterInnenhymne Save the world with this melody ist ein Duett mit dem singenden UN climate future man Nick Nuttall. Über Adornos Widersprüche hinweg singen wir die Erderwärmung zwischen Bonn und Hongkong um 2 Grad herunter.

 

Lust am Verlust lässt ein Leben im Verzicht schillernd mit Burt Baccarachs Geigenarrangements zurück und trägt die Wut des pretty prekariats in einer leichten Sommerbrise summend über die Felder des Stadtrands von Berlin.

 

Für eine Ausstellung des Hallenser Malers Moritz Götze nahm ich Es waren zwei Königskinder als psychedelische Minimal-Dubversion auf. Das dramatische Kinderlied der Textsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ (Brentano) wurde zusammen mit meiner wundervollen Tochter Ella Mae Hengst, so zu einem ergreifenden Generationen Duett.

 

Meine drei singenden Lieblings-SchauspielerInnen Bettina Grahs, Godehard Giese und Claudia Wiedemer lassen den hoffnungslos euphorischen Gospel Popsong Im Prinzip Hoffnung mithilfe der durchs Album swingenden Schlagzeugerin Wanja Saatkamp glühen.

 

Tunnel der Sehnsucht, bei diesem sentimentalen Reise-Lovesong singe ich zusammen mit Leonie die Geschichte von Sascha, beide spielen in der Freiburger-Straßenschulen-Band Tunnelblick.

 

Auch Streets of Hongkong ist ein Liebeslied aus der Ferne, wo ich vom Goethe Institut im November 2014 eingeladen, sämtliche Schüler zum Durchdrehen brachte. Zusammen mit den Guzheng Spielerinnen aus Shenzhen habe ich die Utopie des Stillstands der Regenschirm Bewegung auf den Straßen dieser Hochgeschwindigkeits-Metropole festgehalten.

 

Der psychedelisch-minimale Track Alles wird immer besser von meiner Band Die Zukunft (mit Knarf Rellöm & Guz) übergibt das Versprechen des Albums zuversichtlich in die Hände und Ohren der HörerInnen...


09.03. Ian Fisher & Of The Valley

ian_fisher_andreas_jakwerth__anna_kohlweis1_267Ian Fisher hätte sich weiß Gott eine liebenswertere historisch Figur zur Benennung seines neuen Albums aussuchen können. Aber wenn man ihn einmal den Titelsong von Nero singen gehört hat, fällt es schwer, kein Mitgefühl für diesen Möchtegern-Imperator aufzubringen, so, wie er da in seiner warmen und vielseitig Stimme dahin sinniert “maybe it's a phase or maybe I'm fucked”, während aus dem Tal unter ihm die Flammen hochsteigen. Als Metapher könnte die vom Feuer verschlungene Stadt da unten im Tal durchaus dafür stehen, was dieser 27-jährige mit seinem vorgegebenen Lebensweg angestellt hat: „Dieses Album hat viel damit zu tun, wie es ist, wenn man zerstört, was man einmal war, um etwas Neues aus sich zu machen,“ erklärt der in Sainte Genevieve, Missouri, aufgewachsene Fisher vom anderen Ende einer stotternden Skype-Verbindung aus einer Berliner Wohnung, seiner ersten annähernd festen Bleibe seit Jahren (falls er zufällig gerade mal daheim ist).

Ian Fisher ist in der Tat viel herumgekommen: Zunächst zog er in die nächste große Stadt, in seinem Fall St. Louis. Dann, immer noch bloß 21 Jahre alt, überquerte er den Atlantik und landete – warum auch nicht? – in Wien. Nachdem er dort ungefähr ein Jahr gewohnt und die örtliche Musikszene mit seiner energetischen Präsenz gehörig angesteckt hatte, trieb es ihn weiter in die deutsche Hauptstadt, immer mit der Gitarre im Gepäck. Je weiter er herum kam, je mehr er dabei sah, desto zwingender die Sucht, pro Tag zumindest einen Song zu schreiben. Seine Erkundung Europas unterbrach er nur für einem eher unglücklichen, sechsmonatigen Aufenthalt in New York City (definitiv nicht seine Lieblingsstadt). Fisher spielte ein paar hundert Gigs, die meisten davon solo, manche in Bands, andere in Frauenkleidung als Teil einer großen Shakespeare-Produktion. Aus allem, was ihm unterkam, machte er Songs und fand dabei nach und nach zu seiner eigenständigen, erst recht zutiefst amerikanischen Ausdrucksform. “Ich habe nicht immer Country oder amerikanische Formen des Folk gehört“, sagt er, „Diese Musik kam als eine Art Kuscheldecke in mein Leben, als ich in Wien wohnte und später, als ich in Berlin ankam. Sie ist, was mich mit meiner Herkunft verbindet.” Diese musikalischen Einflüsse, kombiniert mit seinem unsteten Lebensstil, erklären, warum ein Auswanderer wie Ian Fisher eine derart „amerikanisch“ klingende Platte machen kann, obwohl er die letzten fünf Jahre auf der anderen Seite der Welt verbrachte. „Ich habe einen Großteil meiner Amerikanismen abgelegt“, erklärt er, „und einer der Gründe, warum ich zum Country zurückgekehrt bin, ist mein Versuch, einen Teil von mir zu finden, den ich verloren habe.“ Es ist die spürbare Emotion dieser sehr persönlichen Selbstfindung, die diesem Album trotz seinem formal traditionellen Zugang so eine Frische und Direktheit verleiht. Fishers Überzeugung war immer schon, dass ein Song am stärksten wirkt, wenn man ihn auf schlichte Weise präsentiert. Für 'Nero', das erste offizielle Album unter seinem eigenen Namen, behält er den schnörkellosen Zugang seiner früheren Do-it-yourself-Aufnahmen bei - allerdings mit grundverschiedener Arbeitsweisen, Equipment und entsprechend unterschiedlichem Endergebnis.

 

OF THE VALLEY, diesen Namen sollte man sich merken. "…The vocal of a singer/songwriter you have never heard before." (Red Line Roots). Bereits seine ersten Single "Ride alone" macht schnell klar, dass hier etwas Großes entstehen könnte. Das Songwriting erinnert an Leonard Cohen, Johnny Cash und Van Morrison kombiniert mit der moderneren Stimmung von Bon Iver, Sigur Ros und The National. Dennoch ist die eigene Handschrift unverkennbar. Ohne mit der Wimper zu zucken lässt man sich fallen, verfällt dieser atemberaubenden Baritonstimme und wird durch eine musikalische Landschaft voller Emotionen und Lyrik geleitet. Hinter OF THE VALLEY verbirgt sich Brain DellaValle. Der gebürtige Kanadier zog nach Europa um zu studieren. Er machte seinen Doktor in Neurowissenschaften. Viele Türen standen im offen, doch etwas, nicht greifbares, schlummerte in DellaValle. So packte er eines Tages seinen Koffer. Im Gepäck  nur seine Gitarre und eine Schreibmaschine. Angekommen in Italien fing er an zu schreiben und zu komponieren. Mit einer ersten Ladung an Songmaterial ging es zurück nach Kopenhagen und gemeinsam mit Produzent Peter Iversen direkt ins Studio. Das erste Album ist für 2016 geplant.


05.03. The Angelcy & Douglas Firs

theangelcy_by_pierre_veillet__web_klein_200Sehnsucht weht durch die Songs von THE ANGELCY. Sehnsucht nach Glück, nach Ruhe, nach Neuem, nach Veränderungen. Der Weltenbummler Rotem Bar Or kehrt 2010 nach mehreren Reisejahren in seine Heimat Tel Aviv, Israel, zurück. Dort versammelt er eine Gruppe befreundeter Musiker um sich, mit denen er seinen Traum von einer Musikkarriere verwirklichen will. Mit ein paar Demo-Aufnahmen im Gepäck geht das Sextett 2011 in seiner Heimat auf Tour. Schon ein Jahr später läuft der Song “Dreamer” beim wichtigsten Radiosender des Landes und eine begeisterte Anhängerschaft besucht die Live-Auftritte.

 

Viele Stücke beziehen sich auf die politischen Umstände, üben Kritik und werden so zu Hymnen für eine junge Generation. Doch vor allem beeindruckt The Angelcy durch ein ungewohnt breites Repertoire an Instrumenten, mit dem sie Folk-Konventionen brechen. Neben der Gitarre und einer doppelten Besetzung an den Drums beherrschen die Mitglieder Viola, Kontrabass, Klarinette, Querflöte und vieles mehr. Die vielfältigen Klänge überraschen, hypnotisieren und lassen laue Sommerabende ausklingen.

 

Deswegen ist The Angelcy schon länger mehr als ein israelisches Phänomen. In Deutschland und Europa füllen sie seit einiger Zeit ebenfalls Konzerthallen. Und die Zahl ihrer Fans steigt mit jedem Auftritt: Denn so unwiderstehlich wie Sänger Rotem Bar Ors markante Stimme ist auch ihre Ausstrahlung auf der Bühne, wenn sie jeden einladen – zum Mitsingen, Mittanzen und Mitträumen.

 

Douglas Firs ist das musikalische Alter Ego von Gertjan Van Hellemont. Die Musik: Irgendwo zwischen Indie, Americana und Folk. Dabei kommt Van Hellemont gar nicht aus einem staubigen Südstaaten-Nest, sondern aus Belgien. Sein Debütalbum „Shimmer & Glow“ sorgte in seiner Heimat bereits für wahre Begeisterungsstürme und brachte ihm Vergleiche zu Ryan Adams, Wilco, The Jayhawks, Gram Parsons und sogar Bob Dylan ein.


03.03. Austin Lucas & Adam Faucett

austin_lucas_klein_200Niemand hat je behauptet, dass Country-Musik simpel sein muss und als Austin Lucas begann, über den Nachfolger seines 2013 so hochgelobten Albums „Stay Reckless“ nachzudenken, hatte er so einiges vor. Der Troubadour aus Indiana wollte etwas schaffen, das sich nicht nur von seiner eigenen Arbeit, sondern auch vom gesamten Bereich der Country- und Americana-Musik unterscheidet. Sein neues Album „Between The Moon And The Midwest“ verbindet nun traditionelle Country-Sounds mit scharfen, impulsiv erzählten Geschichten in einem Albumkonzept, das so sehr gut aufgeht.

 

Austin Lucas, geboren und aufgewachsen in einer Folk-Familie in den Hinterwäldern von Monroe County, Indiana, lernte Singen noch vor dem Sprechen. In den Sommermonaten reiste die Familie mit Vater Robert Lucas von einem Folk-Festival zum nächsten.

 

Austin Lucas ist ein Mann, der polarisiert. Tätowiert und wild verbrachte er seine Sturm und Drang-Zeit in diversen Punkbands, auch wenn sein Vater, selbst mit dem Grammy ausgezeichnet, ihm doch den Weg so schön in die Welt des Folk und Americana geebnet hatte.

 

Doch wie das Kinder so machen, genau in die andere Richtung zog es Austin. So lange zumindest, bis er merkte, dass er sein Talent auf diese Art nur verbrennen würde und er tauschte klingelnde Ohren nach den Punkrock Gigs wieder gegen klingende Melodien. Sein Debut entstand 2006, 2008 kollaborierte er bereits mit Chuck Ragan von Hot Water Music, und 2009 schaffte er es sogar in die Top Ten der Billboard Charts.

 

Unter Einfluss von Künstlern wie Buck Owens und George Jones wollte Lucas schon seit seinem 2011er Album „A New Home In The Old World“ ein komplettes Country-Album aufnehmen. Mit der Hilfe von Joey Kneiser – Gitarrist und Sänger der Tennessee-Band Glossary – wurde nun ein Sound kreiert, der, obwohl im Outlaw- und Hardcountry verwurzelt, stark an den 60er-Jahre Psychedelic-Pop wie von The Zombies oder den Beach Boys erinnert.

 

Vom Country-Sound von „Unbroken Hearts“ dem ansteckenden „Ain’t We Free“ bis zu den bedrückenden Wahrheiten in „Wrong Side of the Dream“ und „The Flame“ kommt Lucas neues Album gleichzeitig zeitlos und modern daher. Angekurbelt von Gästen wie John Moreland, Lydia Loveless und Cory Branan befindet sich Lucas auf seinem bisherigen Höhepunkt und trägt seine Musik zu aufregenden neuen Territorien.


Donnerstag: Isbells & Walking On River

isbellsisabelnabuurs1c_klein_200Die Geschichte von Isbells liest sich wie ein Märchen. Gaëtan Vandewoudes‘ Musik machte eine Reise um die Welt, ausgehend aus dem umgebauten Stall, in dem er lebt. Von Soundtracks für Grey’s Anatomy, Hawaii Five O und Teen Mom bis hin zur internationalen Trivago-Werbekampagne. Das sind die Erfolge der Lieder As Long As It Takes, Reunite und Elation. Diese Erfolge haben nicht nur die Grenzen Belgiens, sondern auch die Erwartungen der Band überschritten.

Mit den den niedlich-melancholischen Klängen der ersten Alben Isbells (2009) und Stoalin (2012) haben sich Isbells sauber zwischen Nick Drake und Bon Iver eingereiht. 2014 tauschte Vandewoude dann Folk gegen Pop und nannte sich Sweet Little Mojo, allerdings kehrt mit Billy das Projekt Isbells zurück! Es ist das dritte und persönlichste Album, das er je geschrieben hat. Es ist bis an den Rand gefüllt mit wohlklingenden Melodien.

„Niemand kann Ihnen raten und helfen, niemand. Es gibt nur ein einziges Mittel. Gehen Sie in sich.“ Rainer Maria Rilke gab ihm die ausschlaggebenden Worte, um „Billy“ zu schreiben und seinen Kopf wieder mit sich selbst in Einklang zu bringen. Wie sauber Vandewoude sein Umfeld beobachtet und seine Vergangenheit überdacht hat, ist sofort bemerkbar. Das Album ist wie Balsam für die Seele, wenn der Folk aufklingt. Getragen von Streichern, einem Blasinstrument, manchmal einem Piano und einer Stimme, die bis in den letzten Winkel deines Körpers steigt. Auf den letzten Metern kam er jedoch ins straucheln. Der Studio-Mix klang einfach nicht so, wie Vandewoude es sich vorstellte. Zum ersten Mal in seiner Karriere musste er sich Hilfe in der Produktion holen: Jo Jacobs von De Held übernahm den Mix und Uwe Teicherts (Balthazar u.v.m) das Mastering. Das Album Billy von Isbells erscheint am 15.01.2016 über Zealrecords im Vertrieb von Cargo Records.


23.02. A Tale Of Golden Keys support: Yellowknife (Solo)

a_tale_of_golden_keys_klein_200Everything Went Down As Planned. Mit einem Lächeln auf den Lippen fahren A Tale Of Golden Keys dem Abgrund entgegen. Sie liefern den perfekten Soundtrack, um dem Ende kurz vor knapp noch von der Schippe zu springen. Von Laut bis leise beherrschen sie eine beachtliche Palette an Stimmungen und verzichten dabei auf Sinfonieorchester, Software, Kinderchöre und andere Spielereien. Zu dritt spinnen A Tale Of Golden Keys ein Netz, in dem man sich als Zuhörer unaufhaltsam immer weiter verfängt. Man wünscht sich schließlich den Liebeskummer vergangener Tage zurück, nicht elendlich sondern trotzig und mit einem Gefühl von Überlegenheit.

 

„Everything Went Down As Planned“ gibt einem die Kraft dem größten Dinosaurier ins Gesicht zu lachen. Kein Wunder also, dass sich die Band auf dem beiliegenden Plakat zum Album von eben einem solchen fröhlich verspeisen lässt.

 

Von ihrem Haus im Nürnberger Umland arbeiten A Tale Of Golden Keys seit Jahren akribisch an ihren englischsprachigen Popsongs. Zwischen Großstadtflair und Landcharakter ist Raum, um große Melodien zu schreiben. Ein feinfühliges Schlagzeug, ein schnurrender Bass, eine warme Orgel, Gitarrenflächen und ein Klavier der Extraklasse bilden dabei die Grundlage für einen überwältigenden Gesang. Selten hört man eine so warme und feinfühlige Stimme, die jeden Ton mitten durch die Eingeweide jagt. Heraus kommt eine ironisch anmutende Endzeitstimmung, die beim ersten Stück des Albums „All Of This“ sofort ihre Arme ausbreitet.

 

Stück an Stück reihen sich kleine Kunstwerke aneinander, um am Ende mit „It Begins“ nichts weiter als den Anfang zu propagieren. Bleibt zu hoffen das A Tale Of Golden Keys hinterm Mond den Weltuntergang überleben, während alles andere fröhlich den Bach runter geht.

 

 

Yellowknife begann als Ein-Mann-Laptop-Projekt Ende 2012 mit Indie-Gitarren, Schlagzeug-Loops, ein bisschen Elektronik-Gefrickel und ruhigem Gesang. Drei erste Songs wurden auf der EP "Sit Down, Stand Up" in Eigenregie veröffentlicht und zu jedem dieser Songs entstand ein Video. Seit dem ersten Konzert als Support für The Appleseed Cast ist Yellowknife live eine fünfköpfige Band. Es folgten Konzerte mit Kevin Devine, Young Rebel Set, Spring Offensive und auf dem c/o pop-Festival. Gerade wurden die Aufnahmen zum ersten Album abgeschlossen – an den Reglern saß Oliver Zülch, der schon Platten von The Notwist produzierte. Die Songs darauf erweitern das Spektrum der EP, mischen Klangteppiche mit poppigen Passagen und werden von den eingängigen Melodien zusammengehalten.


18.02. Please Madame & The Atrium

pressefoto_3__20150922_112958_klein_200Schwarze Melonen transportieren Euphorie in Farbe!

 

So erobern die vier Salzburger von PLEASE MADAME die großen Bühnen Österreichs, Deutschlands und der Schweiz. Das jazzige, äußere Auftreten – Camouflage, denn spätestens nach den ersten Takten merkt man, dass hinter dem Stil von PLEASE MADAME viel mehr steckt: Kraftvoller Rock, der die Reihen springen lässt, eingängige Indie-Melodien, die die Mädchenherzen zum Schmelzen bringen sowie eine Prise moderner Hip-Hop, der die Körper zum Bouncen verführt. Eine einmalige Gelegenheit, um aus dem Nest des Alltags auszubrechen und sich in eine ganz neue Atmosphäre fallen zu lassen. Mit insgesamt über 100.000 Klicks auf Youtube, Airplay auf österreichischen, deutschen und vietnamesischen Radiostationen, zahlreichen Interviews in diversen Medien, einem Auftritt bei der deutschen Kultshow "Circus Halligalli" und dem Gewinn des "Austrian Newcomer Awards" sorgten PLEASE MADAME für einige musikalische Schlagzeilen im letzten Jahr. Nach den bereits veröffentlichen Singles "2020" und "Be My Ending" folgte diesen Sommer "Ship A Dollar To Europe" und stürmt seither die regionalen Radiosender. Außerdem feierte der Song einen Einstieg in die iTunes-Charts auf Platz 20. Mit „Into the Wild“ wartet das nächste Küken schon darauf das Nest zu verlassen. Nun folgt der nächste Schritt: Am 13. November erscheint das bereits lang erwartete Debutalbum und soll die jahrelange Arbeit der vier Salzburger Dominik, Laurenz, Martin und Merlin bezahlt machen. Die musikalische Entfaltung im Dschungel der Musikwelt erfolgt auf 13 Songs, die sich stilistisch immer wieder übertreffen und doch als Einheit eine klare Message transportieren: Der Ausbruch aus dem häuslichen Leben, der Schritt ins Ungewisse, das Sprengen der Ketten, um dann seine Flügel auszubreiten...Watch out for "Escape the Nest"!


So geht gute Laune - Sven Van Thom am 12.02.!

svtroterballon1_200Mit „So geht gute Laune“ erscheint im August 2015 endlich der dritte Longplayer von Sven van Thom. Und wer in der Vergangenheit Sven van Thoms sarkastische Sichtweise auf Mensch und Gesellschaft schätzen oder gar lieben gelernt hat, der wird aufgrund der fast schon überschwänglichen Aussage des Albumtitels vielleicht ein wenig verwirrt sein und sich fragen, woher denn dieser plötzliche Optimismus und diese Lebensfreude rühren. Aber keine Sorge! Schließlich endet der Titeltrack mit einem gewohnten verbalen Tritt in die Eier, der uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückwirft: „So geht gute Laune … dahin.“

Gewohnt bissig geht es in den Texten zu – manchmal so albern, dass man nur empört nach Luft schnappen kann – und doch finden sich immer wieder Momente voller Melancholie und kluger Alltagsbeobachtung darin. Natürlich kommt die Liebe nicht zu kurz, auch wenn dieses Thema im Vergleich zu van Thoms ersten beiden Alben deutlich in den Hintergrund tritt. Jedoch mit „Einfach weitermachen“ und „Nimm den Topf vom Herd“ singt uns Sven abermals so traurig von einer verblassenden Liebe, dass es einem ganz schwer ums Herz werden lässt.

Und während Melancholie und großer Quatsch wie ein ungleiches Geschwisterpaar nebeneinander stehen, so lässt sich auch die musikalische Komponente auf „So geht gute Laune“ nicht pauschal in der niedlichen Singer-Songwriter-Ecke verorten. Zwar ist das gesamte Album von Gitarrenklängen getragen, und van Thoms Stimme hält als bindendes Element alles beieinander, jedoch findet man, wie auf dem Vorgänger „Ach!“, Anleihen aus einem halben Jahrhundert Popmusik: Die 60er und 70er lassen Grüßen, wenn Mellotron-Chöre ihre sanfte Wärme versprühen; der Indie-Kracher „Schablone“ erinnert an Svens ehemaliges Trio „Sofaplanet“; „Gut für gar nichts“ und „Nicht schon wieder Sommer“ kommen mit zurückgelehnten elektronischen Beats daher, die erst in einigen Jahren so richtig Retro sein werden; und der Bonus-Track „Die neuen Nachbarn“ schickt uns eher in die 90er zurück, als Hip-Hop aus Deutschland seine Unschuld noch nicht an den Gangster-Rap verloren hatte.

Eine wilde Mischung also. Die einen würden sagen: „Schizophren!“ Die anderen sagen einfach nur: „Abwechslungsreich.“


John Allen & Ariane Zita am 11.02.!

john_allen_klein_200Der Begriff Glückspilz entstand wahrscheinlich in Anlehnung an das englische Wort mushroom. Benutzt wurde es für Menschen, deren Erfolg sich ebenso plötzlich einstellte, wie die Pilze aus dem Boden schossen. Vielleicht ist John Allen ein solcher Glückspilz. So jedenfalls sah es die Hamburger Morgenpost im Mai 2013. Warum? Weil Allen Nachmittags vor einem Hamburger Club auf der Straße nichtsahnend seine Lieder darbot, als niemand geringerer als Frank Turner auf ihn aufmerksam wurde und ihm anbot, ihn mit auf Tour zu nehmen. Eine Geschichte wie ein Rock ’n’ Roll Märchen begann Gestalt anzunehmen, denn plötzlich spielte Allen jeden Abend vor tausenden, statt wie zuvor vor einem Dutzend Zuhörern und eroberte die Ohren des Publikums. Den September 2013 bezeichnete er selbst später als “surreal – lebensverändernd – traumhaft”. 2014 folgten Touren mit Größen der Singer/Songwriter Szene wie Lucero, Joe Ginsberg, Northcote und Emily Barker, dazu Konzerte mit Tim Vantol, dem kanadischen Ausnahmesänger Ben Caplan und dem belgischen Songwriter Milow. Aus dem Hobbymusiker Allen war binnen weniger Monate ein ernstzunehmender Künstler geworden, der sich innerhalb kurzer Zeit eine beachtliche Vita erspielte.

Seine musikalische Heimat siedelt Allen “irgendwo zwischen klassischem Singer-Songwriter, Folk, Country, Punk und Americana” an. Als bedeutendste Einflüsse auf seinem Weg benennt er Größen wie Bob Dylan, Bruce Springsteen und Tom Waits. In seinen Songs beschwört er die Geister der Vergangenheit, trauert verflossenen Lieben hinterher, besingt die Freiheit auf der Straße, lobt den Optimismus des Neuanfangs und kokettiert mit Alltäglichem. So eingängig seine Melodiebögen sind, so schwermütig können seine Texte sein, umwoben von einer Melancholie, Verzweiflung und Düsternis, die sich auch in seiner Stimme widerspiegeln, einer Stimme die rau ist wie die stürmische See. Wer Allen zuhört, wer sieht, wie er mit seinen Instrumenten auf der Bühne verschmilzt, wie er das Gesungene immer neu zu durchleben scheint, der ahnt: Hier singt einer, der viel durchgemacht und dennoch nicht aufgehört hat, an die heilende Kraft der Musik zu glauben und ruhelos das Licht am Ende des Tunnels zu suchen.


Derzeit zieht Allen als rastloser Troubadour durch die Lande. Er spielt, manchmal mit seiner Band The Black Pages, zumeist aber solo, in Wohnzimmern, Gärten, Clubs, Bars oder gar auf renommierten Festivals wie der Breminale oder dem Rolling Stone Weekender. Seinen Job hat er an den Nagel gehängt. John Allen singt nicht nur davon seinem Herzen zu folgen, er lebt diese Einstellung: “If you’re searching for a home, just go where your heart tells you to go.” John Allens aktuelles Album Sophomore ist im August 2014 bei Gunner Records erschienen und beinhaltet Gastperformances von Frank Turner und Lucero-Keyboarder Rick Steff. Zahlreiche Rezensionen im In- und Ausland vergaben Bestnoten, die deutsche Ausgabe des Rolling Stone lobte Allens Songs, die “direkt ins Herz zielen”. Vielleicht ist John Allen ein Glückspilz. Mit Sicherheit aber hat er die sich bietenden Chancen ausgenutzt und ist nun unterwegs, um seinem eigenen Rock ’n’ Roll Märchen noch das eine oder andere Kapitel hinzuzufügen.


Noch eine neue Party: 22.01. Dub The System!

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Die Dubstep Veteranen von bEATPLANTATIOn und Kwerfo:rmat vereinen sich in:

DUB THE SYSTEM

Wir geben Bass Music Culture im Ruhrgebiet einen neuen Raum. Von den düsteren Atmosphären Londons bis hin zu den warmen Klängen Jamaicas werden hier die tiefen Frequenzen zelebriert. Über den Sound hinaus wollen einen Space für Freigeistigkeit und Verbundenheit schaffen.

Unser erster Gast ist der koreanisch-deutsche Producer JAHYU. Euch erwartet eine Symbiose von Dub und Dubstep, verbunden mit traditionellen koreanischen Harmonien. Schließt eure Augen und folgt ihm!

Unterstützung gibt’s von docG, Ji Ri & gowner. Außerdem frischen Chai, Lagerfeuer und Raum zum Chillen. Eidolon sorgt für die visuelle Untermalung.

 


19 Jahre Bang! – die Geburtstagsparty

 

 

bang_200Ein fettes Loch in den Bauch freuen wir uns angesichts der Bands, die wir zur Mitwirkung an unserer kleinen Feierei gewinnen konnten: Die fabulösen Guts Pie Earshot (Berlin) werden uns und euch zeigen, was alles einem Schlagzeug und einem Cello zu entlocken ist. Es wird ähnlich hervorragend betanzbar sein, wie es die Kollegen der Happy Horsemen (Wuppertal) vor genau einem Jahr an gleicher Stelle so überaus eindrucksvoll vorgemacht haben. Weshalb wir aus diese gleich wieder eingeladen haben. Unserer Meinung nach ein musikalisches Dream Team. Beginnen werden die Konzerte im Übrigen gegen 0:30 Uhr mit Guts Pie Earshot, die Happy Horsemen werden im Anschluss mit ihrem Theremin-Noise-Dance-Punk die Nacht versüßen.

 

Der dunkle Ritter des Techno macht sich aus London auf die Reise zum exklusiven Birthday-Set in Oberhausen. Voidloss (Singularity Recordings/London) hat sich im Londoner Untergrund nicht nur als Produzent einen Namen gemacht. Sein Weg führte ihn von Industrial Bands kommend über illegale Raves der gegenkulturellen United Systems-Bewegung bis hin bis zu kommerziellem Techno – und wieder zurück in den trüben Untergrund des Experimental / Industrial Techno. Hörgewohnheiten übergreifende Sounds liegen aller Wahrscheinlichkeit nach zum greifen nah entlang des Soundtracks, den er bei uns auslegen wird. Begleitung bekommt Herr Dark Knight von unseren Strictly-Techno-Addicts TORSO und MARC HEIMANN. Enjoy!

 


Neue Party gefällig...bitte schön!

 

London Calling! Postpunk, New & Cold Wave, UK-Indie Party

 

Eintritt: 5 €  Location: Altes Café

london_calling_200Am Samstag, den 9. Januar 2016 gibt's die erste Runde LONDON CALLING mit den Schwestern Natalie und Sarah Plevcak im Oberhausener Druckluft!

 

Zusammen mit Thorrissey (schwarzlichtNEBELstroboskop) rufen sie regelmäßig im Duisburger DJäzz laut "London" und meinen damit eine grandiose Independent-Clubnacht zwischen Postpunk, New Wave, Britrock und allem was dazugehört. Von The Jam und Bauhaus über Pixies und Sonic Youth zu A Place To Bury Strangers und The Soft Moon; von Pulp und Arctic Monkeys über Yeah Yeah Yeahs! und Alt-J bis Best Coast und Isolation Berlin!

 


Die AfD als rechtspopulistische Partei - Vortrag

 

 

Vortrag am 17.12. (heute) um 20 Uhr

 

 

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Das Erscheinen der AfD hat sowohl in der bundesdeutschen Parteienlandschaft als auch in der Presse und der öffentlichen Diskussion hohe Wellen geschlagen. Schnell begann die Debatte um die politische Einordnung der Partei. Entgegen ihrer Selbstdarstellung als Partei mit
"neuen" Inhalten jenseits üblicher Einordnungsraster wie rechts und links, wurde sie relativ schnell als mindestens rechts von der CDU stehend verortet. Der Vorwurf, sich am rechten Rand des politischen Spektrums zu positionieren, oder gar eine rechtspopulistische Partei zu sein, wurde von der AfD jedoch meist scharf zurückgewiesen. Eine andere Sprache sprechen jedoch ihre politischen Inhalte.

Der Vortrag stellt die Frage, wie weit rechts die AfD steht. Er analysiert deren Inhalte und diskutiert linksradikale Interventionsmöglichkeiten.

In Kooperation mit dem Antifa AK Köln


Vortrag Flucht und Ankunft

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Pressure Air Festival - dieses Wochenende

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Dieses Wochenende findet bereits zum fünften Mal das Pressure Air statt. Diesen Geburtstag wollen wir natürlich passend feiern mit einigen musikalischen Highlights.

 

Am Donnerstag sind die Noise-Rock-Avantgardisten Half Japanese mit ihrer Ästhetik des kalkulierten Krachs zu Gast.

 

Am Freitag mit Agent Fresco, The Underground Youth, Odd Couple & Die Wirklichkeit, Samstag stehen Raketkanon, Lushes, LLUNG & ORANGE SWAN auf der Bühne.

 

Das Schmackofatz bietet natürlich wieder einige vegane Leckereien und auch der Westen hat schon über uns berichtet.

 

Wir freuen uns auf euren Besuch.

 

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Fundsachen

Ihr habt was verloren ?

Dann schreibt eine Mail an Fundsachen[at]drucklufthaus.de

Jeden Donnerstag könnt ihr von 14 - 20 Uhr eure Sachen bei uns abholen.


Wir suchen - Fachkraft für offene Stelle in der Jugendarbeit

Nicht verwalten, sondern offene Freiräume schaffen, um aktiv werden zu können – von kulturell bis politisch. Das versteht der Verein Druckluft seit 1979 unter Jugend- und Kulturarbeit.  

Wer seine Ideen ausprobieren will, findet bei Druckluft die nötige Basis in Form von: Räumen, Technik, finanzieller Unterstützung, Know-How, Hilfestellung und kreativem Austausch. Sei es für Gruppentreffs, Veranstaltungsorganisation, Büroarbeiten, handwerkliche Tätigkeiten oder was auch immer.

  

Das Druckluft bietet Möglichkeiten, die Nutzer*innen schaffen die Inhalte – so eigenverantwortlich, wie möglich. Auch wenn es darum geht, sich in Diskussionen und Entscheidungsprozessen innerhalb des Hauses zu beteiligen.

 
Deswegen ist der Charakter des Hauses vielfältig statt einfältig, eher bunt als grau. Das Konzept geht auf, weil sich die Inhalte ständig wandeln und immer neu sind.

   

Um diesen Raum zu schaffen brauchen wir ab sofort Unterstützung:

Wir suchen eine/n

Sozialarbeiter*in (Dipl./ BA./MA)

Sozialpädagoge*in (Dipl.)

(in Teilzeit 30 h/Woche)

als Fachkraft in unserem Jugendbereich.

  

Der Jugendbereich ist im alten Herzen des Drucklufts angesiedelt und bietet im und um das Druckluft herum für Jugendliche und junge Heranwachsende unterschiedlicheAngebote, Kneipe, Cafés. Themenabende, Projekte und vieles mehr.

  

Bewerber_innenprofil:

- ein abgeschlossenes Studium als Sozialarbeiter*in (Dipl./ BA./MA). Sozialpädagoge*in (Dipl.)

- Erfahrungen in der Arbeit mit Subkulturen ist von Vorteil

- Zusatzausbildung in Theaterpädagogik, Genderstudies, Drogenberatung, Präventionsarbeit von Vorteil

- wichtig ist uns Flexibilität, ein sympathisches und kommunikatives Auftreten

- transgender, intersex. & männliche Bewerber_innen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt behandelt, da der Jugendbereich idealerweise paritätisch besetzt sein sollte.

  

Dieser auf zunächst ein Jahr befristeter Vertrag kann anschließend in eine unbefristete Anstellung übergehen bei beiderseitigem Einverständnis.

  

Sofern diese kreative und spannende Aufgabe reizt, freuen wir uns über die Übersendung der vollständigen Bewerbungsunterlagen an

  

Druckluft e.V.

- Jugendbereich -

Am Förderturm 27

46049 Oberhausen.

Gerne nehmen wir zur Vermeidung von Papierverschwendung die Bewerbung auch per Mail an.

Diese bitte an Halt@Drucklufthaus.de senden.

Probearbeiten erwünscht.


Selbstverteidigungsworkshop

 - die zweite Runde beginnt kommenden Sonntag

    

Sonntag, den 20.09.2015 startet der nächste Durchlauf des kostenlosen Selbstverteidigungsworkshops im Druckluft.

     

Der Workshop findet an 10 aufeinandefolgenden Sonntagen um 17.30 Uhr in der Bewegungshalle des Drucklufts statt. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

    

Bringt einfach Handtuch, Sportsachen und etwas zu trinken mit.

    

Anmelden könnt ihr euch unter Training[at]drucklufthaus.de, für Fragen oder weitere Infos könnt ihr uns ebenso anschreiben.

    

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme.


06.10. - 5. Druckluft Poetry Slam - Moderation: Jason Bartsch

img_8336a_200Der Sommer ist aus, doch die Mikros sind noch heiß! Am 06.10. ist wieder Poetry Slam im Druckluft, moderiert von Jason Bartsch. Auf der Bühne dabei sind diesmal Gäste aus ganz Deutschland und Österreich - sogar einer aus Wattenscheid: Marvin Suckut (Konstanz), Klaus Lederwasch (Graz), Temye Tesfu (Berlin), Markus Berg (München), Björn Gögge (Essen), Björn Rosenbaum (Dortmund) und Jan Bühlbecker (Wattenscheid). Verpassen und sich hassen!


Veranstaltungstipp im AZ Mülheim


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Das nächste Offene Antifa-Cafe im AZ Mülheim findet am 16.09.2015, wie immer mit kalten Getränken und sonstiger veganer Vollversorgung statt, zum Thema:
Genderbashing. Diskriminierung und Gewalt an den Grenzen der Zweigeschlechtlichkeit

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Keine ruhigen Tage - Let´s do it again! Nazikundgebung heute (9.9) verhindern

Wie angekündigt, wollen die Dortmunder Neonazis es noch einmal wissen und am Mittwochabend wieder eine Kundgebung gegen Geflüchtete um 19.30 Uhr an den Katharinentreppen abhalten. Wir rufen erneut dazu auf, diese zu verhindern!

 

Kommt ab 18 Uhr zu den Katharinentreppen, bleibt in Bewegung und achtet auf die Anreisewege der Neonazis!

 

Wir haben am Montag gut vorgelegt, also kommt auch morgen wieder nach Dortmund und stellt euch den Nazis in den Weg!

 

+++ UPDATE: Nazis heute Abend am Sonnenplatz +++

Die Gerüchte haben sich bestätigt: Die Neonazis werden heute um 19.30 Uhr ihre Kundgebung am Sonnenplatz (Kreuzviertel) abhalten, an dem jetzt schon viel Polizei Stellung bezogen hat.


Montag, heute, 18:30 – Auf die Straße gegen die Brandstifter!

solidarität


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Neue Schmackofatz-Karte

Ab sofort gibt es eine neue feste Schmackofatz Speisekarte!

 

Das heißt unsere Standards könnt ihr jetzt jede Woche bestellen!

Das Special wird sich jeden Monat ändern.

Für September wird es als Special Sushi für euch geben! Die Küche hat ab jetzt von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Offen haben wir weiterhin von Mittwoch bis Freitag. Wir freuen uns auf euren Besuch!


Kundgebung gegen den rassistischen Volksmob in Essen-Frintrop am 02.09.

Dem rassistischen Volksmob in Essen-Frintrop entgegentreten!
Solidarität mit allen Geflüchteten!

Vielerorts finden derzeit rassistische Mobilisierungen gegen Flüchtlingsunterkünfte statt. Die Zahl der Anschläge und Übergriffe ist in den vergangenen Monaten massiv angestiegen. Seitdem im Jahr 2013 die ehemalige Walter-Pleitgen-Schule als Notunterkunft für ca. 100 Asylbewerber umfunktioniert wurde, formierten sich auch in Essen-Frintrop rechte Bürgerinitiativen. Die Lage hat sich in den letzten Wochen bedrohlich zugespitzt. Deshalb rufen wir zu einer antirassistischen Kundgebung am 02.09.2015 auf Frintroper Markt auf.

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Aus bitterem aktuellen Anlass

 

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Nachdem gestern der Rassist_innen-Mob, trotz Angriffen der Polizei, von Antifas, in Zaum gehalten wurde, heute heraus zur antirassistischen Demo.

Es wird neben Berichten über die Geschehnisse vor Ort u.a. auch Redebeiträge von KMII und Refugees Welcome Bonn e.V. geben.

Aus der PM vom Antifa AK Köln:
»Wichtig ist den Aufrufenden, dass es sich bei den Vorfällen am Wochenende nicht nur um ein Problem Ostdeutschlands handelt. Sondern bspw. auch in Köln und Umland rassitische Übergriffe durch „besorgte“ Bürger stattfinden. So etwa als das Dach einer geplanten Unterkunft in Köln-Porz so stark beschädigt wurde, dass die Unterbringung zeitweise unmöglich gemacht wurde.

Dabei stehen natürlich die Wut über die Ausschreitungen im Vordergrund, allerdings soll auch zur praktischen Solidarität mit geflüchteten Menschen aufgerufen werden. Daher das Motto „Solidarität mit allen Geflüchteten - Deutschland halt's Maul“. «

‪#‎Heidenau‬ darf nicht unkommentiert bleiben!


Empfehlung für das Wochenende

Am kommenden Wochenende lädt die Hasenfamilie kwerfo:rmat erneut ein.

Der Hasenbau wird kernsaniert und eine neue Stätte der Ekstase entsteht. Nur musikalisch halten wir an Altem fest. In Schwingungen versetzt durch Techno, House, Hip Hop und Dubstep könnt ihr eure Beine wirbeln lassen.

Müde? Dann ab in die Lounge!

Frische Luft? Tanzt nicht nur im Dunklen des Hasenbaus, bereits ab 18 Uhr bieten wir euch draußen ein Soundsystem, um sich in den Schwingungen des Sommers zu räkeln.

Und wenn die Sonne verschwindet, machen wir halt selber Licht! Egal, ob ihr euch die Füße wund tanzen möchtet, oder entspannt eure Hasenfamilie wiedersehen wollt, an diesem Abend nimmt der Bau euch alle in den Bann

 

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Die Seite im neuen Gewand

wir freuen uns Euch unsere neue Homepage zu präsentieren.

Ab sofort findet ihr hier an erster Stelle News und Infos über den Laden.

Mit einem "Klick"auf Programm befindet ihr Euch auf der gewohnten Übersicht aller Veranstaltungen im Druckluft.


Stellenausschreibung im Jugendbreich

Nicht verwalten, sondern offene Freiräume schaffen, um aktiv werden zu können – von kulturell bis politisch. Das versteht der Verein Druckluft seit 1979 unter Jugend- und Kulturarbeit.

Wer seine Ideen ausprobieren will, findet bei Druckluft die nötige Basis in Form von: Räumen, Technik, finanzieller Unterstützung, Know-How, Hilfestellung und kreativem Austausch. Sei es für Gruppentreffs, Veranstaltungsorganisation, Büroarbeiten, handwerkliche Tätigkeiten oder was auch immer.

Druckluft bietet Möglichkeiten, die NutzerInnen schaffen die Inhalte - so eigenverantwortlich wie möglich. Auch wenn es darum geht, sich in Diskussionen und Entscheidungsprozessen innerhalb des Hauses zu beteiligen.

Deswegen ist der Charakter des Hauses vielfältig statt einfältig, eher bunt als grau. Das Konzept geht auf, weil sich die Inhalte ständig wandeln und immer neu sind.

Um diesen Raum zu schaffen brauchen wir ab dem 01.09.2015 Unterstützung:


Wir suchen eine/n

Sozialarbeiter/In (Dipl./ BA./MA)

Sozialpädagoge/In (Dipl.)

(in Teilzeit 30 h/Woche)

als Fachkraft in unserem Jugendbereich.


Der Jugendbereich ist im alten Herzen des Drucklufts angesiedelt und bietet im und um das Druckluft herum für Jugendliche und junge Heranwachsende unterschiedliche Angebote, Kneipe, Cafés, Themenabende, Projekte und vieles mehr.

Bewerber_innenprofil:

- abgeschlossenes Studium als Sozialarbeiter (Dipl./ BA./MA). Sozialpädagoge (Dipl.)

- Erfahrungen in der Arbeit mit Subkulturen ist von Vorteil

- wichtig ist uns Flexibilität, ein sympathisches und kommunikatives Auftreten

Feste Arbeitstage wären Dienstag, Mittwoch und Donnerstag.

Dieser auf zunächst ein Jahr befristeter Vertrag kann anschließend in eine unbefristete Anstellung übergehen bei beiderseitigem Einverständnis.

Sofern diese kreative und spannende Aufgabe reizt, übersenden Sie uns bitte umgehend Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen

an

Druckluft e.V.

- Jugendbereich -

Am Förderturm 27

46049 Oberhausen.

Gerne nehmen wir, zur Vermeidung von Papierverschwendung, die Bewerbung per Mail an.

Diese bitte an bewerbung@drucklufthaus.de senden.

Die Bewerbungsfrist endet zum 17.08.2015.


Dem AZ-Wuppertal gilt unsere Solidarität !

Am 11.04.2015 wurde um 1.00 Uhr eine Person auf der Straße vor dem AZ von mehreren Tätern angegriffen und mit zahlreichen Messerstichen in den Rücken lebensgefährlich verletzt.

Hier findet ihr die zweite Stellungnahme des AZ Wuppertal​.

(http://www.az-wuppertal.de/2015/04/24/eine-zweite-erklarung/_)

Das Verschweigen und Nicht-Benennen politischer Motive von Rassismus und Menschenverachtung, sowie die Kultur des Tolerierens und Wegschauens trägt dazu bei Dimensionen rechter Gewalt zu verharmlosen und führt zu einem weiteren Erstarken rassistischer, menschenfeindlicher Bewegungen jeglicher Art.

Dagegen werden wir uns weiter erwehren und widerstehen!

¡No pasarán!


Das neue Programm der Jugendkunstschule startet im Februar

Gemeinsam mit der Jugendkunstschule bieten wir im ersten Halbjahr 2015 einige tolle Workshops und Projekte an.

Bei uns finden folgende Angebote statt.

Yoga - jeden Montag - 18 - 21 Uhr

Capoaeira - jeden Freitag - 17 - 20 Uhr

Betonguss/Kunst in Beton

Kleider umnähen und umgestalten im Rahmen der Kleiderbar

Metalldesign - ab 03.02. 17 - 19 Uhr

Graffiti

weiteres erfahrt ihr unter http://oberhausen.de/jugendkunstschule

 

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Bewegungslabor – Tanzimprovisation und Tanztheater

Neues Jahr - gute Vorsätze
wir haben da was für euch

Bewegungslabor – Tanzimprovisation und Tanztheater
Teilnehmen kann jede*r zwischen 16 bis unendlich Jahren, die*der sich für Tanz, Körperarbeit und/oder Selbsterfahrung interessiert. Tanzkenntnisse sind nicht notwendig. Bitte bequeme Kleidung mitbringen. Es kann barfuß oder auf Socken getanzt werden.

Die Teilnahme an den Workshops ist prinzipiell kostenlos, jedoch kann jede*r im Anschluss so viel spenden, wie er möchte.

Unter bewegungslabor-druckluft[at]gmx.de könnt ihr euch für einen Workshop anmelden oder auch einfach spontan vorbeischauen.

Die Workshops finden in der Bewegungshalle des Drucklufts statt. Bitte erscheint zeitig, da pünktlich begonnen wird.

jeden Donnerstag ab 19 Uhr

mehr


Programm Januar, Februar, März 2015

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

☛ wir präsentieren
Unsere Jugendarbeit


Regelmäßiges
jeden 1. Mittwoch Ärger dich nicht - Spieleabend
(mit über 40 verschiedenen Spielen)

jeden 2. Mittwoch D.I.Y. - Bastelbar
(mit kostenlosem Bastel- und Baumaterial, sowie Workshops)

2. Donnerstag Hör.bar - Lauschkneipe
(mit kostenlosen Stricksachen)

3. Mittwoch Kleiderbar - Tauschbörse
(mit jeder Menge kostenloser Kleidung)

3. Donnerstag Literaturcafé für Bücherliebhaber_innen
(mit kostenlosen Büchern)

4. Mittwoch Open Eye Cinema - Kino für alle
(mit kosenlosen Filmen)

4. Donnerstag wechselnde Kneipe Karaoke, Lesung, Vorträge, Konzerte,etc

Sport
Higher than High - Yoga und self empowerment
jeden Montag 18.00 - 21.00 Uhr

Capoeira
jeden Freitag 17.00 - 20.00 Uhr

Offene Tür ab 17 Uhr, die Kneipen ab 18 - 23 Uhr
Wasser, Kaffee, Tee kostenlos für alle unter 27 Jahren.
Ansonsten gibt es Snacks, Waffeln, Punsch und vieles mehr zum kleinen Preis.

Open Eye Cinema - kostenloses Kino
Januar - K-Pax
Februar - Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
März - Leben

Workshops

- Workshop im Rahmen der "Mädchenarbeit" für LFTI*Menschen
sexuelle Selbstbestimmung und self empowerment - Referentin Dipl. Pädagogin/Fachberaterin Psychotraumatologie (DIPT) vom WildWasser e.V.

- veganes Backen (kostenlos, barrierefrei und für alle)

- veganes Kochen (kostenlos,barrierefrei und für alle)

- Kunst-Workshop durch eine freie Künstlerin/Studentin der freien Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf

Im Rahmen der D.I.Y. - Bastelbar
Januar - Puppenbau unter Anleitung (Marionetten)
Februar - Nähmaschinenworkshop (einfach nähen für alle)
März - Fimo formen, Plugs, Broschen, Ohrringe und vieles mehr mit Fimo

★ All unsere Workshops und Angebote sind kostenlos,barrierefrei und für alle.★

 

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Ausblick auf 2015

News, News, News.

Wir hatten heute ein Treffen mit der Jugendkunstschule Oberhausen und haben uns viele tolle Sachen für 2015 ausgedacht.

Ihr dürfte also gespannt sein, was wir noch alles hier machen.

 

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Capoeira und Yoga im Druckluft

"Higher than High"

Unsere tiefsten Sehnsüchte werden in der heutigen Gesellschaft nicht befriedigt.

Durch die Techniken der alten Hochkulturen soll sich dem Innenleben gewidmet werden.

In dem Kurs sollen Techniken vermittelt werden, die das Gefühl von Rausch & Droge um ein vielfaches Übersteigen können und dich davon unabhängig machen.

Es hat nichts mit Esoterik zu tun!
es ist Technik! "Proof it and then: DO it!"

Ebenso sollen die Basics des täglichen Lebens behandelt werden, z.B. wie gut man sich fühlen kann alleine durch bewusste Ernährung.
Auch soll ein Raum für Eure Fragen da sein.

Dieser Kurs findet jeden Montag statt; er soll als Anleitung dienen für Techniken, die jeder für sich jederzeit selber machen kann."

Kontakt:0162 952 7976
Date: jeden Montag 18.00 - 21.00 Uhr

 

"Capoeira"

Capoeira ist Lebensfreude PUR!
Diese alte Kampfkunst brasilianischer Sklaven ist so vielfältig wie Brasilien selbst;
es werden Kampfkunst, Tanz, Akrobatik, Köpertraining, Live-Musik (in Form von Perscussion und Gesängen), Schauspiel und Sprache und Kultur Afro-Brasiliens vermittelt.
Probiert es einfach aus! Ashé "

Kontakt: 0162 952 7976
Date: jeden Freitag 17.00 - 20.00 Uhr

 

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Ganz schön viel los hier...

Was einige von Euch vielleicht nicht wissen,
wir sind nicht nur ein Laden für gute Partys und Konzerte,
sondern auch ein Jugendzentrum.

Im alten Café bieten wir jeden Mittwoch & Donnerstag tolle Kneipen an, außerdem gibt es Kaffee, Tee und Wasser für alle unter 27 Jahre kostenlos und jetzt während der kalten Jahreszeit Waffeln und Punsch für gaaaaanz kleines Geld.

Wir haben immer ab 17 Uhr die Türen offen, ab 18 Uhr beginnen unsere Kneipen und gehen bis in den späten Abend.

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Unser regelmäßiges Programm:

1. Mittwoch - Ärger dich nicht - Spieleabend
1. Donnerstag - El til egats - JamSession

2. Mittwoch - D.I.Y. - Bastelbar
2. Donnerstag - Hör.bar - Lauschkneipe

3. Mittwoch - Kleiderbar - Tauschbörse
3. Donnerstag - Literaturcafé - Bücherliebhaber_innen

4. Mittwoch - Open Eye Cinema - Kino für alle (ab Dezember wieder)
4. Donnerstag - wechselnde Kneipe - Karaoke, Lesung, Vorträge, Konzerte,etc.


Tee für alle

Auch wenn der kalendarische Herbst erst am 23.09 anfängt, fühlen wir uns schon in herbstlicher Stimmung.

Passend zum neuen Angebot im Jugendcafé (Kaffee, Tee und Wasser sind für alle unter 27 Jahre kostenlos) gibt es nun beerige Sorten für die kalte Jahreszeit.

Ihr findet im alten Café 
 Apfel-Vanille
 Früchte-Mischung
 Holunder-Kirsche
 Wildkirsche-Rooibos 
 Himbeer-Cassis

sowie unsere bewährten Teesorten.


offenes Hausplenum

jeden 2. Dienstag im Monat um 19 Uhr im Fripoli

 

für alle Interssierten, Gruppen, Nutzer_innen und alle die Lust haben im Laden was zu machen.

 


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Woche gegen Homophobie

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Vom 10.06. - 14.06 findet im Druckluft die Woche gegen "Homophobie" statt.

Wir starten am 10.06 mit der Ausstellung: „Verqueere Welten – Alternative Lebenswege junger Menschen“.

Das gesamte Programm findet ihr hier Aktionswoche

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Garten AG

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Damit es bald wieder so schön grünt und blüht, suchen wir für den 5. März zwischen 14 - 19 Uhr wieder fleißige Hände, die mit uns das Gelände fit für den Frühling machen.

Wir hoffen, auch dieses Jahr wieder einige Pflanzenspenden zu bekommen und dann einpflanzen zu können.

Ansonsten wird es, wie letztes Jahr, wieder freie Getränke, jede Menge Spaß und eine kleine Entschädigung im Rahmen der Ehrenamtspauschale geben.

Wer Lust dazu hat kann uns gerne eine Mail (jugend[at]drucklufthaus.de) schreiben.


Arbeiten im Druckluft

Wir suchen für den Jugendbereich noch Jahrespraktikanten oder Studierende, die ihr Praxissemester bei uns machen wollen.

Bei Interesse meldet euch doch bitte unter

jugend [at]drucklufthaus.de 


Das Jugendcafé lädt ein

Das Jugendcafé bietet während der Öffnungszeiten (Dienstag bis Donnerstag von 16 - 23 Uhr) allerlei Abwechselung und Unterhaltung. Das aktuelle Programm ist unter Jugendcafé zu finden.

Angebunden an die Nachmittage sind verschiedene Kneipen und Events, die im Rahmen des Jugendcafés im alten Café des Drucklufthauses stattfinden.

Wir freuen uns über jeden Besuch, sei es zum Fernsehnachmittag, zu den verschiedenen Workshops oder einfach zu einem Kneipenabend.

Euer Jugendcafé


Kostenlose Rechtsberatung

Ab sofort gibt es im Druckluft wieder eine kostenlose Eingangsrechtsberatung!

Jeden 1.Dienstag im Monat von 18.00 - 20.00 Uhr.


Der Umbau kommt !


Endlich ist es klar: Noch im diesem Jahr beginnt der erste Spatenstich zum Umbau.

Die Konzeption könnt Ihr hier nachlesen. Es haben sich bis heute noch einige Änderungen ergeben. Für die grobe Übersicht ist es aber gut erklärend.
Bitte beachtet auch die Presseartikel dazu.


Alles neu...

Die Druckluft Homepage erstrahlt in einem neuen Glanz!
Informativ, übersichtlich und mit neuem Anstrich!

Wir hoffen es gefällt euch.

Eine Neuerung ist der Newsletter der euch, wenn ihr wollt, wöchentlich über die Highlights im Drucki per e-mail informiert.

Also, viel Spaß mit der neuen Druckluft Seite.

Euer Druckluftteam.


Scribble Gebibble, die Kunstkneipe!

00420097610957_001_122_122colour geballer, scribble gebibble, die kunstkneipe öffnet ihre pforten! jeden dritten donnerstag im monat ab 19 uhr.


Our Space

Druckluft auf my Space
http://www.myspace.com/drucklufthaus